loading
  • DE-79585 Steinen
  • 06/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-162668)

Quelleareal


  • 3. Preis

    Plan 01

    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Lehmann Architekten GmbH, Offenburg (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    8.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Idee Entwurf
    Das Konzept des Planers ist in sich schlüssig, durch klare Linienführung und gute Anbindung an die vorhandenen Straßen und Wegen. Die Verlängerung des Mühlenweges führt über die geplante Anliegerstraße auf den gewünschten Platz beim Standort der bestehenden Bäume und zum Turbinenhäuschen, das erhalten bleibt. Am Turbinenhäuschen entsteht ein zentraler Platz mit einem Spielplatz.

    Nordwestlich der Anliegerstraße sind 3-4 geschossige Zwei- bis Dreispänner geplant, was städtebaulich gut vertretbar ist, aber im Hinblick auf die Bebauung nördlich der Lörracher Straße massiv wirkt.
    Nordöstlich der Anliegerstraße sind Reihenhäuser vorgesehen, die aber in diesen Bereichen etwas deplaziert wirken.

    Südlich der Anliegerstraße bestehen in abwechselnder Reihenfolge Geschossbauten und Reihenhäuser, die durch Wege, wahrscheinlich Privatwege erschlossen werden. Die Struktur ist klar und übersichtlich.

    Das Baugebiet wird durch einen nicht geschlossenen Gewerbegebäudestreifen abgeschirmt. Auf Grund der Durchlässigkeit der Bebauung und der geringen Höhe der Gewerbegebäude wird bezweifelt, ob der Lärmschutz gewährleistet sein wird.
    Die Gewerbebauten werden durch eine weitere Erschießung über die Bahnhofstraße angefahren, so dass das Wohngebiet von diesem Verkehr nicht tangiert wird.
    Die beiden großen Bäume werden erhalten und bilden zusammen mit den vorgesehenen Gebäuden einen Entreeplatz.

    Die Abgrenzungsmöglichkeit des 2. BA ist gegeben. Die hier vorhandene Hecke wird erhalten und bildet hier ein grünes Gestaltungselement.

    Wohnqualität
    1. Nordwestlicher Bereich mit Geschossbauten
    Die Abstandsflächen zwischen den Häusern sind ausreichend bemessen. Die Ausrichtung der Gebäude sind unabhängig von der Besonnungssituation immer zu den Höfen / Gärten ausgerichtet. Hier besteht Optimierungsbedarf. Entlang der stark befahrenen Lörracher Straße ist Straßengrün geplant. Dieses erscheint aber nicht ausreichend.
    Die Fußwegsituation ist funktional gut geplant. Dagegen bestehen Zweifel im Hinblick auf die Parksituation, da nur zwei TG für 8 Baukörper vorgesehen sind. Die Anordnung der TG ist dagegen als funktional optimal anzusehen.
    2. Reihenhäuser im Nordosten
    Die hier angedachte Bebauung scheint städtebaulich nicht gut durchdacht zu sein. Sie bildet hier eher einen Fremdkörper. Eine weitere Beurteilung ist hier nicht möglich, da weder Wege noch Zugänge sowie Parkplätze zu erkennen sind.
    3. Wohnbebauung zwischen Anliegerstraße und Gewerbebauten
    Auch hier ist eine klare und funktionale Konzeption erkennbar. Allerdings wird der Fokus des Wohnens nicht nach der Besonnung orientiert, sondern jeweils in die Höfe / Gärten. Auch hier besteht Optimierungsbedarf. Auf Grund der bestehenden Wohneinheiten erscheinen die geplanten Stellplatzmöglichkeiten als nicht ausreichend. Des Weiteren ist die Zuwegung zu den Gebäuden wenig überzeugend.
    Die hier vorgeschlagenen Spielplätze sind deplaziert, da diese sich hinter den Parkplätzen befinden.

    Wirtschaftlichkeit
    Das Konzept weist eine gute Wirtschaftlichkeit auf Grund der klaren und funktionalen Struktur auf. Verkehrsflächen, Grünflächen und Gebäude stehen in einem angemessenen Verhältnis zueinander. Die hier angedachte Regenwasserbewirtschaftung und die Begrünung der Dächer werden sich auch auf die Wirtschaftlichkeit auswirken.

    Gestaltung
    Die klare und funktionale Struktur ist zwar ansprechend, kann aber bei einheitlicher Gestaltung zu gleichmäßig wirken. Deshalb bedarf es bei Realisierung hier entsprechender Vorgaben. Die Höhenentwicklung ist aus gestalterischer Sicht als gut einzustufen.

    Ökologie
    Um das geplante Baugebiet wurden Grünstrukturen vorgesehen, die der Abschirmung dienen sollen. Größtenteils wird dieser Effekt erreicht. Auch das Verhältnis öffentlicher Grünflächen zu privaten Grünflächen scheint gut gewählt zu sein.
    Gesamt betrachtet, handelt es sich um ein klares städtebauliches Konzept, das räumliche Differenzierungen vermissen lässt.


INFO-BOX

Angelegt am 01.07.2014, 11:54
Zuletzt aktualisiert 07.07.2014, 11:52
Beitrags-ID 4-87186
Seitenaufrufe 176