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    TGA-Fachplaner
    Innius DÖ GmbH, Dresden (DE), Berlin (DE), Leipzig (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Translocal Architecture GmbH, Bern (CH), Dresden (DE)
    Landschaftsarchitekten: Station C23 - Büro für Architektur, Landschaftsarchitektur und Städtebau, Leipzig (DE)
    Tragwerksplaner: PfeiferINTERPLAN Bauberatung, Darmstadt (DE), Karlsruhe (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Gebäudekomplex ist als Großform aus Sporthalle und Institutsbauten konzipiert. Seine Setzung am südlichen Grundstücksrand wird positiv bewertet, die Maßstäblichkeit der Großform wird kontrovers diskutiert. Der 1. BA würde auch ohne die weiteren Bauabschnitte die beabsichtigte städtebauliche Wirkung entfalten. Der Festwiesen-Parkplatz wird geschickt von der Vorzone des Gebäudes abgetrennt, die allerdings im Detail zu kleinteilig gestaltet ist. Der Übergang zum Sportplatz ist gestalterisch überzeugend.

    Die typologische Eigenständigkeit der Lösung mit angehobener Sporthalle und darunter liegendem Foyer ist positiv hervorzuheben. Die damit verbundene Übergröße des Foyers wird jedoch als zu überdimensioniert für den Schulsport empfunden. Die Erschließung der Tribünen erfolgt überzeugend auf kurzen Wegen aus dem Foyer heraus. Zentrales Manko der Arbeit ist die Anordnung der Zuschauerränge: die Sichtkurve lässt aufgrund des vorgelagerten Erschließungsganges keinen Blick auf die Seitenauslinie des Handballfeldes zu und die stirnseitigen Tribünen sind zu weit weg vom Spielfeld. Die Institutsbauten funktionieren prinzipiell gut, wenn auch die Einblickmöglichkeit in die Sporthalle nicht gegeben ist. Die klare Abgrenzung der Institute untereinander ist nur bedingt gegeben.

    Die städtebauliche Großform wird folgerichtig mit einer einheitlich gestalteten Fassade umhüllt, wenn auch das Motiv des gelochten Trapezbleches etwas an Eigenständigkeit der Gestaltungsidee vermissen lässt. Die zurückhaltende Gestaltung des Innenraumes wirkt der Aufgabe angemessen und unterstützt die Wirkung der Halle als Arena für Leistungssport.

    Die Gebäudekonzeption bringt große Spannweiten des Dachtragwerks und eine deutliche Überhöhe des Hallenraumes mit sich. Die gewählte Lösung von Vierendeelträgern scheint unnötig aufwendig vor dem Hintergrund des Innenraumgestaltungskonzepts mit deutlich zurückgenommenem Erscheinungsbild des Dachtragwerks. Positiv ist die Ordnung des statischen Systems zu bewerten, die einen durchgängigen Lastabtrag möglich macht.

    Zwar liegt die Flächeneffizienz im unterdurchschnittlichen Bereich, dies ist jedoch in der deutlichen Überschreitung der Nutzfläche begründet. Der Bruttorauminhalt der Halle liegt über dem Durchschnitt, so dass in Verbindung mit der aufwendig erscheinenden Dachkonstruktion die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes kritisch beurteilt werden muss.

    Der Entwurf stellt aufgrund seiner typologischen Eigenständigkeit einen interessanten Lösungsansatz der Aufgabe dar, dessen zentrales Problem allerdings in den funktionalen Nachteilen der inneren Organisation zu sehen ist.


INFO-BOX

Angelegt am 02.07.2014, 10:03
Zuletzt aktualisiert 21.07.2014, 11:47
Beitrags-ID 4-87270
Seitenaufrufe 70

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