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  • DE-10318 Berlin
  • 11/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-173413)

Neuerrichtung Schulsporthalle Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasium


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Tragwerksplaner
    Mayer-Vorfelder und Dinkelacker, Sindelfingen (DE), Dresden (DE), München (DE), Friedrichshafen (DE), Thessaloniki (GR) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: atelier st | Gesellschaft von Architekten mbH, Leipzig (DE)
    Landschaftsarchitekten: Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: GW PLAN Ingenieurgesellschaft Gebäudetechnik, Leipzig (DE)

    Preisgeld
    2.200 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Neubau der Sporthalle wird als solitärer Baukörper mit einem geringen Abstand an den historischen Sanitär- und Sozialtrakt des Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasiums angefügt, wobei die nördliche Kante der Sporthalle deutlich in Richtung Römerweg nach Norden verschoben wird.

    Dadurch bleibt viel Platz für einen großzügigen Schulhof und es entsteht ein ausreichender Abstand zum bestehenden MUR-Gebäude. Die geforderten Sportflächen werden westlich des Interimsgebäudes angeordnet. Der Abstand zwischen Sanitär-/Sozialtrakt und Sporthalle bildet ein schmales Dach, welches sowohl die Schüler des Gymnasiums als auch die externen Sportler wettergeschützt zum Eingang geleitet.

    Das Gebäude wird geprägt durch markant ausgebildete Sheddächer, welche laut Verfasser an die VEB Möbelwerke in Lichtenberg erinnern sollen. Diese sind jedoch sehr weit entfernt. Gewünscht wäre eine deutlichere Bezugnahme auf das historische Gebäudeensemble. Die städtebauliche Setzung des Neubaus wird im Prinzip positiv bewertet. Fragwürdig bleibt, ob die Eingangssituation unter dem „Abstandhalterdach“ ausreichend groß dimensioniert ist. Auch der Eingang mit der mittig angeordneten Treppe ist zu klein geraten.

    Im Obergeschoss sind die Duschräume L-förmig um die Halle herum organisiert, was zu weiten Wegen und hohen Verkehrsflächen führt. Kritisch eingeschätzt wird die Fluchtwegesituation aus den „gefangenen“ Umkleiden und Duschräumen im Obergeschoss. Die Chance, eine Galerie zur Halle hin anzuordnen, wird verpasst. Kritisch beurteilt wird die Tatsache, dass die Sheddachkonstruktion nicht nur die Halle, sondern auch die angrenzenden Nebenräume überdacht. Das führt zu hohen Baukosten und einer insgesamt wenig wirtschaftlichen Lösung.

    Gerade auch unter städtebaulichen Gesichtspunkten bildet die Arbeit einen eigenständigen positiven Beitrag zum Wettbewerb.