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  • DE-55116 Kaiserslautern
  • 12/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-4882)

Fachhochschule Kaiserslautern, Kammgarngelände


  • 4. Preis

    Lageplan und Ansicht West Mensa und Verwaltungsgebäude

    Landschaftsarchitekten
    schreiberplan, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Kühnl + Schmidt Architekten AG, Karlsruhe (DE), München (DE), Baden-Baden (DE)

    Erläuterungstext
    Idee und städtebauliches Konzept

    Das neue Gebäude der Fachhochschule Kaiserslautern ist so angeordnet, dass die geforderten Baulinien aufgenommen werden. Das Gebäude besteht aus zwei Baukörpern, die in ihrer Funktionsweise getrennt sind. Im einen Baukörper befinden sich die Verwaltung und die Mensa, im anderen die Lehr-, Unterrichts- und Forschungsbereiche, sowie die Mediathek. Durch die jeweiligen Kopfbauten der beiden Gebäude - der Mediathek und der Mensa - bildet sich ein Platz auf dem Campus, wo sich die Studenten treffen und aufhalten können. Kennzeichen der Piazza sind der Wasserlauf, die darüberführenden Holzstege und die rundherum angeordneten Bäume. Die Ausrichtung und Anordnung der Gebäude reagiert auf die Topographie. So sind die Gebäude nach Norden eher geschlossen gehalten und öffnen sich nach Süden hin zum Pocket Park und dem dahinterliegenden Felsabbruch des Geländes.

    Die Parkplätze liegen zentral auf dem neuen Campus und befinden sich westlich des Lehrbaus.
    Die beiden Gebäude Lehre/Mediathek und Verwaltung/Mensa werden durch eine Art „Teppich“ miteinander verbunden, d.h. der Platz der sich zwischen den beiden Gebäuden aufspannt, ist durch einen Belagswechsel erkennbar. Zusätzlich wird die Platzwirkung verstärkt durch die gebäudehohe Pergola, die den Verwaltungsbau mit dem Lehrgebäude verbindet. Durch den Belagswechsel werden beide Baukörper miteinander „verklammert“. Der Belagswechsel - als Verknüpfungselement - ist als Leitfaden auf dem Campus erkennbar und dient zur besseren Orientierung.


    Energiekonzept

    Gebäudetemperierung:
    Da der Gebäudekomplex im Passivhausstandard errichtet werden soll, ist nur eine Grundtemperierung der Räume vorgesehen. Die thermische Grundkonditionierung erfolgt durch die deckenintegrierte Betonkerntemperierung, deren Rückkühlung und Erwärmung mit Wärmepumpen und Erdsonden erfolgt. Auf der Südseite ist eine Doppelfassade vorgesehen, in der ein effektiver Sonnenschutz integriert wird. Im Winter wirkt diese Doppelfassade als zusätzliche Pufferschicht und als „Sonnenkollektor“, im Sommer wird der Zwischenraum nach außen geöffnet und die am Sonnenschutz absorbierte Wärme über den Luftstrom abgeführt.
    Auf der Südseite wird die innere Wand als Passivhauswand ausgebildet. Aufgrund der bei einem Passivhausstandard erforderlichen Luftdichtigkeit der Gebäude ist eine mechanische Grundlüftung mit Wärmerückgewinnung für alle Räume vorgesehen. Die Außenluft wird für den östlichsten Gebäudeteil über den Felsenkeller angesaugt und so im Sommer und im Winter vortemperiert. Für die restlichen Gebäude erfolgt die Außenluftansaugung und Vorerwärmung bzw. Vorkühlung über einen Erdkanal. Im Sommer strömt die Abluft aus den Büros in den Hohlraum der Doppelfassade auf der Gebäudesüdseite und führt dort die angestaute warme Luft nach außen ab. Die für die Sonderbereiche noch erforderliche Heizenergie (Für RLT- Anlage bzw. Warmwasserbereitung) wird von der vorhandenen Heizzentrale über eine Nahwärmeleitung bezogen. Eine zusätzliche Kühlung der Zuluft für die Küche bzw. die Labore wird aus energetischen Gründen nicht vorgesehen.



    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.