loading
  • DE-31137 Hildesheim
  • 09/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-163025)

Mackensen-Kaserne


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Elena Tzoulakis

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    20.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Leitidee des Entwurfs, über ein von Norden nach Süden gespanntes Freiraumband als grüne Mitte des Quartiers ein „Landschaftsfenster“ zum Galgenberg zu schaffen, überzeugt. Dieser Freiraum ist das prägende identitätsstiftende Element in dem neuen Wohnquartier, das nicht von Verkehrsstraßen durchschnitten wird. Der Quartiersplatz liegt richtig am Nordende der grünen Mitte und an der neuen Wegebeziehung zum Ost-Viertel. Das historische Wasserwerk im Süden wird – perspektivisch – als wichtiger Ort am Ende der Freiraumachse angemessen inszeniert. Der 7-geschossige Kubus am Entréeplatz Senator- Braun-Allee dagegen wirkt zu hoch und zu massiv, auch wenn der Entwurfsgedanke, den Zugang zum Quartier hier baulich zu akzentuieren, nachvollziehbar ist.

    Die Vielfältigkeit der Baufelder und der unterschiedlichen Wohnhöfe zeigen ein Bild davon, wie am Stadtrand urban gewohnt werden kann. Teilweise erscheinen die Höfe jedoch zu eng und die Grundstücke zu klein. Ob die zahlreichen Stadthaustypologien dem Standort und der Nachfrage in Hildesheim entsprechen wird hinterfragt. Die kleinen Nachbarschaftsplätze im Inneren der Höfe eignen sich gut für kommunikatives Wohnen – mit und ohne Kinder. Die gut durchgearbeiteten beispielhaften Grundrisse zeigen ein gestaltetes und nutzbares Wohnumfeld mit differenzierten Außenräumen und sinnvollen Verortungen der notwendigen Zufahrten zu den Tiefgaragen – trotz der Flächensparsamkeit.

    Der „Gewerbeboulevard“ im Osten bildet eine zweite anspruchsvolle Adresse. Die historischen Gebäude werden baulich geschickt integriert. Das Erschließungssystem ist funktionstüchtig, allerdings sind notwendige Wendemöglichkeiten an den Stichen nicht dargestellt. Ob das beschriebene Entwässerungsprinzip über Retentionsflächen in den Grünbereichen und Mulden entlang der Bahn, und auch in der grünen Mitte, die eigentlich „bespielbar“ sein sollte, funktioniert, bleibt technisch zu überprüfen.

    Die bauliche Dichte des Konzeptes liegt leicht über dem Durchschnitt.Trotz einzelner Kritikpunkte liefert der Beitrag einen ausgesprochenen qualitätsvollen Entwurf, mit einer robusten Grundstruktur und einem starken unverwechselbaren und Image prägenden Freiraumelement.