loading
  • DE-81671 München
  • 10/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-162203)

Bildungscampus und Sportpark Freiham


  • Anerkennung - Bildungscampus


    Landschaftsarchitekten
    schoppe + partner freiraumplanung, Inhaber Jochen Meyer, Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: BLK2 Böge Lindner K2 Architekten, Hamburg (DE)
    Modellbauer: wup Modellbau Wiens + Partner GmbH, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Bildungscampus
    Die Arbeit zeichnet sich durch ihre große, öffentliche Grünfläche im Nordwesten des Bildungscampus aus. Insofern weicht sie von den städtebaulichen Vorgaben ab, leistet aber mit der konzentrierten Anordnung von Gymnasium, Realschule und Zentraler Mitte im Süden des Areals ein anerkennenswerten Beitrag zur städte-baulichen Entscheidungsfindung für die Aufgabenstellung. Der Zugang dieser Bereiche, ebenso wie für die Grundschule und das Förderzentrum im Nordosten des Areals, über den sogenannten Campus-Boulevard ist schlüssig. Er führt vom Entree des Areals im Osten bis zur Unterführung im Westen an der vorgegebenen Stelle. Damit ist die freie West-Ost-Blickachse gegeben. Müssten die im Campus-Boulevard vorgesehenen schulischen Freiflächen allerdings vom öffentlichen Bereich abgetrennt werden, wäre das Erleben des Boule-vard-Charakters stark eingeschränkt. Hervorzuheben ist die Adressbildung durch die Situierung von Zentraler Mitte (einschließlich MINT und Kreativbereich) im Südosten des Areals. Die Öffnung des Baukörpers nach Osten stellt eine attraktive Zugänglichkeit für die außerschulische Nutzung sicher. Allerdings ist die Lage des MINT-Bereichs schulorganisatorisch ungünstig gelöst. Eine altersspezifische Differenzierung innerhalb des Speise-raums ist erkennbar, die Lage der Bibliothek wird positiv gesehen. Der Lesegarten eröffnet weitere Nut-zungsmöglichkeiten. Die angebotenen Freibereiche bei den Kreativräumen bieten ein zusätzliches pädagogi-sches Angebot.
    Die Fassadenabwicklung der Baukörper entlang der Bodenseestraße ist differenziert. Die dadurch entstehen-de Gliederung und Höhenentwicklung wird positiv bewertet. Leider entspricht die Lernhausausprägung von Gymnasium und Realschule mit schmalen Fluren und der von Teamräumen und Lichthof belegten Mitte nicht den Anforderungen. Die angebotenen Pausenhöfe und kleinteiligen Hofstrukturen entlang der Bodensee-straße wirken eng und schlecht nutzbar. Die Verhältnismäßigkeit der Baukörperstrukturen von Gymnasium und Realschule zu Grundschule und Förderzentrum wird hinterfragt. Wirtschaftlich liegt die Arbeit etwas über dem Durchschnitt. Sie lässt eine günstige Tageslichtversorgung, ein angemessenes Raumklima und ei-nen mittleren Energiebedarf bei hoher Strombedarfsdeckung durch PV-Anlagen erwarten.
    Insgesamt kann die dem Verkehrslärm ausgesetzte öffentliche Grünfläche im Nordwesten mit der sie umfas-senden Bebauung im Osten und Süden nicht als Campuslösung überzeugen.


INFO-BOX

Angelegt am 12.11.2014, 14:50
Zuletzt aktualisiert 24.11.2014, 14:48
Beitrags-ID 4-94579
Seitenaufrufe 88