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  • DE-41061 Mönchengladbach
  • 06/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-160268)

Sonnenhausplatz


  • ein 4. Preis

    kein Bild vorhanden
    Architekten
    Konrath und Wennemar Architekten Ingenieure, Düsseldorf (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf (DE), Köln (DE)
    Verkehrsplaner: Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH, Düsseldorf (DE)

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser der Arbeit schlagen einen durchgängigen großzügigen Stadtraum zwischen Viersener Straße und Hans Jonas Park vor. Die Platzfläche erstreckt sich über die Hindenburgstraße, den Bereich vor dem Sonnenhaus, über die Abteistrasse hinweg bis zum Hans Jonas Park in einer einheitlichen Materialität. Die komplizierte topographische Situation wird auf zwei verschiedene Arten gelöst: in Nord-Süd -Richtung läuft die Fläche der Topographie nach und nimmt das natürliche Gefälle auf. In Ost-West-Richtung wird das Gefälle über Mauerelemente aufgefangen, die Sitzelemente beinhalten. Es entsteht eine großzügige Platzfläche, die durch die Neugestaltung der Fläche vor dem STEP eine räumliche Grenze findet.

    Die Gliederung des Platzes erfolgt über die Mauerelemente und lose gestellte Bäume, die eine klare räumli-che Anordnung der unterschiedlichen Terrassen versuchen, jedoch keine eindeutig lesbaren Räume erzeu-gen. Die Aufenthaltsbereiche werden durch Wasserspiele und Spielgeräte aufgewertet. Kritisch ist die schlechte Querbarkeit des Platzes von Ost nach West, da Gehstufen und Durchbrüche in den Mauerelemen-ten fehlen.

    Als Querung der Abteistrasse wird ein "shared space" vorgeschlagen, der den Park und das Jugendzentrum in den Platz einbinden. Die südliche Platzkante wirkt in ihrer Formulierung uneindeutig. Eine geometrische Terrassierung bildet den neuen Abschluss des Parks und schafft eine weitere Platzzonierung vor dem STEP.

    Aufenthaltsqualitäten werden bewusst in die Randzonen verlagert, was die Platzfläche selbst zu einem Durchgangsraum macht. Eine multifunktionale Nutzung bleibt auf die Platzmitte fokussiert und wird durch die Mauerelemente deutlich eingeschränkt. Die freie Platzfläche kann von Fußgängern und Radfahrern gleichbe-rechtigt genutzt werden. Die Überlagerung der Abteistrasse mit dem Platz scheint unproblematisch.

    Insgesamt lässt der Entwurf eine stringente Handschrift und eine eindeutige Haltung zum Ort vermissen.

    Die Herstellungskosten liegen im vom Auslober geforderten Rahmen. Der Pflege- und Unterhaltungsaufwand scheint angemessen.