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  • DE-68309 Mannheim
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-186249)

Columbus-Quartier


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
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    sonstige Fachplaner
    Maria Alessandra Luccioli

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: KH studio, Paris (FR)
    Landschaftsarchitekten: atelier eem, Paris (FR)
    Architekten: Ferdinand Schmelzer, Berlin (DE)
    sonstige Fachplaner: Letizia Martinelli
    Stadtplaner: Camille Alwan
    sonstige Fachplaner: Carlotta Bonvicini
    sonstige Fachplaner: Verdiana Spicciarelli

    Preisgeld
    19.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Hybrid Landscape

    Die Arbeit zeichnet sich durch eine sehr klare städtebauliche Leitidee aus. Die Kombination aus drei großzügig gestalteten Freiräumen und vier Baufeldern formuliert einen Rhythmus aus Kompaktheit und Offenheit. Dieses geschickt rhythmisierte Wechselspiel gestaltet räumlich Beziehungen zwischen Franklin Mitte, dem Sportcampus und dem Columbusquartier sowie Blickbeziehungen in die Vogelstang.

    Die konzeptionell starke Idee basiert maßgeblich auf der konsequenten Gestaltung der zur B38 orientierten Parkierungsflächen in Form von Dächern aus Baumsolitären. Die Dimensionierung der grünen Fugen ist sehr großzügig und könnte räumlich noch optimiert werden.

    Die Setzung der großmaßstäblichen Kubaturen an der B 38 und dem zum Franklinquartier orientierten gewerblichen Baustrukturen, stellt eine intelligente Mischung und potentiell differenzierte Körnung dar. Das Konzept ermöglicht eine Realisierung in Teilschritten und Phasen, das bereits in der ersten Realisierungsphase eine räumlich starke Kontur garantiert. Die entwurfliche Entscheidung den nordwestlichen Sport- und Parkbereich nicht mit weiteren baulichen Elementen zu gestalten, stärkt die Verknüpfungsstrategie zwischen Freiraum und eher verdichteten Baustrukturen.

    Die Lage m Norden angesetzte Fuß- und Radwegeverbindung über die B 38 nach Vogelstang wird in der derzeitigen Position in Frage gestellt. Die Verlegung der Fahrbahn der Birkenauer Straße in Richtung Viernheim erzeugt eine Schienenführung in Mittellage und verstärkt dadurch die stadträumliche Trennwirkung der Birkenauer Straße. Die hieraus resultierende Häufigkeit der Fußgängerquerungen über die Gleise der OEG wird kritisch gesehen. Der Beibehalt der Columbusstraße ermöglicht eine zusätzlich Verbindung zwischen den einzelnen Freiräumen. Der Erhalt der durchgehenden Service-Lane parallel zur B38 ermöglicht die sinnvolle Erschließung der Parkierungsfelder des großflächigen Einzelhandels.

    Die derzeitige Längsorientierung des Baumarkts zur B 38 ist aus funktionalen Gründen zu drehen, da die Eingangssituation somit über den Platzraum mit entsprechenden Anpassungen und Erschließungsmöglichkeiten erfolgen kann. Im Bereich des Möbelhauses ist die Fläche der Arena für eine Bespielbarkeit deutlich zu knapp bemessen und könnte durch Verlagern des Mitnahmelagers und Neupositionierung des Marktes optimiert werden. Die Anlieferung des Möbelmarktes im Westen erscheint nicht plausibel.
    Die Auflösung des „Platz der Freundschaft“ in eine großmaßstäbliche Verkehrsfläche ist nicht nachvollziehbar und schwächt den Bezug zu dem neuen Ensemble aus Bestandsgebäuden und arrondierenden Ergänzungsbauten des Medienpark. Die Signethaftigkeit des Mobility-Cubes wird in Frage gestellt.

    Das Projekt pulsiert ein eigenständiges entwurfliches Thema, eine Abfolge hybrider Landschaftsräume mit überzeugenden baulichen Strukturen aus, die in mehrere Entwicklungsstufen realisierbar ist.

    Das Energiekonzept mit den sinnvoll aufgeteilten und abgestimmten Komponenten wird positiv gesehen. Der Mobility-Cube am Friendship Place nahe den ÖV-Haltestellen ist richtig platziert.


INFO-BOX

Angelegt am 15.12.2014, 12:12
Zuletzt aktualisiert 16.12.2014, 11:50
Beitrags-ID 4-96617
Seitenaufrufe 53

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