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  • 2. Preis

    Lageplan (Originalmaßstab 1.500), Blick Avenue Grand-Duchesse Charlotte Richtung Place Kinnen

    Architekten
    WW+ architektur + management, Esch-sur-Alzette - Luxembourg (LU), Trier (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Jörg Weber, Jean-Luc Wagner

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: wich architekten, München (DE)

    Erläuterungstext


    In der Mitte – (Re)-Vitalisierung des Stadtzentrums von Dudelange

    ’.... von einem ’Platz’ zum anderen flanieren und würde in jedem Zwischenraum ein anderes Bild entdecken ....’

    Die Stadtmitte ist seit jeher der Ort der Kommunikation und des öffentlichen Lebens. Belebte Strassen und Plätze sind die Indikatoren eines intakten, geschäftigen und vitalen städtischen Treibens. Aufenthalt, Kontaktaufnahme und nicht zuletzt Konsum sind hierzu die wesentlichen Voraussetzungen.
    Aus diesem Grund stellt sich die Frage, welche Faktoren begünstigend für eine derartige Entwicklung sind, und wie diese im Rahmen der Gestaltung und Entwicklung des Stadtzentrums von Dudelange planerisch umgesetzt werden können. Wesentlich erscheint uns in diesem Zusammenhang zunächst die Analyse der Ausgangssituation.
    Das Stadtgefüge zeigt eine klare Zentrumsbildung. Ausgehend von der Avenue Grand-Duchesse Charlotte beziehungsweise der rue de la Libération sind an den beiden Hauptplätzen, dem Place de l’Hotel de Ville und dem Platzraum an der Kirche St. Martin, alle infrastrukturellen Einrichtungen wie Rathaus, Post, Kirche situiert. In Kombination mit den beiden Einkaufsstrassen zeichnet sich somit eine städtebaulich klar strukturierte Stadtmitte aus Strassen- und Platzräumen ab.
    Diese wird jedoch einerseits durch die verkehrliche Überbelastung, andererseits durch die hiervon ausgehende Inbesitznahme des öffentlichen Raumes durch verkehrstechnische Bauwerke nicht als solche erfahrbar.
    Hiervon ausgehend schlagen wir eine Reanimation des öffentlichen Raumes vor. Der Wiener Architekt Boris Podrecca spricht in diesem Zusammenhang von Purifikation oder dem ’Purifizieren des öffentlichen Raumes...., eine Reinigung in seinem Konstrukt und seiner Form’. (Boris Podrecca, Offene Räume, Springer Wien/New York 2004)
    Demnach geht es in erster Linie um die Entdeckung, Stärkung und Wiederbelebung ortspezifischer Merkmale und Strukturen, die dem Stadtraum seinen eigenen Flair zurückgeben. Ziel unseres Gestaltungsvorschlages ist es, einen zeitgemäßen Impuls zur Optimierung und Belebung des innerstädtischen Lebens mit Mitteln der Architektur zu geben. Die Transformation des Stadtraumes soll hierbei eine spezifische und starke Gestaltungssprache formulieren, die es ermöglicht, die unterschiedlichen baulichen wie städtebaulichen Entwicklungen zu homogenisieren, deren Besonderheiten jedoch zu charakterisieren. Besonderheiten verliehen von je her den Stadträumen ihre Einzigartigkeit, ihre Atmosphären und ihre Erinnerungen

    ...es war doch dieses Rosenfeld, in dem wir uns Gestern begegneten..’.
    (Francis Soler, Architekt, in Architekturgeschichten, Ernst+Sohn1995)


    Strassenlinie und Platzfläche
    Klare Anfangs- und Endpunkte, die ’Kunst-Licht-Tore’, definieren den Hauptgeschäftsbereich, die Einkaufsstrassen der Avenue Grand-Duchesse Charlotte und der rue de la Libération. Gleichsam einem Rückgrat durchziehen sie einem sanften Bogen folgend die Stadtmitte von Nord nach Süd. Daran angelagert und somit in direkter räumlicher Verbindung die beiden bedeutsamsten Plätze der Stadt, der Place de l’Hotel de Ville und der Platzraum an der Kirche St. Martin. Strassenlinie und Platzfläche definieren die ’neue’ Stadtmitte von Dudelange. Von ihr ausgehend verlaufen feine Strassen- und Wegeadern in Ost-West-Richtung. Sie schliessen die Stadtmitte an den erweiterten Stadtkern an, sie verbinden den Park Emile Mayrisch mit der von der rue Jean Wolter bis zur rue de la Libération verlaufenden Linie ’Kunst-Stadt-Bach’.

