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  • DE-55116 Mainz
  • 06/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-143274)

Nachhaltige Sanierung Landtagsgebäude Rheinland-Pfalz


  • Anerkennung

    Perspektive Plenarsaal, © Harder III Stumpfl

    Architekten
    HIIIS harder stumpfl schramm, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    TGA-Fachplaner: SCHREIBER Ingenieure Systemplanung / Gebäudetechnik GmbH, Ulm (DE)
    Tragwerksplaner: Ingenieurgesellschaft Dietrich mbH, Esslingen am Neckar (DE)
    Bauphysiker: GN Bauphysik Finkenberger + Kollegen Ingenieurgesellschaft mbH, Stuttgart (DE), München (DE)
    Brandschutzplaner: INTEGRIS Sachverständigengesellschaft mbH, Brühl (DE)
    Lichtplaner: Institut für Tageslichttechnik Stuttgart, Stuttgart (DE)
    Visualisierer: moka-studio GbR, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Mitarbeiter:
    Franz Harder, Gabriele Harder, Matias Stumpfl, Martin Berlin, Felix Dannecker, Mariya Georgiev, Andreas Mädche, Michael Schnell, Florian Schramm, Laura Zwinggi


    Gestalterische Leitidee
    Ziel war es das äußere Erscheinungsbild des Deutschhauses beizubehalten. Im Inneren wurden die unterschiedlichen Nutzungsbereiche und Erschließungen so geordnet, dass eine klare Orientierung entsteht, die sowohl die sicherheitsrelevanten Anforderungen erfüllt, als auch dem Besucher die Offenheit des Hauses vermittelt. Wesentliches Element ist dabei die Magistrale.

    Städtebauliche Einbindung Anbau/Erweiterung
    Das Hauptgebäude wird nach Nordosten durch den Restaurantbereich linear erweitert, die rheinseitigen Mauerzüge werden in die neue Fassade integriert. Zum Hof und der dort angelagerten Terrasse öffnet sich das Restaurant über eine großzügige Verglasung und gibt den Blick frei zur Peterskirche und der Altstadt.

    Funktionale Zusammenhänge und Abläufe im Gebäude
    Eine lineare Erschließung – die Magistrale – durchdringt alle Geschosse. Die innere Struktur verändert sich insoweit, dass sich sämtliche Nutzeinheiten an dieser Magistrale anlagern, diese ist - symmetrisch zum Saal - vertikal verbunden über 2 neue Treppenhäuser an der Südwestseite, zum Hof, welche stirnseitig direkt ins Freie führen und ein neues Treppenhaus im Bereich des Restaurantgebäudes.
    Die geplante Grundrissstruktur entspricht im Wesentlichen der historischen Raumstruktur des Deutschhauses.
    In der Fuge zwischen Restaurantbereich und Historischem Bestandsbau ist der Eingang für das Restaurant vorgesehen, zwischen Bestand und Wappensaal können die Abgeordneten auf kurzem Wege den Landtag erreichen (Nähe Staatskanzlei). Je nach Bedarf und Sicherheitsanforderung der jeweiligen Veranstaltungen können die Funktionen und Wege der Abgeordneten und Besucher sich treffen oder getrennt werden.
    Das Foyer mit Sitzungsräumen befindet sich im Erdgeschoss. Es entsteht eine direkte Verbindung im Erdgeschoß zu dem nordwestlich gelegenen Restaurant mit seinen Gasträumen und einem Galeriegeschoß und zum Ausschusssaal (Wappensaal) im Südwesten. Der Plenarsaal erhält im 1. Obergeschoß direkte Verbindungen zur Lobby und den Nebenräumen, sowie beidseitig einen Anschluss an die Magistrale mit direktem Ausgang aus dem Foyer zu der Dachterrasse mit Banketträumen und Galerie im großen Gastraum.

    Vertiefte Angaben zum Materialkonzept
    Die Wände und Möbel des Saales sind akustisch wirksam, dadurch wird eine gute Sprachverständlichkeit gewährleistet. Möbel und feste Einbauten sind in dezenten, abgestuften, hellen Farbtönen vorgesehen. Alle begrenzenden Wände sind in Weiß gehalten, die Abgüsse von Stuckaturen aus der ehemaligen Kapelle bleiben erhalten. Die Fassadenstruktur mit den bestehenden Fenstern wird reliefartig an den begrenzenden Raumwänden appliziert. Die Empore fügt sich in das Erscheinungsbild des Plenarsaals, sie wird abgelöst von der inneren Bestandsfassade und erhält fest eingebaute mit Stoff bespannte Klappstühle, die sich der Bestuhlung des Plenums anpassen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.