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  • DE-74523 Schwäbisch Hall
  • 10/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-174055)

Wohngebiet “Sonnenrain“ und Landschaftspark


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    35.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Landschaftspark orientiert sich schlüssig in Ostwest-Richtung. Die landschaftliche Nutzung wird weitgehend erhalten und in homöopathischer Dosis durch Baumreihen und Gehölze entlang der Feldwege strukturiert. Die Gehölze am Badersklingenbach (Hasbach) und am Vogelgraben bleiben erhalten. Randlich wird der Park ausgewogen optisch gerahmt durch Gehölze und gärtnerisch genutzte Flächen. Die nördliche Siedlungserweiterung fügt sich gut in den Park ein. Die Erholungsnutzung des Tafelberges wird nicht weiter ausdifferenziert. Das Potential ist hier wie auch im Park nicht ausgeschöpft. Die Verbindungsspange Nord verläuft mittig durch den Park. Dies erscheint schlüssig im Gesamtkonzept, führt aber zur Verlärmung des Erholungsraumes. Konsequenter wäre eine stärkere Verschwenkung Richtung Osten und ein abgekröpfter und untergeordneter Anschluss der Tüngentaler Straße.

    Insgesamt entwickelt der Planerfasser für den Landschaftspark eine solide, umsetzbare und wirtschaftliche Lösung, die den landwirtschaftlichen Belangen und der Naherholung gleichermaßen Rechnung trägt.

    Die achsiale Ausrichtung der städtebaulichen Grundidee auf die Bezugspunkte „Kreisverkehr“ und „ Anknüpfung Solpark“ stellt einen hervorragenden Lösungsansatz dar. Der Kreisverkehr erhält die wohltuende Rolle eines echten Stadtauftaktes „Hessental“. Das übrige Gebiet erhält somit eine attraktive Bezugsfläche, der Auftaktbereich (außerhalb des Realisierungsgebietes) in Form eines Biotops ist angemessen proportioniert, leider sind die Ränder dieser Bezugsfläche unterentwickelt und unterscheiden sich nicht von den sonstigen Strukturen.

    Die Vernetzung zum Umfeld wird als sehr gelungen bewertet. Dies betrifft sowohl die Verbindung zum Ortskern Hessental als auch die wichtige Hinführung zum Sport- und Schulzentrum sowie dem benachbarten Wohngebiet im Bereich Solpark. Der Verkehrsanschluss an die Bühlertalstraße liegt richtig und bietet in der vorgeschlagenen Verlängerung nach Süden in Richtung Ortskern eine ausgezeichnete Vernetzung zur bestehenden Ortslage. Die innere Erschließung ist angemessen, übersichtlich und komfortabel. Die Quartiere sind richtig durchmischt, die Bauabschnitte gut umsetzbar und die Erweiterbarkeit nach Norden gesichert. Die inneren Nachbarschaftsplätze belasten zwar die Flächenbilanz, erhöhen aber die Identitätsbildung und die Chancen zum nachbarlichen Zusammenfinden.

    Die Dichte entspricht fast den erwarteten Werten, die Unterbringung der privaten Stellplätze ist nicht nachvollziehbar.

    Die Raumproportionen in den Quartieren wirken angemessen, die zentrale Achse ist hingegen etwas überdimensioniert.

    Die Arbeit erscheint in der Umsetzung problemarm, sie stellt insgesamt gesehen einen
    sehr guten Lösungsvorschlag für die gestellte Aufgabe dar.