    Strassenlinie der Avenue Grand-Duchesse Charlotte und der rue de la Libération
    Der derzeitige Strassenquerschnitt entspricht nicht dem einer typischen Einkaufsstrasse, weshalb wir eine Veränderung hinsichtlich der Dimensionierung der einzelnen Bereiche und der Hierarchisierung vorschlagen. Verbindendes Grundelement ist hierbei ein von Nord nach Süd geführter barrierefreier Stadtboden. Die derzeit sehr schmalen Gebäudevorzonen werden erweitert, so dass grössere Flächen für die Warenpräsentation und Aussengastronomie entstehen können. Die Verkehrsbereiche werden auf das notwendige Mindestmaß von ca. 5,5m einschl. Kurzzeitparkierung reduziert. Der zum Teil sehr enge Strassenraum wird frei von zusätzlichen Möblierungselementen gehalten, weshalb die Beleuchtung mittels Abhängung vorgeschlagen wird. Die Belagstrennung für ausschließliche Fußgängerbereiche und Mischflächen ist so angelegt, dass optisch der Eindruck einer Fußgängerzone erzeugt wird. Das heißt, dass nach einer möglichen Entscheidung der Gemeindeverwaltung auch eine PKW-freie Fußgängerzone angestrebt werden kann, ohne dass der visuelle Eindruck durch die vormalige Nutzung beeinträchtigt ist.
    Angestrebt wird eine gemütliche Geschäftsstrasse die durch einen verträglichen Grünanteil (mobile Pflanztröge) dem menschlichen und kleinstädtischen Maßstab Rechnung trägt.

    Platzraum an der Kirche St. Martin
    Ziel ist es, die vorgefundene Ausgangssituation der dreigliedrigen Platzanlage beizubehalten und in ihre Eindeutigkeit und Ablesbarkeit zu stärken.
    Entstehen wird ein Platz mit drei Atmosphären.
    ’Die grosse Treppe’ rückt die Kirche in den Mittelpunkt, stärkt zugleich den räumlichen Abschluss der
    Avenue Grand-Duchesse Charlotte und ist Endpunkt und Auftakt des Park Emile Mayrisch. Vielfältig bespielbar wird sie zur Attraktion der Sommerabende, sei es als zusätzliche Sitzfläche der Aussengastronomie oder Tribüne für städtische Ereignisse.
    ‚Das Spiel des Wassers’ prägt den derzeitigen Place Kinnen, schafft den kleinräumigen Abschluss zur rue Lentz und ist die große Attraktion für die umgebende Gastronomie. Analog dem städtischen Treiben ist das Wasserspiel an bestimmten Tageszeiten ruhig und bedächtig (z.B. Wolke aus Wasserdampf), an anderen geschäftig und bewegt (z.B. Fontänen).
    ‚Das grüne Dach’ besetzt die östliche Platzhälfte. Als kompaktes grünes Volumen steht es im Kontrast zur steinernen Stadt. Es integriert die bestehenden schönen Linden und ergänzt diese zu einem Hain. Das Spiel von Licht und Schatten verändert die Textur des Stadtbodens, die Vegetation lässt das Spiel der Jahreszeiten spürbar werden.

