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  • DE Leer
  • 10/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-4993)

Nördlicher Handelshafen


  • Anerkennung

    Lageplan

    Architekten
    Alten Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dipl. Ing. Dirk Alten, Architekt Mitarbeiter: Dipl. Ing. Sabine Rückert

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Harms Wulf Garten- und Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)

    Preisgeld
    4.250 EUR

    Erläuterungstext
    Stadt und Wasser
    Im Wettbewerbsgebiet werden Areale identifiziert, die vor dem Hintergrund eines übergeordneten Themas individuell entwickelt werden.
    Von übergeordneter Bedeutung ist dabei der wechselnde Bezug zu Wasser, gewachsener Stadt und Grün.

    Ernst- Reuter- Platz -
    ein städtischer Platz mit maritimen Einschlag
    Der Platz wird durch zusätzliche Bebauung an den Rändern geschlossen und zentriert. Die Stellplätze werden in eine Tiefgarage mit 75 Plätzen verlegt, die vom Kupenwarf aus erschlossen wird. Die Fussgängerbrücke wird baulich eingefasst, so dass der Weg aus der Stadt unmittelbar auf die Brücke führt und sich der Blick erst auf Höhe des Ufers deutlich weitet.
    Eine Stadtloggia in der Uferbebauung ist das Belvedere des Ernst-Reuter-Platzes mit grossartigen Ausblicken in den Handelhafen und auf das gegenüberliegende Ufer. Sie ist gleichzeitig Verweilort und Focus des umgestalteten Platzes.

    Die Promenade -
    Wechselspiel zwischen Stadt und Wasser
    Das verbindene Element aller Areale ist die Uferzone, die mit einer Promenade auf zwei Ebenen entwickelt wird:

    - die untere Uferpromenade, unmittelbar am Wasser, als
    Fortführung und Ergänzung der vorhandenen Uferwege.
    Sie ist als Holzsteg konzipiert und vermittelt zwischen
    Wasser und unmittelbar, knapp über dem Wasserspiegel
    angrenzender Bebauung.
    Sie verzahnt sich mit der Stadt vom Wasser ausgehend.

    - die obere städtische Promenade, auf Höhe der Stadt,
    definiert umgekehrt den Bezug der Stadt zum Wasser hin,
    durch eine Abfolge von individuellen Plätzen, gezielten
    Ausblicken, Verweilorten und Boulevards.

    Auf Höhe der Hafenbühne / Holzplateau der unteren Promenade verbinden sich die beiden Ebenen und leiten über in das Wegenetz des Inselgartens.

    Der Speicher
    Auf dem Weg vom Ernst-Reuter-Platz zum alten Speicher komplettieren einzelne, aus der umgebenden Bebauung abgeleitete Baukörper Uferkante und städtischen Raum entlang Kupenwarf und Ledastrasse. Der Speicher wird zum zentralen Gebäude eines Büro- und Dienstleistungs- komplexes und über eine Glashalle mit neuen Büroflächen ergänzt.

    Auf der gegenüberliegenden Strassenseite wird der Speicher von kleineren Eckbauten am Wasser gefasst. Zwischen ihnen entsteht auf Niveau der unteren Promenade ein kleiner Uferplatz, der über einen Zugang unter der Ledastrasse hindurch mit dem Speicher verbunden wird.

    Ostfrieslandhalle
    Vom Hafenkopf aus verbinden Wege durch den Inselgarten und ein Boulevard entlang der Nessestrasse die Stadt mit dem geplanten Veranstaltungsbereich um die Ostfrieslandhalle.
    Durch den Abbruch der Feuerwehr kann der Bereich vor der Ostfrieslandhalle für Verkehr und Erschliessung genutzt werden. Der Inselgarten mit seinem neu geschaffenen Bezug zum Wasser kann bis an die Halle herangeführt werden. Die Gestaltung des Vorbereichs der Ostfrieslandhalle greift die funktionalen Anforderungen für die Erschließung von Großveranstaltungen auf und stellt eine klare Gliederung von Fahr- und Fußgängerbereichen her. Eine unterbrochene Doppelreihe kleinkroniger Bäume betont die Ausrichtung der Erschließung. Als unversiegelte Platzflächen markieren deren Einzelabschnitte Aufenthaltsbereiche zum Verweilen. Für Fussgänger und Radfahrer ist die Ostfrieslandhalle optimal über die neue Brücke zum Ernst-Reuter-Platz und den Boulevard zum Hafenkopf und der Georgstrasse an die Innenstadt angebunden. Hier schliesst sich der Umgriff der Uferpromenade. Es ensteht ein geschlossener Ring der kurzen Wege und der die Stadt prägenden Elemente - Hafen, Industriedenkmäler und Grün.

    Der Hafenkopf
    Den Abschluss des nördlichen Handelshafen bildet ein Kopfbau, der im Wasser steht. Er bildet einen markanten Abschluss des Hafenbeckens und funktioniert gleichzeitig als Brücke mit exklusiven Wohngebäuden und möglichen Gastronomieflächen auf Brücken- und/oder Wasserniveau. Hinter dem Hafenkopf entsteht ein Hafenbecken mit Uferpromenade entlang der Georgstrasse, das diesem Verkehrsknoten eine prägende Gestalt mit Wasserbezug gibt. In dem Hafenbecken können die Bewohner des Kopfgebäudes ihre Boote ankern. Über Mastklappen in den Brücken ist der Hafen einfach anzusteuern.

    Inselgarten / Nessestrasse
    Die Nessestrasse wird in die Verlängerung der Industriestrasse verschoben, die Industriebahn wird umgelegt und verläuft parallel zur Nesseststrasse unmittelbar neben den Gewerbehallen. Bürogebäude östlich der Nessestrasse schirmen den Inselgarten von der Bahn und den Gewerbebetrieben ab. Zwischen die alten Bäume im ehemaligen Verlauf der Nessestrasse werden Stadtvillen mit ungehindertem Bezug in den Inselgarten platziert, der durch die Verlegung der Bahntrassen einen direkten Bezug zum Wasser erhält, so wie auch die Stadtvillen am Ufer jetzt durch einen direkten Bezug zum Park weiter aufgewertet werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.