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  • DE-68117 Heidelberg
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-174833)

Konversionsfläche Rohrbach – ehemaliges Hospital


  • 3. Preis

    Modell, © A-U-R-A - Architecture, Urbanism + Research Agency

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Stefan Cichosz

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: A-U-R-A - Architecture, Urbanism + Research Agency, Ulm (DE)

    Preisgeld
    9.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit integriert sich mit großer Selbstverständlichkeit in das bestehende Umfeld und nimmt dessen Maßstäblichkeit auf. Die Vernetzung mit der Umgebung erfolgt über vorhandene Verbindungen und führt sie schlüssig fort. Lücken in der historischen Bebauung an der Karlsruher Straße dienen im nördlichen Bereich zur Quartierserschließung für alle Verkehre, im südlichen als Tor und Auftakt für eine ost-westliche Fußwegerschließung.
    Die denkmalgeschützte Bebauung an der Karlsruher Straße ist hierbei gewerblich genutzter Filter zum Schallschutz der dahinter liegenden Wohnbebauung. Der südliche Durchgang wird verschmälert durch zwei zurückhaltende Anbauten mit geneigtem Dach in der Kubatur der Altbausubstanz.

    Die städtebauliche Struktur der Arbeit ist geprägt durch einen zentralen großen Quartierspark, den alle wichtigen inneren Verbindungen tangieren. Der Park ist eher „Grüne Mitte“ des Quartiers als von quartiersübergreifender Bedeutung, insbesondere für den Hasenleiser. Das Freiraumangebot wird ergänzt durch eine sehr großzügige Platzfläche westlich der historischen Hallen, die nur durch eine repräsentative Baumesplanade vom zentralen Freiraum getrennt ist. Insgesamt scheint das Angebot an öffentlichem Raum fast übererfüllt angesichts der relativ moderaten Geschossfläche der neuen Bebauung auf dem Grundstück.

    Die vorgeschlagenen Typologien entsprechen dem Wunsch nach Vielfalt, wobei ihre Verteilung auf der Fläche jedoch vielfach eher schematischen Ansätzen zu folgen scheint, als einer Strategie zur Formulierung des Stadtraums. Insbesondere die „Stadtvillen“ im nördlichen Bereich des Areals entwickeln zu wenig Kraft als Fassung der großen Freifläche. Dies gelingt besser auf deren Südseite, wo ein eher städtischer Abschluss gefunden wird durch einen markanten gemischt genutzten Wohnhof.

    Alles in allem eine gut proportionierte, moderat sich einfügende Arbeit, der man allerdings etwas mehr Mut im Hinblick auf raumbildende Kraft in den Quartiersbausteinen sowie die Ausprägung einer stärkeren Identität mit individuellen Milieus in den unterschiedlichen Bereichen des Wettbewerbsgebietes gewünscht hätte.