    Materialität, Texturen und Farbe
    Unsere Gestaltung sieht für die Oberflächen der Stadtmitte einen in Verlegeart und Materialwahl einheitlichen, homogenen Bodenbelag vor. Die Entwurfsidee sucht eine Art 'Teppich' zu weben der einen ruhigen Gesamteindruck erzeugt und den neuen Stadtboden selbstverständlich in das Stadtgefüge einbindet. Bewusst eingesetzte Detailausbildungen und Ausstattungen verleihen den Stadträumen ihre Besonderheiten im ’Fluss des Ganzen’.
    Die Farbigkeit der Steinoberflächen orientiert sich an den prägenden Farben der Stadt, dem Beige des Luxemburger Sandsteins. Demnach wird Großpflaster - in Reihen verlegt - als Mischung verschiedener gelb-grau bis grau-braun Farbabstufungen verwendet. Die Oberfläche ist entsprechend der Nutzung gesägt. Durch Nachspitzen des ‚künstlichen’ Sägeschnittes wird der Oberfläche ihre Natürlichkeit zurückgegeben. Hierdurch entsteht ein reizvolles Licht- und Schattenspiel, ähnlich dem von Pflastersteinen mit bruchrauher Oberfläche, jedoch ohne die Ebenflächigkeit und somit Begehbarkeit einzuschränken. In den Seitenstrassen werden für die Gebäudevorzonen kleinere Steinformate der vorgenannten Materialität verwendet, die Strassenbereiche erhalten veredelten Farbasphalt (denkbar ist hierbei die Beimengung von Eisenpartikeln in unterschiedlichen Massenanteilen).
    Sämtliche Einbauten (Bänke, Leuchten, Warenpräsentationen, Entwässerungselemente, Markisenkonstruktionen) erhalten Bronzeoberflächen in unterschiedlichen Wahrnehmungsintensitäten.
    Sandgestrahltes Glas für die Beleuchtungselemente wird als ergänzendes und zurücktretendes Material eingesetzt. Wenig Substantielles und Wahrnehmbares ist notwendig, um den Charakter des Stadtraumes zu bewahren.

    'Markenzeichen' Zentrum Dudelange
    Neben der ordnenden Neugestaltung des Stadtzentrums muss es ein zentrales Thema sein, die erstellten neuen Qualitätsmerkmale auch nachhaltig bekannt zu machen, zu erhalten und zu erweitern. Der Erlebnisraum Fußgängerzone/Einkaufsstraße wird als eine besondere innerstädtische 'Region' herausgehoben. Die ehemaligen traditionellen Qualitäten, die Exklusivität dieses Bereiches, die zentrale Achse, werden aktiviert und mit einem Erkennungszeichen besetzt, dem Qualitätsmerkmal und Markenzeichen 'Zentrum Dudelange'. Dieses Merkmal wird Signet und Symbol für einen unverwechselbaren und besonderen Bereich. Was bei großen Unternehmen wesentlicher Bestandteil der Firmenphilosophie ist- die Entwicklung eines Corporate Idendity- soll hier für den zentralen Bereich Dudelange vorgeschlagen werden. Bis hin zum sogenannten Corporate Culture, also der Unternehmensidentität und -kultur, der Mitarbeit am Unternehmenserfolg als integrative Möglichkeit des Gestaltungsprozesses.
    Das 'Markenzeichen' wird als visuell wirksames Zeichen an den Hauptzugängen im Süden und Norden positioniert.

    Das „Walker-Priority-Concept“
    Die Attraktivität der Avenue Grand-Duchesse Charlotte, als Hauptgeschäftsstrasse und Zentrum des urbanen Lebens sowie der angrenzenden Plätze als Räume der Begegnung, leidet einerseits und lebt andererseits vom motorisierten Individual-Verkehr. Dadurch, dass das Stadtzentrum ausschließlich aus dieser Hauptachse und der angrenzenden Plätze besteht, wäre die Entscheidung diesen Bereich von jeglichem Verkehr freizuhalten, die falsche. Es reicht im Grunde, die Hierarchie zwischen motorisiertem und nicht motorisiertem Verkehr zu wandeln und den Fußgänger und Fahrradfahrer gegenüber den Kraftfahrzeugen zu priorisieren – das „Walker-Priority-Concept“.
    Zwei Bereiche sind vorrangig mit dem „WPC“ zu belegen. In erster Linie die Avenue Grand-Duchesse Charlotte ab der Kreuzung mit der rue Dominique Lang, weiterführend am Rathausplatz vorbei, die rue de la Libération bis zur Kreuzung mit der rue du Commerce und der Kirchenvorplatz.
    In der Hauptgeschäftsstrasse wird der Schwerlastverkehr auf bestimmte Lieferzeiten reduziert und die erlaubte Geschwindigkeit auf 20 km/h beschränkt. Es wird das Prinzip einer weichen Separation zwischen Fußweg, Fahrbahn und Parkraum angestrebt. Das Stationieren wird gegen höhere Parkgebühren erlaubt sein.
    Der Kirchenvorplatz wird vom motorisierten Verkehr entlastet, bis auf die City-Bus Querung, um hier einen Ort der Zentralität mit einer hohen Aufenthaltsqualität zu schaffen.

