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  • DE-83059 Kolbermoor
  • 09/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-182895)

Nördlich des Werkskanals


  • 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: wich architekten, München (DE)

    Preisgeld
    7.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das neue Quartier wird in überzeugender Weise in drei Baufelder gegliedert. Es entsteht eine ruhige, robuste Grundstruktur, die eine variantenreiche Bebauung in mehreren Bauabschnitten erlaubt. Die Höhenstaffelung von den 4-5-geschossigen Bauten an der Conradtystrasse hin zu den 2-geschossigen Bauten an der Wasserpromenade überzeugt. Die Haustiefen (16 Meter bei Nord-Süd-Ausrichtung!) der 5-geschossigen Geschosswohnungsbauten führen zu problematischen Grundrissen.

    Die Abfolge von Erschließungs- und Gartenräumen erzeugt attraktive Stadträume zwischen den Wohnbauten und private gut nutzbare Gartenräume im inneren. Die Einfamilienhäuser mit Ostgärten sind schwer zu vermarkten.
    Die Situierung des Kindergartens - der auch Quartiere jenseits des neuen versorgt - am Westende des Quartiers wird kritisch gesehen. Die Lage der Mischfläche am Ostende ist gut, dessen Erschließung überschneidet sich mit der benachbarten Wohnnutzung ungünstig. Der Gebäudeschnitt der Gewerbebauten überzeugt nicht: die Grundrisse der Wohnflügel sind zu tief und schlecht belichtet.

    Schallschutz: Generell ist die Nord-Süd-Ausrichtung der Reihenhäuser eher ungünstig zu bewerten, da dadurch „Schneisen“ entstehen durch die der Lärm von der Bahnstrecke in das Gebiet eindringt. Allerdings ist durch die Innenhofsituation bei der vorliegenden Planung dennoch eine relativ ruhige Hausseite gegeben.

    Der öffentliche Grünraum entlang des Kanals fällt breit aus. Er könnte ggf. zu Gunsten einer Auflockerung der Bebauung schmäler werden und den planungsrechtlichen Vorgaben somit näher kommen. Der Grünraum ist in vorbildlicher Weise mit den angrenzenden innenliegenden Grünfingern vernetzt, stellt ausreichend Retentionsflächen zur Verfügung und bindet gut an den Spinnereipark an. Die vorhandene Verknüpfung nach Norden über das Bahngleis besteht bereits an anderer Stelle und kann nicht verschoben werden.
    Das Erschließungsnetz ist sehr klar, die Zufahrten zu den Tiefgaragen direkt von der Conradtystrasse aus sind vorteilhaft.

    Die Kennwerte bzgl. Dichte und Größe der Erschließungsflächen liegen im durchschnittlichen Bereich. Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit wäre es wünschenswert, die Baumassen in eine größere Anzahl von Teilabschnitten zu untergliedern.


INFO-BOX

Angelegt am 03.11.2014, 13:10
Zuletzt aktualisiert 06.11.2014, 17:33
Beitrags-ID 4-93948
Seitenaufrufe 102