loading
  • DE-32052 Herford
  • 05/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-158574)

Verbindungsachse MARTa - Innenstadt


  • Teilnahme


    Anzeige


    Landschaftsarchitekten
    JUCA architektur + landschaftsarchitektur, Berlin (DE)

    Verfasser
    Carolin Fickinger , Judith Brücker

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Karoline Liedtke, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    in Zusammenarbeit mit Carolin Jörg, Künstlerin Stuttgart

    In der Anbindung des MARTa an die Herforder Innenstadt wird eine alte Wegeverbindung animiert und wieder deutlicher herausgestellt:
    Die Verbindungsachse wird durch die Neugestaltung als eigenes Element herausgearbeitet, das sich in seiner Gestaltung auf das Design des MARTa bezieht, und durch die Verbindung mit kreuzenden Freiraumsystemen auf den städtebaulichen Kontext eingeht. Es entsteht eine Abfolge kleiner Plätze die durch zurückhaltende Maßnahmen in den verbindenden Straßen untereinander verknüpft werden.Durch die einheitliche Gestaltung der Verbindung wird sie zum prägenden Element für die angrenzenden Gebiete und hilft Besuchern sich leicht zu orientieren. Subtil werden historische Bezüge und wichtige Knotenpunkte herausgearbeitet.Die Achse bildet ein Netzwerk mit angrenzenden und kreuzenden Platz-, Park-, und Wegstrukturen:
    An besonderen Schnittpunkten entstehen neue Plätze, Orte die Aufenthalts- und Ausstellungsfläche sind.

    Konzept / Hybrid
    Die Zusammenführung zweier Elemente unterschiedlicher Herkunft zu einer neuen Zwischenform wird in Bezug zu dem Ort Herford und seiner Geschichte thematisiert. In der Kooperation des reichsfreien und papstunmittelbaren Stifts und der starken Stadt, in den Zusammenflüssen von Werre und Aa und in der Neugestaltung der Verbindungsachse MARTa und Innenstadt, spiegeln sich diese zwei Ausgangskomponenten.
    Auf der Achse verbinden sich alte und neue Elemente der Stadt und gehen eine Symbiose ein, wie sie bereits in der Gestalt des MARTa, die Verschmelzung des 50er Jahre Industriebaus mit der zeitgenössischen Architektur Frank O. Gehrys, begonnen wurde. Beide Komponenten sind in ihrem baulichen Prozess nachvollziehbar, vermischen sich jedoch zu einem neuen Ganzen, welches in seiner hybriden Form dank der einzelnen Elemente eine neue Qualität besitzt.
    Eine Weiterführung findet dieser Ansatz in der Neugestaltung der Plätze (in Aufenthalts-und Ausstellungsorte), in der städtebaulichen Möblierung (die Verbindung von Innen- und Außenraum) und den genutzten Materialien (Klinker und Beton).

    Achse
    Zur Anbindung des MARTa an die Innenstadt werden neue Gestaltungselmente eigeführt, die z.T. aus bestehenden bzw. historischen Strukturen abgeleitet werden.
    Ein Band aus rötlich gefärbten Betonplatten begleitet die Wegeverbindung, das Format der Steine ist länglich und leitet sich aus dem Format der Klinkersteine im Bereich des MARTa ab, die rötliche Färbung wird über den Zuschlag von gemahlenem Ziegel erreicht.
    Als Reminiszenz an die früher die Verbindung prägenden Villen mit ihren Vorgärten und kunstvollen Einfriedungen, werden „historische Spuren“ sichtbar gemacht und wegbegleitend etwa 40cm hohe Mauern vorgeschlagen. Ihre Ausführung aus Klinker bindet an die Gestaltung des MARTa an und gibt der Verbindung ein weiteres prägendes zusammenhängendes Element.In Form einer Gestaltsatzung könnten die Anwohner dazu animiert werden, ihre bestehenden Einfriedungen nach und nach durch das neue Mauerelement zu ersetzen.
    Im Bereich der Brücken sind die Mauern höher ausgebildet und mit einfachen Stabgeländern kombiniert.
    Weiteres charakteristisches Element ist die Möblierung. Sie ist als künstlerische Intervention gedacht.Die Möbel sind im Bereich der Platzaufweitungen ähnlich wie Skulpturen im Park frei arrangiert. Das neu eingeführte rötlich gefärbte Betonfertigteil geht eine Symbiose ein mit außenraumtauglichen Adaptionen von Küchenstuhl und – bank.
    Wichtige Knotenpunkte werden im Verlauf der Achse herausgestellt und markieren die Kreuzungsstellen mit den angrenzenden Raumabfolgen (Wilhelmsplatz-Lübbertorwall, Wallanlagen, Park westlich des Telekomgebäudes) wobei die Intensität der „neuen“ Elemente nach Süden, in Richtung Innenstadt abnimmt.
    Im Übergang zwischen Stephansplatz und dem Münsterkirch-/ Rathausplatz kommt es zu einer „Verschmelzung“: der Belag aus Natursteinpflaster auf Innenstadtseite wird im Bereich der Gehwege an Post und Volksbank aufgenommen, während auf der Innenstadtseite das Mobiliar der Achse auftaucht und den Besucher weiter Richtung Innenstadt leitet.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 09.09.2014, 14:53
Zuletzt aktualisiert 09.09.2014, 14:58
Beitrags-ID 4-90672
Seitenaufrufe 60

Anzeige







Anzeige