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  • DE-68117 Heidelberg
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-174833)

Konversionsfläche Rohrbach – ehemaliges Hospital


  • 4. Preis


    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit formuliert als zentrales Ziel, das neue Quartier vielfältig mit der städtebaulichen Umgebung zu verknüpfen. Das wird vor allem durch differenzierte Freiraumstrukturen und Wegesysteme erreicht.

    „Herzstück“ des Quartiers ist die Grüne Mitte, ein großer angenehm schlicht gehaltener Park, der durch umgebende Erschließungsstraßen und Wege einen eindeutig öffentlichen Charakter erhält. Die Bestandsbäume werden integriert und ergänzt.

    Im Süden setzt sich der Park in einer Folge von Plätzen fort, die Kapelle wird zum Mittelpunkt des neuen Quartiersplatzes, ein Mehrgenerationenhaus mit Kita soll den Bereich beleben. Nach Osten entsteht ein Durchgang der zur Karlsruher Straße verbindet. Die Bestandsgebäude sind insgesamt gut in das Konzept eingebunden und erhalten jeweils ein angemessenes Umfeld. Der Baumhain zwischen den südlichen Bestandgebäuden ist sehr angenehm.

    Hier erscheint die Folge der Platzflächen allerdings in der Summe sehr groß sind, es wird schwer sein sie zu beleben. Würde man diese Zonen zu Gunsten des Parks zurück nehmen, würde das die Grüne Mitte stärken.

    Der Hasenleiser ist über drei kräftige Erschließungsstraßen gut an den neuen Stadtpark angebunden, nach Norden bildet ein Nachbarschaftsplatz einen neuen Eingang, auch die Verknüpfung zur Karlsruher Straße wird positiv gesehen.

    Die Verkehrserschließung ist über zwei Schleifen gedacht, damit bleibt die Mitte weitgehend verkehrsfrei.
    Die verschiedenen Bauquartiere sind in ihrer stadträumlichen Strukturierung prinzipiell richtig, allerdings wird die bauliche Ausformung als sehr schematisch und gleichförmig empfunden, hier gelingt die Verknüpfung mit der Umgebung nicht ebenso gut wie bei den öffentlichen Räumen. Trotz dieser Homogenität wird allerdings eine interessante und vielfältige Mischung von Wohnungstypen angeboten. Auch die großen und relativ ungestörten Innenhöfe sind ein qualitätsvoller Beitrag zur Wohnqualität.

    Unverständlich ist die starke Betonung der Punkthäuser am Park, sie stellen die dahinter liegenden Quartiere in den Schatten und beeinträchtigen die Atmosphäre des Parks.

    In der Summe bietet die Arbeit einen funktional stimmigen und tragfähigen Rahmen für die Entwicklung des neuen Quartiers, in der gestalterischen Umsetzung wirkt sie allerdings oft etwas bieder und spannungsarm.