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  • DE-68117 Heidelberg
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-174833)

Konversionsfläche Rohrbach – ehemaliges Hospital


  • ein 2. Preis

    © Teleinternetcafe / TH Treibhaus

    Landschaftsarchitekten
    Treibhaus Landschaftsarchitektur Berlin/Hamburg, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Gerko Schröder

    Mitarbeit
    Luc Knödler

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus, Berlin (DE)

    Preisgeld
    13.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das städtebauliche Gesamtkonzept orientiert sich an der angrenzenden Bebauung und zeigt eine große Vielfalt an Bebauungstypologien auf.
    Neben Punkthäusern/Stadtvillen im Norden und in der Mitte des Quartiers ist nach Westen zum Kolbenzeil ein Gebiet mit gestapelten Stadthäusern angeordnet. Hier sind die Parkplätze intelligent zwischen den Gebäuden angeordnet und werden mit privaten Freiflächen überdeckt. Zusammen mit dem südlich angrenzenden Block bilden die Stadthäuser eine städtebauliche Kante an der Straße Kolbenzeil und geben damit eine angemessene Antwort auf die gegenüberliegenden Bestandsgebäude.

    Im Süden bildet ein Block an der Freiburger Straße Raum für die Erweiterung der Lebenshilfe und verschiedene Wohnformen. Im Osten werden die Bestandsgebäude mit Neubauten arrondiert und schaffen so einen vitalen Gewerbe- und Kulturstandort, in dem auch Wohnen untergebracht ist. In den Innenhöfen zwischen den Gebäuden sind gut dimensionierte und funktionale Freiräume angeordnet. Aufenthalts- wie auch Spielmöglichkeiten scheinen hier sinnvoll und realisierbar angeordnet.

    Durch diesen Entwurf werden nur vereinzelt Bestandsbäume überplant. Der Umgang mit dem Baumbestand erscheint insgesamt ausreichend rücksichtsvoll.

    In einer neu geschaffenen Lücke an der Karlsruher Straße wird durch einen 7- geschossigen Neubau ein städtebaulicher Akzent gesetzt, der auf die Neuentwicklung des Gebietes hinweist. Diese Gebäude bildet den Auftakt zu einem bandförmigen Platz, der die südliche Ost-West gerichtete Freiraumachse eröffnet. Eine vielfältige Platzgestaltung korrespondiert sehr gut mit den angrenzenden Kultur- und Freizeitnutzungen.

    Mit dem östlichen Erschließungsbügel werden von der Freiburger Straße aus die Platzfläche und der zentrale Park angebunden. Die Erschließungsanlagen erscheinen insgesamt nicht überdimensioniert und angemessen. Die zentrale Parkfläche ist maßstäblich und von der Lage her richtig angeordnet. Der Park respektiert den Baumbestand. Die Gestaltung des Parkes ist zurückhaltend, bietet jedoch Potential für vielfältige Nutzungen.

    Eine stufenweise Realisierung des gesamten Gebietes in zeitlich gestaffelten Abschnitten ist prinzipiell machbar und durch die unterschiedlichen Bautypologien gewährleistet.

    Kritisch gesehen wird die südliche Platzfassung durch Punkthäuser. Die Arbeit zeichnet sich durch einen relativ hohen Anteil an gewerblichen Nutzungen aus, was hinsichtlich der Umsetzung Fragen aufwirft.