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  • DE-40699 Erkrath
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-187058)

Hauptstraße Alt-Hochdahl


  • 1. Preis

    Perspektive Quartierspark, © scape Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    scape Landschaftsarchitekten, Düsseldorf (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Matthias Funk

    Mitarbeit
    Ben Zemke

    In Zusammenarbeit mit:
    Verkehrsplaner: Lindschulte + Kloppe Ingenieurgesellschaft, Düsseldorf (DE)

    Erläuterungstext
    Die Hauptstraße und der Bahnhofsvorplatz in Alt-Hochdahl werden entsprechend ihrer aktuellen Funktion zu einer Wohnstraße mit Verknüpfungspunkt zum ÖPNV-Verkehr und ins Neandertal gestaltet. Die bisher dominierende Flächeninanspruchnahme des motorisierten Verkehrs wird deutlich zugunsten des Fuß- und Radwegverkehrs und des ruhenden Verkehrs reduziert und neu gestaltet. Aufgrund der städtebaulich stark differenzierenden Abschnitte entlang der Hauptstraße erfolgt eine auf diese Abschnitte reagierende Gestaltung des öffentlichen Raums.

    Abschnitt 1: Professor-Sudhoff-Straße
    Der Abschnitt wird entsprechend seines Potentials als „Grünes Eingangstor“ in die Hauptstraße aufgewertet. Ergänzende Baumpflanzungen bilden eine Allee und reduzieren die optische Straßenbreite deutlich, so dass auch eine Beruhigung des Verkehrsflusses erreicht wird. Durch eine leichte Verschwenkung der Fahrbahn in Richtung Süden wird die Aufweitung der nördlichen Gehwegflächen im nächsten Abschnitt eingeleitet.

    Abschnitt 2: Vorplatz S-Bahnhof bis Thekhaus
    Der Vorplatz des S-Bahnhofes bildet das neue öffentliche Zentrum der Hauptstraße in Form eines zur Unterführung abfallenden Quartiersparks mit nördlich anschließendem ÖPNV-Umsteigepunkt des Busverkehrs.Damit ein offener Parkeindruck entstehen kann, werden alle vorhandenen Stützmauern der bestehenden Rampen- und Treppenanlage entfernt. Statt dessen wir der Hauptweg als sanft abfallender Weg mit flachen seitlichen Böschungen gerade auf die Unterführung geführt, so dass ein Maximum an gefühlter
    Sicherheit durch eine weite Einsehbarkeit und Helligkeit erreicht wird. Die ergänzende Rampenanlage wird seitlich dieses Hauptweges geführt, so dass keine potentiell konfliktträchtigen den Hauptweg querenden Wegebeziehungen entstehen.
    Die bisher versetzt gelegenen Bushaltestellen werden in den Platzbereich verschoben und als Buskap auf der Fahrbahn angelegt. Die Fahrbahn im Bereich des Vorplatzes wird farblich an die Gehwege angepasst, so dass der optische Eindruck einer Platzüberfahrt entsteht. Die Grünflächen des Quartiersparks werden als offene mit solitären Kirschen überstandenen Rasenflächen gestaltet. Nördlich der Fahrbahn werden die Kirschbäume als Reihe bis zur Einmündung Thekhaus fortgeführt, so dass eine optisch eindeutige Führung in Richtung Neandertal entsteht. Die Grünfläche zwischen Hauptstraße und Stellplatzanlage wird durch eine zusätzliche Baumreihe räumlich gefasst und aufgewertet. Die Inszenierung „Zeitreise“, eine Filmprojektion auf die Glaswände
    der Bushaltestellen, stellt eine poetische Verbindung zu den verschiedenen Zeitschichten der Geschichte Alt-Hochdahls her. Fotografien, Animationen oder Filmaufnahmen zur Geschichte des Neandertalers, der Bahnstrecke und der Hochdahler Hütte werden vollflächig auf die transparenten Glaswände der Buswartehallen projeziert und erzeugen eine Überlagerung der heutigen stadträumlichen Gestalt mit historischen Zeitebenen.

    Abschnitt 3: Thekhaus bis Schlieperweg
    Dieser Abschnitt der Hauptstraße ist durch beidseitige Wohnhäuser entlang einer schnurgeraden Straße geprägt. Durch den Fahrbahnverschwenk im Einmündungsbereich Thekhaus wie auch durch die Fahrbahneinengung in der Mitte dieses Abschnitts werden überschaubare Teilräume gebildet, die durch solitäre Baumstellungen auch dreidimensional ablesbar sind. Einige wenige Bäume nördlich oder südlich der Fahrbahn ergänzen die vorhandenen Bäume und gliedern den Straßenraum.

    Abschnitt 4: Schlieperweg bis Wildpark
    Der letzte Abschnitt bleibt eher in der historischen Kargheit verhaftet. Beidseitige Gehwege verbessern die Funktion deutlich; räumlich bleibt der Abschnitt aber bis auf die Einengung im Bereich der Einmündung Am Wildpark sehr offen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.