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  • DE-08056 Zwickau, DE-08056 Zwickau
  • 11/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-185645)

Informationsraum Katharinenkirche


  • 2. Preis


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    Architekten
    ABOA Architekten GmbH, Zwickau (DE)

    Erläuterungstext
    Informationsraum Katharinenkirche

    Zwickau nimmt in der Geschichte der Reformation einen bedeutenden Platz ein. Ihre Ideen und Ideale fielen bei den Bürgern der Stadt früh auf fruchtbaren Boden. Unter anderen predigten Martin Luther und Thomas Müntzer in der Katharinenkirche und ließen sie damit zu einer Keimzelle der reformatorischen Bewegung werden. 2017 wird sich dieses Ereignis zum fünfhundertsten mal jähren, aus diesem Anlass soll ein Informationsraum als Anlaufstelle für die zu erwartenden Besucher geschaffen werden.
    Dieser wird im Kirchengebäude am Südportal unterhalb der Empore errichtet, wo er sich zurückhaltend in den Bestand einfügt. Um den verschiedenen Anforderungen, die an den Kirchenraum gestellt werden, adäquat zu begegnen, greift die Umsetzung des Informationsraumes die Idee eines Buches auf. In geschlossenem Zustand wirkt er durch seine dunkle und wertige Holzoberfläche monolithisch und unaufdringlich. Erst wenn er geöffnet wird, spannt er einen Raum auf, der sich zur Kirche hin öffnet. Dieser kontrastiert durch seinen hellen Holzton mit dem Äußeren. Nun wird seine Funktion erkennbar, ein Regal beherbergt Publikationen, Souvenirs und Ähnliches und hinter einer verschiebbaren Glasscheibe wird der Arbeitsplatz, der im Objekt untergebracht ist, sichtbar.
    Der Informationsraum wird über eine bündig eingelassene Tür betreten, außen neben dieser befindet sich ebenfalls bündig eingelassen ein Schaltschrank um die Elektrik der Kirche zu bedienen. Das Innere der Box ist im selben hellen Holzton gehalten und wird vom groben Mauerwerk der freigelegten Kirchenwand geprägt. Der nichtorthogonale Zuschnitt des Raumes ermöglicht eine gute Sicht über den Kirchenraum vom Arbeitsplatz und Verkaufstresen aus. Die natürliche Beleuchtung des Arbeitsplatz erfolgt über den Kirchenraum und die direkte Anbindung an das Kirchenfenster. Im weiteren werden die Teeküche und der Arbeitsplatz direkt künstlich beleuchtet, die Regale werden mittels LED-Leisten in Szene gesetzt. Die spitz auslaufenden Ecken des Informationsraumes werden mit einer Garderobe und einer Teeküche belegt, beide sind für die Besucher von außen nicht sichtbar. Die notwendigen Regale sind über dem Verkaufstresen und dem Schreibtisch angeordnet.
    Die Konstruktion des Informationsraumes aus Holzwerkstoffplatten gewährleistet die Wärmehaltung, damit ganzjährig ein angenehmes Arbeiten möglich ist. Da Eingriffe in die historische Substanz weitestgehend vermieden werden, wird das Objekt lediglich an die Wand gerückt, der Abschluss zwischen Raum und Bestand wird durch geeignete Dichtstoffe bewerkstelligt. Die einzigen Eingriffe beschränken sich auf das Entfernen des Putzes und des nicht historischen Holzpodestes. Der Klappmechanismus und die Türöffnungen sind von außen nicht sichtbar.
    Im geschlossenen Zustand nimmt der Informationsraum nur soviel Platz wie nötig ein und fügt sich zurückhaltend in das Gesamtbild ein. Geöffnet wird er von Besuchern nicht als abgeschlossener Raum im Raum wahrgenommen sondern vielmehr als ein Teil der Kirche.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 01.12.2014, 09:56
Zuletzt aktualisiert 09.12.2014, 14:28
Beitrags-ID 4-95697
Seitenaufrufe 84

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