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  • ein 4. Preis


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    Architekten
    rainer Heinz architektur + stadtplanung, Rosenheim (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Tobias Frauscher Landschaftsarchitektur, München (DE), Egenhofen (DE)
    Lichtplaner: Conceptlicht GmbH, Traunreut (DE)

    Erläuterungstext
    Der Hunnenplatz wird als einheitliche Platzfläche neu gestaltet. Die verkehrlichen Belange werden nur soweit es unbedingt notwendig ist, zart einbeschrieben. Auf trennende Kanten wird weitgehend verzichtet. Der neue ungerichtete Pflasterbelag (Verlegung in der Passe oder im römischen Verband) nimmt dabei die verschiedenen Richtungen auf, die an dieser Stelle durch die geschichtliche Entwicklung entstanden sind. Damit werden die vielfältigen Raumbezüge zusammengebunden, ein zentraler Platz entsteht.

    Der Schwanenplatz wird einerseits als Quartiersplatz aufgefasst, andererseits als Ankunftsort für Busreisende zur Museumslandschaft. Die erst durch den Abriss von mittelalterlichen Baublöcken entstandene Freifläche erinnert durch seine Gliederung an diesen historischen Kontext.

    An den ehemaligen Hof beim Kolpingshaus wird im Südosten durch das neue Ankunftsgebäude und die Großbäume erinnert. Dabei entsteht zur Kalmünzergasse einerseits ein räumlicher Abschluß, anderseits ein Anklang an die damalige Enge der Gasse.
    Das Empfangsgebäude selbst ist als transparenter Kubus gedacht, zur Belebung sowohl des Empfangs der Touristen, als auch des Quartiers wird hier eine Espressobar vorgeschlagen. Auch andere ergänzende öffentliche Nutzungen wären hier denkbar, z.B. Stadtinfo, Quartiersbüro etc. Im Nordteil des Platzes erinnert die einbeschriebene wassergebundene Fläche an den hier ehemals befindlichen mittelalterlichen Baublock. Die Bestandsbäume werden ergänzt.

    Vor der Minoritenkirche wird die Straße soweit nach Westen geschoben, dass wieder ein würdiger Eingang zur Kirche inszeniert werden kann. Über den multifunktionalen Platz werden die Achsen „Leere Beutel“ – Dom sowie Minoritenkirche – Museum verbunden.

    Die sichtbaren Mauerreste des Römerkastells werden von Möblierung freigestellt und als archäologische Spur zu den Ursprüngen von Regensburg hervorgehoben.

    Der Übergang der Kalmünzergasse im Norden zur Ostengasse wird durch eine Baumgruppe gefasst. Der durch den Verkehrsdurchbruch entstandene offene Platz wird ein Anwohnerplatz.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebauliches Gesamtkonzept + Freiraum
    Der großzügige Umgang mit den freien Flächen zwischen dem
    Eingang des Museums der Bayerischen Geschichte und der Nordost-
    Ecke der Römermauer wird sehr positiv gesehen. Insbesondere die
    Linienführung aus der Straße "Unter den Schwibbögen" ist sehr gut
    gesetzt in Beziehung zur Nachbildung der Eschergasse, die im
    Museum wieder aufgenommen wird. Die Bushaltestellen vor dem
    Museum weisen genügend Freiraum auf.....


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