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  • Teilnahme

    Perspektive Zwischenraum, © Rüthnick Architekten

    Architekten
    Rüthnick Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Elisabeth Rüthnick

    Mitarbeit
    Malte Looff

    Erläuterungstext
    Der Entwurf geht auf die städtebauliche Situation der Bestandsbauten ein und nutzt den umliegenden Wald als Rahmen für die zukünftigen Gebäude.
    Wie ein Band legt sich der Wettercampus in Ost-West-Richtung über das Gelände und bildet das Zentrum der Anlage. Das neue Gebäudeensemble gruppiert sich nördlich und südlich um den Campus. Durch die einheitliche Fassadengestaltung der Neubauten entsteht ein solitärhafter Charakter. Der historische Turm bleibt im Entwurf erhalten. Mit seiner Lage im Zentrum der Anlage wird seine historische Bedeutung für den Standort des Wetterdienstes gewürdigt.
    Zwischen den beiden neuen Baukörpern spannt sich ein Platz als Campus auf. Er ist repräsentativer Eingang des DWDs und sowohl ein Ort zum Verweilen für Mitarbeiter und Besucher wie auch eine Verbindung und Erschließung der einzelnen Baukörper. Alle öffentlichen Funktionen wie die Kantine, der Konferenzbereich, die Ausstellung, das Besucherfoyer mit Informationsmöglichkeiten und Einblick in das Rechenzentrum sowie das Schaumessfeld liegen an oder auf dem Campus.
    Das Hauptgebäude, nördlich des Wettercampus, verfügt über ein zentrales Foyer mit Anschluss zu dem Konferenzbereich und der Kantine. Im Hauptgebäude sind sämtliche Labore, Werkstätten und Büros untergebracht. Eine zentrale Anlieferung bedient alle Lager, Werkstätten und die Küche.
    Südliches des Campus liegt das Rechenzentrum. Als Baukörper mit besonderer Nutzung und höherer Sicherheitsstufe ist es von den anderen Funktionen abgerückt. Ein Besucherfoyer bietet die Möglichkeit zum Einblick in das Rechenzentrum.
    Im Turm liegen externe Büros wie auch ein Ausstellungsbereich im Erdgeschoss und eine Dachterrasse für Besucher und für Wetterbeobachtungen.

    Innerhalb der Fassadengestaltung wird die die Struktur des umliegenden Waldes mittels vertikalen Sonnenschutzelementen aufgegriffen: Je nach Öffnungswinkel der Elemente ergibt sich ein changierendes und sich änderndes Fassadenbild, dass Unregelmäßigkeit der Bäume und Baumstämme widerspiegelt.
    Der Sonnenschutz besteht aus drehbaren, geschosshohen Lamellen aus Faserzementplatten in einem natürlichen, erdfarbenen Beigeton. Die Platten erhalten eine regentropfenförmige Lochung. Über eine Aluminium-Unterkonstruktion lassen sich die Lamellen je nach Sonneneinstrahlung motorisch drehen.
    Die dahinter liegende, geschosshohe Verglasung sorgt für eine maximale natürliche Raumbelichtung.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.