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  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GmbH, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Autoren: Schuster Pechtold Schmidt Architekten, München (DE)
    Bauingenieure: Bloos Däumling Huber, München (DE)

    Preisgeld
    100.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebau / Gestaltung
    Die Arbeit besticht in der Endausbaustufe besonders durch die klare städtebauliche Struktur, die allerdings im Norden an der Lindleinstraße eine Eingangssituation formuliert, die aber nicht den Haupteingang, sondern nur die Notaufnahme zeigt. Der Haupteingang liegt im SO, wo der südlichste Bettenkubus mit dem Turm der Frauenklinik eine städtebaulich etwas unbefriedigende Torsituation erzeugt.
    Durch den 2-geschossigen Sockel, der sich über die gesamte Breite des Grundstücks erstreckt wird der nördliche Stadtteil durchaus beeinflusst. Auch in der Endausbaustufe wird die Riegelwirkung des Klinikums als störend empfunden.
    Im 1.BA rückt das Bettenhaus sehr nah an den Bestand und die städtebauliche Struktur reagiert nicht auf den Bestand. Der 2. BA ist für das Verständnis der städtebaulichen Struktur unabdingbar. Der Forschungsbau im Süden wird sehr kritisiert. Hier wird ein architektonisch uninteressanter Pavillonbau eingefügt, der das Grundstück komplett belegt und weitere Entwicklungen an diesem Standort verhindert. Der über dem Bettenhaus auskragende Hubschrauberlandeplatz nimmt Licht und deckt den Hof zur Hälfte ab.

    Funktion / Betriebsablauf
    Die Anbindung an den Bestand ist räumlich nicht gut ausformuliert. Die Höhenlage der Liegendkrankenzufahrt ist in der Anbindung zur Lindleinstraße wie dargestellt nicht umsetzbar, für selbst ankommende Ver- letzte ist sie schwer auffindbar. Die Notaufnahme in Verbindung zur Radiologischen Diagnostik ist gut gelöst. Die Intensiv-Intermediate-Care-Station ist gut strukturiert und sowohl für Personal als auch für Patienten mit viel natürlicher Belichtung ausgestattet. Die drei über alle Geschosse zusammengeketteten Pflegebereiche sind zukunftsfähig und flexibel nutzbar. Die Raumzuschnitte der Pflegezimmer ist unausgewogen, insbesondere ist der Abstand zwischen den Betten zu gering. Die OP-Abteilung ist in den Prozessabläufen logisch und gut geeignet sich an künftige medizinische Abläufe anzupassen. Der bauliche Vorschlag für die Forschungsflächen und die Verteilung auf verschiedene Gebäudeteile ist unbefriedigend.

    Technik / Brandschutz
    Die dargestellte Technikstruktur erscheint den Anforderungen der Aufgabenstellung angemessen und umsetzbar.

    Das Brandschutzkonzept ist grundsätzlich umsetzbar, erfordert jedoch eine Überarbeitung hinsichtlich der Fluchtwegelängen und Ausgängen ins Freie aus den notwendigen Treppenräumen.