    Kurze Wege zum Parkraum
    Durch das Zulassen von Gegenverkehr in der rue du Commerce, Richtung rue de la Libération bietet sich auf kurzem Weg Parkraum an. Die Parkplätze an der rue du Commerce und weiterführend die Parkplätze am und um den Platz Fohrmann liegen unmittelbar am Stadtzentrum. Gleichermaßen wird der Zielverkehr des Stadtzentrums von Norden her kommend, über die rue de l’Etang oder die rue Gaffelt und die rue Karl Marx zum Platz Fohrmann geführt. Diese Maßnahmen defavorisieren den Parksuchverkehr in der Avenue Grand-Duchesse Charlotte. Längerfristig würde eine Tiefgarage, integriert in das Immobilienprojekt am heutigen Monopolgebäude, ein optimales Parkraumangebot am Eingang zum Geschäftszentrums darstellen.

    Durchgangsverkehr umfährt das Stadtzentrum
    Die regionalen Verbindungen welche heute als Durchgangsverkehr das Stadtzentrum belasten, werden ebenfalls, wie der Parkraumsuchende, um die Hauptgeschäftsachse herumgeführt. In einer ersten Phase sind nur Richtungswechsel und geringfügige Veränderungen von Knotenpunkten notwendig. Längerfristig sollte an eine barrierefreie Bahnüberquerung gedacht werden. Der ideale Bereich ist bereits heute mit der Fußgängerbrücke an der rue Schnauzelach – route de Thionville vorgegeben. Die geringe Bebauung und der bestehende Schlackendamm sind von großem Vorteil bei der Errichtung des Bauwerks. Eine urbane Integration wird an dieser Stelle noch möglich sein. Der Anschluss an eine Strasse mit ausreichendem Querschnitt, die rue Tattenberg, ist ebenfalls gegeben. Das Viertel „Italie“ mit den engen Strassen und Gassen würde nicht berührt werden. Diese Verkehrsbeziehung würde ebenfalls die Konversionsfläche Laminoir de Dudelange optimal erschließen, ohne das Stadtzentrum weiter zu belasten.

    Flexible und pragmatische Umsetzung des Verkehrskonzeptes.
    Das vorgeschlagene Verkehrskonzept beinhaltet nur Richtungs- und Gewichtungsänderungen der aktuellen Verkehrsführung. Es werden keine aufwendigen baulichen Maßnahmen wie Querschnittsaufweitungen und dergleichen notwendig. Aus diesem Grund plädieren wir für eine pragmatische Herangehensweise bei der Umsetzung des vorgeschlagenen Verkehrskonzeptes anhand von einfach zu organisierenden, temporären Testphasen und deren Auswertung. Gemeindeverantwortliche, Einwohner und Geschäftsleute könnten im 1:1-Modell Schwächen ausmerzen und Stärken hervorheben.

    Die richtige Dosierung ist gefragt – das Instrument muss flexibel sein

    Die Wirtschaftlichkeit eines Entwurfes spiegelt sich nicht nur in der zu tätigenden Gesamtinvestition wider, sondern in seiner Anpassungsfähigkeit ohne die Stärke der Grundidee und der Philosophie zu verlieren. Wirtschaftlichkeit heißt auch, die Fähigkeit zu besitzen, sich an den Investitionsrhythmus der Kommunen anzupassen ohne die Leitidee zu verwässern, die Realisierbarkeit des Projektes in mehreren Bauabschnitten.
    Darüber hinaus erkennt man die Wirtschaftlichkeit eines Projektes in der Langlebigkeit der gewählten Materialien und in ihrer einfachen Unterhaltung, die letztendlich eine Entlastung für die Kommune bedeutet.
    Wirtschaftlichkeit bedeutet maximale Wirkung zum bestmöglichen Preis, d.h. in weniger ausdrucksstarken Bereichen einsparen und wichtige Bereiche durch Mehrinvestitionen hervorheben, heisst deren Wichtigkeit durch eine höhere Wertigkeit betonen.
    Wirtschaftlichkeit bedeutet Return on Invest. Ein einheitliches, geordnetes und klar lesbares Bild einer Stadt und gute Verkehrsbeziehungen für alle Teilnehmer ziehen die Menschen an und fördern somit das Wirtschaftswachstum einer Stadt.

