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  • DE Haar
  • 11/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-5450)

Neubau der Psychiatrie im Bezirkskrankenhaus


  • Ankauf

    Perspektive Zentraler Platz

    Architekten
    APB. Architekten BDA, Hamburg (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Mitarbeit: Ahmad Galedary Mareike Krautheim Marc Lüders Nina Scheel, Visualisierung: spine architects , Hamburg Modell: Wiens und Partner GmbH, Hamburg

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf (DE), Köln (DE)

    Erläuterungstext
    K O N Z E P T
    Es wird angestrebt, den Charakter der Gesamtanlage mit den villenartigen Einzelgebäuden und die Erfordernisse eines modernen Klinikbetriebes (Wegelängen, Personaleinsatz) in Einklang zu bringen.
    Dabei wird zugrunde gelegt, dass psychiatrische Patienten, schon allein wegen der längeren Verweildauer und der geringeren Bettlägerigkeit, eine andere Umgebung als Patienten der Regelversorgung beanspruchen. Dies gilt für die Einheit „Station“, besonders wenn die Freizügigkeit beschränkt wurde, die durchaus „haushaft“ erscheinen darf. Ebenso sollte die Gesamtanlage zur Ergänzung der Parklandschaft auch urbane Elemente enthalten.
    Die 18 psychiatrische Stationen verteilen sich auf 6 dreigeschossige Gebäude. 7 Doppelstationen sind horizontal koppelbar, 2 vertikal. Innerhalb der Stationen befinden sich aufgelockerte Flurflächen mit Aufenthaltsqualität, durch ein Atrium natürlich belichtet und belüftet.
    Die Neubauten werden um einen „Campus“ gruppiert mit der Kirche als Mittelpunkt und vertikales Merkzeichen, auch zur Akzentuierung des neuen Hauptzugangs.
    Die weißen kubischen Baukörper im Sinne der klassischen Moderne ergänzen den ensemblegeschützten Bestand. Die historische Kernanlage wird durch das Wasserbecken mit dem oberbelichteten Gang hervorgehoben und stellt den zentralen Treffpunkt der Neuanlage mit eigener Identität dar.
    Hausweise zugeordnete Patientengärten bieten weitere Erholungsbereiche für Personen, die den Park nicht betreten dürfen.
    Der oberbelichtete Versorgungsgang verbindet auf -3,10 m die Neubauten untereinander, sowie die Häuser 3 und 4. Es wird so die Vereinbarkeit der aufgelockerten Bebauung im parkartigen Grundstück mit den Erfordernissen eines rationellen Krankenhausbetriebes hergestellt.
    Zentrale Funktionen und Anlieferung liegen an der südlichen Ringstraße, die Stationen bzw. Doppelstationen sind zusätzlich dezentral anfahrbar.
    Im 1. Bauabschnitt werden das Gebäude für zentrale Funktionen mit ITS und Neurologie und 12 Psychiatrische Stationen erstellt. Nach Abriss des bestehenden Bettenhauses erfolgt der Bau der restlichen 6 Stationen unter Einbeziehung der bestehenden Häuser 3 und 4.
    B A U K O N S T R U K T I O N
    Massivbauweise. In Bereichen ohne Anforderungen an die Raumflexibilität tragendes Mauerwerk. Die Fassaden sind weiß geputzt auf mineralischer Wärmedämmung. Fenster der Bettenzimmer und Lüftungselemente aus Holz.
    Die Brüstungen der Bettenzimmer haben eine Höhe von 60 cm, um den Ausblick vom Bett in den Park zu ermöglichen.
    Die einzelnen Stationen erhalten großzügige Loggien. Rankspaliere, im Wechsel angeordnet mit fester Verglasung, bieten Ausblick, Durchlüftung und Absturzsicherheit. Alle Verglasungen als Sicherheitsverglasungen in abzustimmender Klassifikation.
    Auf den unterirdischen Gang zwischen den neuen Gebäudekörpern weißt ein Weg durch die Wasserfläche hin, welcher über einen rutschfesten Glasbelag in Teilbereichen, die Belichtung dieses Ganges gewährleistet.
    E N E R G I E K O N Z E P T
    Den Räumen angepaßte Fenstergrößen, außenliegender Sonnenschutz und die Speichermassen der Massivbauweise ermöglichen es, auf lufttechnisch behandelte Bereiche weitestgehend zu verzichten. Sonnenkollektoren auf den Dächern zur Vorerwärmung des Brauchwassers, Speicher und Wärmetauscher hausweise im Untergeschoß. Nach Möglichkeit sollen die Neubauten vom vorhandenen Heizkraftwerk mitversorgt werden.
    Die Haustechnikzentralen sind im Bereich des Verbrauchsschwerpunktes (ITS, IMC, Phys. Therapie, Untersuchung und Behandlung) angeordnet.
    In nicht unterkellerten Gebäudeabschnitten wird zur Aufnahme der Installation ein Kriechkeller (H = 1.4m) im Flurbereich vorgesehen.
    A U S S E N A N L A G E N
    Die vorgefundenen Wege werden erhalten und mit den neuen, orthogonalen Wegestrukturen überlagert.
    Unter Einbeziehung des alten, erhaltenswerten Baumbestandes konzentriert sich die Landschaftsarchitektur auf eine neue zentrale Achse der Anlage.
    Insgesamt soll die Mittelachse mit farbenfrohem Natursteinbelag versehen werden, um das vielfältige Spiel der Blätter der Bäume aufzugreifen. Neugepflanzte Baumalleen weisen Richtung und nehmen die Orientierung der Kirche auf.
    Neben diesem klaren, gebauten Bereich werden die übrigen Bereiche der Anlage mit Aufwertungen der Wegestrukturen und Hervorhebung der Sitzbereiche geordnet, aber in Ihrem grünen Gesamteindruck unterstrichen. Patientengärten und allgemeinzugängliche Freibereiche werden durch klare Grünstrukturen und Staudenpflanzungen zu Orten der Kontemplation und Ruhe.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.