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  • DE-88682 Salem
  • 07/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-166364)

Neue Mitte


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    w+p Landschaften, Berlin (DE), Offenburg (DE), Schiltach (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Hans-Jörg Wöhrle

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: schaudt architekten bda, Konstanz (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf gibt der räumlichen Ausbildung einer Ortsmitte einen hohen Stellenwert.
    Die großzügige Weiterführung des Platzes vor der Sparkasse zwischen zwei akzen-
    tuierten Gebäudezeilen mit allen öffentlichen Einrichtungen wird mit dem Aussichts-
    turm und Wasserspiel eröffnet und mit Sichtachsen zu den Teilorten baukörperlich
    gegliedert. Trotz des großen Flächenanspruchs der Neuen Mitte entsteht ein überzeugender erfassbarer Raum, der sich konsequent zum See öffnet.

    Die wöchentliche Marktnutzung kann unter installierten Schirmen erfolgen, die auch
    als Ruhe- oder Aktionsorte dienen können.

    Die Aufteilung der Flächen für Lebensmittel- und Drogeriemarkt ermöglicht maßstäb-
    lich verträgliche Baukörper, die mit schlanken Obergeschossen überbaut raumbil-
    dend wirken; die restlichen Flachdächer werden begrünt. Die beiden Bausteine der
    Märkte ergänzen geschickt die Bestandsbauten des Rettungszentrums zu einem
    städtebaulich überzeugenden Quartier. Der Zuschnitt der Nutzflächen der Märkte und
    deren Lage im Gesamtkonzept sind überzeugend; einige kleinformatige Geschäfte
    wären eine schöne Ergänzung.

    Die Zufahrt der zentralen Tiefgarage wird geschickt erschlossen und im Baukörper
    integriert. Diese Tiefgarage wird als 1. BA mit den Märkten erforderlich, die restlichen
    Bausteine docken mit eigenen Garagenflächen an. Einzelne oberirdische Parkplätze
    an der Schlossseeallee dienen dem Kurzparken.

    Die nördliche Ausgangsrampe der Tiefgarage zum Seeufer wird unterschiedlich dis-
    kutiert; einerseits ist der Weg ins Freibad kurz und ohne Fahrbelastung für das Zent-
    rum, andererseits können Badbesucher die Ortsmitte beleben; und die Rampe sollte
    eine Unterteilung des Badebereichs vermeiden.

    Das architektonische Konzept wird für unterschiedliche Bauträger gestalterisch offen
    gehalten und trotzdem kann man durch Ausformung der Baukörper und Dächer ei-
    nen einheitlichen Charakter erwarten.

    Das Wohnangebot ist entlang der Schlossseeallee sehr reduziert und liegt mit 44
    Wohneinheiten weit unter dem Durchschnitt. Unter Reduzierung der nördlich angren-
    zenden Freiflächen könnte das Wohnvolumen jedoch leicht erweitert werden.; dies ist
    vertretbar, da die Freiflächen mit ca. 44000 m² doppelt über dem Durchschnitt aller
    Entwürfe liegen.

    Der Entwurf bietet eine überzeugende Ortsmitte mit wichtigen Angeboten und funkti-
    onierender Nutzung sowie einen großzügigen parkartigen Freiraum in Ergänzung zu
    der Seenlandschaft.