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  • DE-70597 Stuttgart
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-175654)

Katholische Kindertagesstätte Mariä Himmelfahrt


  • 1. Preis

    Lageplan, © LIMA* architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: LIMA architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    9.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf präsentiert sich als eigenständiger Baukörper, der aber auf seine Umgebung eingeht. Die halböffentliche Wegeführung zwischen den Flügeln des Hospiz findet seine Fortführung im Platz der Generationen, dem überdachten Vorbereich bis in den großen Lichthof, wodurch beide Gebäude aufeinander bezogen werden. Der eingezogene Haupteingang erklärt sich von selbst, während der Nebeneingang eine autarke Nutzung von Mehrzweckraum und Atelier erlaubt. Die innere Organisation sortiert die verschiedenen Bereiche nach ihren Funktionen geschossweise getrennt. Die Funktionsräume der Kindertagesstätte sind im EG sinnvoll angeordnet. Der Essbereich hat hohe Aufenthaltsqualität. Der Bereich mit Mehrzweckraum und Atelier kann von verschiedenen Nutzern unabhängig vom Kindergartenbetrieb genutzt werden. Die Nähe von Küche und Essbereich bietet für größere Anlässe wie z.B. Gemeindefeste, eine große Flexibilität. Es wäre wünschenswert den Mehrzweckraum mit dem Atelier zusammenschließen zu können. Alle Gruppenräume auf einer Ebene im OG anzuordnen hat für den täglichen Ablauf Vorteile, wenn gleich keine Gruppe direkten Ausgang in den Garten hat. Die südliche Spielterrasse kann hier sicherlich kurzfristig für Abhilfe schaffen. Die Bildungsräume stellen sich als gefangene Räume dar und sollten besser vom Flur aus unabhängig erschlossen werden, um dem offenen pädagogischen Konzept Rechnung zu tragen. Ob die bespielbaren Außenflächen sinnvollerweise hufeisenförmig um das Gebäude gelegt werde, müsste aufsichtstechnisch beurteilt werden. Mit seinen Proportionen und der Fassadengestaltung reiht sich das Gebäude neben dem Hospiz gut in die Abwicklung der Reutlinger Straße ein. Durch die eingezogenen Bereiche in der Fassade und dem großen Innenhof erhöht sich, trotz des kompakten Baukörpers, die Gebäudehüllfläche. Die gute innere Organisation wird mit überdurchschnittlich großen Verkehrsflächen erreicht. Der Entwurf beeindruckt durch seine klare Gliederung und vermittelt selbstbewusst den Charakter eines städtischen Kinderhauses.