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  • ein 1. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    foundation 5+ architekten landschaftsarchitekten, Kassel (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: HHS Planer + Architekten AG HEGGER - HEGGER - SCHLEIFF, Kassel (DE)
    Energieplaner: EGS-plan Ingenieurgesellschaft für Energie-, Gebäude- und Solartechnik mbH, Stuttgart (DE)
    Modellbauer: modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE)

    Preisgeld
    55.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Ausgehend von der Struktur des Bahnkörpers wird das neue Institutsgebäude konsequent als langgestreckter 4- bis 5-geschossiger Riegel entlang der Ladestraße konzipiert.

    Der Zugang ist, der inneren Logik des Entwurfs folgend, an der Ladestraße positioniert.

    Der Eingangsbereich wirkt zu eng dimensioniert. Die ansteigende, mit Treppen versehene Ebene im Bereich des Zugangs ist sicherlich ein willkommenes Angebot für jegliche Kommunikation.

    Von außen jedoch „versperrt“ diese schräge Ebene den Blick in den Eingangsbereich und verhindert damit eine einladende Geste.

    Die Technika entwickeln sich als eingeschossiger Sockel auf der Nordseite des Grundstücks und verknüpfen auf geschickte Art die komplexen Anforderungen der unterschiedlichen Funktionsbereiche. An der Schnittstelle der Baukörper werden Cafeteria, Besprechungs- und Präsentationsflächen folgerichtig neben Haupteingang und Empfang angeordnet. Mit der Anordnung des Seminarbereichs und der Leitwarte an der östlichen Kopfseite des Baukörpers Richtung Innenstadt wird ein starker städtebaulicher Akzent gesetzt. Die Höhenlage der Leitwarte sollte überprüft werden.

    Die Büronutzung ist effizient und wirtschaftlich in einem Dreibund organisiert, wobei die Büros sich an den Außenseiten befinden und Erschließung, Neben- und Besprechungsräume in der Mittelzone angeordnet sind. Hier wäre es wünschenswert, wenn mehr Besprechungsräume Tageslichtkontakt hätten.

    Sowohl die eingeschossigen Technika als auch die Parkplätze werden über die neue Erschließungsstraße von Westen erschlossen. Die unterschiedlich hohen Hallen der Technika werden durch eine zum Teil überdachte Struktur geschickt gerahmt, so dass insgesamt eine ruhige und strukturierte Erscheinung in dem neu geschaffenen Grünbereich entsteht.

    Die vorgeschlagene Gebäudestruktur lässt sich mühelos linear nach Westen erweitern. Die Nutzung des 1. BA wird hierdurch unmaßgeblich beeinträchtigt.

    Die gleichzeitige Nutzung der Außenverkehrsflächen als Freiversuchsfläche bietet Konfliktpotenzial.

    Das effiziente Gebäude lässt sich – nach Anpassung des Raumprogramms - optimieren und verspricht insgesamt eine hohe Wirtschaftlichkeit.

    Die Gebäudekörper werden durch unterschiedliche Materialitäten voneinander abgesetzt. Im Kontrast zum glasfaserbetonverkleideten Technikasockel erhebt sich der Büroriegel in Alu-Glasoptik mit integrierten Photovoltaikelementen. Der Sonnenschutz ist leider unzureichend geklärt.

    Insgesamt bietet der Entwurf eine überzeugende Lösung für die gestellte Aufgabe. Hier können die Arbeitsprozesse und Aktivitäten der Forschungseinrichtung auf stimulierende Weise sichtbar gemacht werden.


INFO-BOX

Angelegt am 11.07.2014, 14:38
Zuletzt aktualisiert 21.01.2015, 12:44
Beitrags-ID 4-87870
Seitenaufrufe 77