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  • CH-8032 Zürich
  • 11/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-157353)

Schulanlage Hofacker


  • 3. Rang 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Projekt
    DREIERLEI

    Landschaftsarchitekten
    Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich (CH), London (GB), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Bünzli & Courvoisier, Zürich (CH)
    Architekten: BGS & Partner Architekten GmbH Zürich, Zürich (CH), Rapperswil (CH)
    Bauingenieure: Aerni + Aerni Bauingenieure, Zürich (CH)
    TGA-Fachplaner: Meierhans + Partner AG, Schwerzenbach (CH)
    Visualisierer: maaars architektur visualisierungen, Zürich (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser des Projekts «DREIERLEI» verstehen das Schulareal als Anlage von grosszügigen Freiräumen mit repräsentativen Schulbauten innerhalb eines durchgrünten Wohnquartiers und wollen diese Qualitäten stärken. Um eine städtebaulich gute Gesamtwirkung zu erzielen und die wertvollen Freiflächen zu erhalten, wird der Sportbereich der Erweiterung vollständig unterirdisch vorgeschlagen und der Erweiterungsbau für die Schulräume versetzt zu den bestehenden Bauten angeordnet.
    Dabei wird das Dach der Sporthalle als zentral gelegener Pausenplatz genutzt und als neue Mitte der Anlage definiert. Diese interessante Idee führt zu einem entspannten und stadträumlich attraktiven Ensemble, welches auf selbstverständliche Art und Weise Bauten aus ganz unterschiedlichen Epochen zu einer Gesamtanlage zu vereinen vermag. Auf einfache Art gelingt es den Verfassenden, der Anlage in Form eines markanten Pausenplatzes eine übergeordnete Identität zu verleihen und gleichzeitig den einzelnen Bauten grosszügig Raum zu lassen und gute Zugangssituationen zu schaffen. Durch das Aufbrechen der heutigen riegelartigen städtebaulichen Figur in einzelne und versetzt angeordnete Bauten, werden die Freiräume gut strukturiert und vielfältig miteinander vernetzt.
    Das neue Schulhaus betreten die Benutzer über eine räumlich attraktive Eingangshalle, welche gut genutzt und möbliert werden kann. Zusammen mit der Bibliothek und der Schulküche bietet das Erdgeschoss die richtigen Funktionen an, um einen belebten Bereich zwischen Schulalltag und Freizeit anbieten zu können. Zwei entsprechend in ihrer Bedeutung unterschiedlich ausformulierte Treppen führen die Benutzer entweder in die Schulräume oder in den unterirdisch angeordneten Sportbereich. Die einfache Grundstruktur der zweiseitigen Korridorschule in den beiden Obergeschossen ist sehr sorgfältig ausgearbeitet.
    Durch das vorgeschlagene, grosse unterirdische Volumen und die insgesamt grosse Hüllfläche werden die Zielkosten überschritten. Unterirdische Bauten werden generell als weniger nachhaltig beurteilt, sowohl bei der Erstellung wie auch bei einer zukünftigen Sanierung und Erneuerung. Diese Nachteile nehmen die Verfasser bewusst in Kauf, erreichen jedoch dafür grosszügige und attraktive Freiräume und es gelingt ihnen, den Erweiterungsbau harmonisch in die bestehende Anlage einzufügen. Die kompakten unter- und oberirdischen Volumen und eine in Leichtbau konstruierte Fassade helfen, die Zielwerte der Nachhaltigkeit zu verbessern.
    Das städtebauliche Potential des gewählten Ansatzes ist aus Sicht der Jury gross: Ein eigenständiger Neubau ergänzt die beiden historischen Bauten aus unterschiedlichen Epochen. Inwiefern mit dem Vorschlag ein zeitgenössisches Stück Architektur gelingt, welches die Kraft hat zwischen den beiden markanten denkmalgeschützen Bauten zu bestehen, wurde unter den Jurymitgliedern intensiv diskutiert. Mehr Eigenständigkeit und Frische hätte hier vermutlich das sehr intelligente Konzept noch weiter gestärkt. Die Jury würdigt den insgesamt sehr sorgfältigen Entwurf und in vielen Teilen hervorragenden Beitrag.