    Kunstlichtkonzeption.
    Die Innenstadt von Dudelange soll wieder mehr an Anziehungskraft gewinnen. Ein essentieller Baustein um dieses Ziel zu erreichen ist – neben Anderen - eine attraktive Beleuchtung.
    Die Lichtgestaltung folgt dem Duktus des Gesamtentwurfsprinzips. Demnach wird zwischen drei stadträumlichen und beleuchtungstechnisch zu arrangierenden Situationen unterschieden, den Platzbereichen am Rathaus und an der Kirche, der Haupt- und Geschäftsachse – Avenue Grand Durchesse-Charlotte rue de la Libération sowie den übrigen Strassen und Gassen.
    Von zentraler Wichtigkeit sind die Platzbereiche (Rathausplatz und Platz an der Kirche). Diesen Zonen wird die höchste Leuchtdichte (Helligkeit) zugeordnet. Zudem werden wichtige Gebäudefassaden (z.B. Rathaus, Kirche etc.) optisch hervorgehoben und in der Lichtfarbe differenziert. Platzbegleitende Fassaden werden ebenfalls illuminiert, jedoch mit reduzierter Intensität.

    Beleuchtungskörper und leuchtende Körper
    Die Haupt- und Geschäftsachse - Avenue Grand-Durchesse Charlotte und rue de la Libération - wird mit einer verhältnismäßig abgestuften Helligkeit den Plätzen angegliedert. Eine Lichtstele markiert den Eingang jeweils am Straßenanfang und ermöglicht die Nah- und Fernwirkung. Eine punktförmige Beleuchtungslinie als Hängeleuchte führt den Weg optisch von beiden Seiten in die Innenstadt.
    Die Fassadenbeleuchtung erfolgt zusätzlich durch Aufbauleuchten, welche unterhalb der Traufkante montiert werden, wobei durch diese eine gleichmäßige Beleuchtung der Fassadenflächen erfolgt. Die beschriebene Grundbeleuchtung wird bedarfsweise durch eine Zonierungsbeleuchtung ergänzt. Diese Lichtkomponente wird durch entblendete und leistungsstarke Lichtwerfer im Bereich der Traufkanten realisiert, die einjustierbar auf Brunnen, Bänke etc. ausgerichtet werden können. Bedarfsweise wird die Grundausleuchtung durch Baum- und Bankbeleuchtungen ergänzt. Diese Lichtkomponenten werden durch entblendete Einbauwerfersysteme realisiert.

    Hell und Dunkel.
    Um die Nutzungszonen und deren straßenräumliche Wichtigkeit zu akzentuieren, ist es sinnvoll, eine Leuchtdichtehierarchie vorzugeben. Eine Grundbeleuchtung der Horizontalflächen (Stadtboden) ist wie auch die Fassadenbeleuchtung Bestandteil dieser Abstufungen, wobei die größte Helligkeit den neu gestalteten Plätzen zugeordnet ist. Den abgehenden Nebenstraßen Richtung Bahnhof wird die niedrigste aber ausreichende Leuchtdichte zugeordnet. Diese Leuchtdichteabstufungen führen zur stabilen Raumwahrnehmung.
    Die Lichtsysteme werden mit einer hochwertigen Entblendung ausgerüstet, generell wird die Farbwiedergabestufe 1/ sehr gut eingesetzt.
    Eine hohe Lichtausbeute gepaart mit hohen Leuchtenwirkungsgraden ermöglicht eine wirtschaftliche Beleuchtung. Zeitabhängige Milieuschaltungen führen dazu, dass in den Abend- und Nachtstunden die Beleuchtung in Stufen reduziert wird (Erscheinungsbild, Wirtschaftlichkeit), dabei aber die objektive und subjektive Sicherheitsanforderungen erhalten bleiben.




    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.