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  • DE-68117 Heidelberg
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-174833)

Konversionsfläche Rohrbach – ehemaliges Hospital


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
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    Architekten
    raum-z architekten GmbH, Frankfurt am Main (DE), Darmstadt (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Keller & Keller Landschaftsarchitekten BDLA, Kronberg im Taunus (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Eine Stadtfigur, die durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Freiraumelemente komponiert wird, prägt den städteräumlichen Entwurf. Dieser entwickelt seinen Reiz aber auch durch die klar strukturierten und unterscheidbaren Teilbereiche und durch die geschickte Einbeziehung ausgewählter Bestandsbauten, sowie eine sensible bauliche Ausbildung neuer Nachbarschaften zur bestehenden Wohnbebauung. Hervorzuheben sind die Angebote unterschiedlicher Wohntypologien, die im Sinne dieser Nachbarschaften auch richtig zugeordnet werden; beispielsweise die Reihenhäuser im Norden und die Hofhäuser an der Kolbenzeil, die jeweils eigenständige Quartiere ausbilden. Außergewöhnlich ist der Vorschlag, in dem mit einem Laubengang ergänzten Bestandsgebäude an der Karlsruher Straße studentisches Wohnen vorzuschlagen, das im EG mit gewerblichen Nutzungen ergänzt wird. Der gesamten, mit Stadthäusern neu „gefüllten“ Zeile, werden öffentliche Saisongärten zugeordnet, die ihre Nutzer unter den Gartenfreunden der Umgebung finden soll. Für den durch eine Hauptzufahrt abgegrenzten östlichen Teilbereich werden ansonsten kulturelle und gemeinschaftliche Nachnutzungen der Bestandsgebäude, sowie der Neubau einer KITA vorgeschlagen, was eine sinnvolle Zonierung ergibt.

    Eine Mischung aus Arbeiten und Wohnen findet sich im funktionalen Zusammenhang als Erweiterung der Einrichtung der Lebenshilfe an der Freiburger Straße. Hier ist auch ein Block für Mehrgenerationenwohnen vorgesehen. Eine Sondertypologie wird an und in der zentralen Freifläche des Quartiers mit 14 Punkthäusern vorgeschlagen. Diese sind in Zweiergruppen und einem Gemeinschaftshof verbunden und profitieren am stärksten von der Lage am Freiraum und dem Ansatz der Verfasser von einem autofreien Stadtquartier, in dem Stellplätze im öffentlichen Raum lediglich für Besucher der Sport- und Kultureinrichtungen angeboten werden. Angenehmerweise bieten die öffentlichen Räume wie z.B. die Pocket Parks und der Marktplatz vielfältige Nutzungen von gemeinschaftlichen Aktivitäten bis zum Kinderspiel interessante Räume an. Aus dem Auge verloren wurde jedoch die Aufgabe eine attraktive Grünfläche für die Begegnung und Erholung der Quartiersbewohner und der Bewohner aus dem Hasenleiser zu entwickeln. Die geringe bauliche Dichte und der große Anteil privater Grünbereiche lassen eher befürchten, dass vorrangig die künftigen Bewohner in den Genuss der hohen Aufenthaltsqualitäten der Freiräume kommen werden.


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