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  • DE-70629 Stuttgart
  • 07/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-159801)

Wohnbebauung "Rote Wand" Killesberg Stuttgart-Nord 2014


  • 1. Rang Nach Überarbeitung

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    Brandschutzplaner
    BFT Cognos, Aachen (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Köln (DE), Leipzig (DE)
    Landschaftsarchitekten: stern landschaften, Köln (DE), Seeheim-Jugenheim (DE)
    TGA-Fachplaner: TEN Ingenieure GmbH, Aachen (DE)
    Tragwerksplaner: IDK Kleinjohann GmbH & Co.KG Köln, Köln (DE), Berlin (DE)
    Verkehrsplaner: Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH, Aalen (DE), Dresden (DE)
    Bauphysiker: Ingenieurbüro für Bauphysik Heinrichs, Hürth-Efferen (DE)
    Visualisierer: PONNIE Images, Aachen (DE)

    Preisgeld
    12.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Jurysitzung Überarbeitung:

    Aus dem Preisgerichtsurteil: "Die Bearbeitung zeigt, dass beide Entwürfe durch die vertiefende Bearbeitung gut weiterentwickelt und dabei die jeweilige Charakteristik beibehalten haben. Nach eingehender Diskussion fällt die einstimmige Entscheidung für die Arbeit des Büros Kister Scheithauer Gross in Arbeitsgemeinschaft mit dem Landschaftsarchitekturbüro Stern.

    Die wesentlichen Argumente hierfür:
    - der Entwurf bietet eine originäre Antwort auf das unmittelbare Umfeld- vom Naturraum
    Rote Wand über den stadträumlichen Dialog zur Brenzkirche bis hin zur prägnanten
    Stadtkante zur Straße Am Kochenhof,
    - die Arbeit besticht auch durch ihre explizite architektonische Qualität. Die Jury empfiehlt
    zur Wahrung dieser Qualität die nach Möglichkeit gegebene Realisierung aus einer
    Hand.

    Die Jury empfiehlt die Weiterbearbeitung des Projekts mit dem Entwurf des Büros Kister Scheithauer Gross. Dabei soll die Ausführung der Bebauung in Holzbauweise
    realisiert werden. Diese war bereits in der Auslobung vorgegeben und würde den Modellcharakter des künftigen Quartiers bestärken."


    Juryurteil 1. Phase:

    Der Entwurf stellt einen innovativen Beitrag zum Umgang mit Wohnungsbautypologien im urbanen Kontext dar. Diese Innovation entsteht durch die Kombination zweier antipodischer Typologien: einer bewohnbaren Mauer bestehend aus „Minimalhouses“ als Lärmschutz zur Straße Am Kochenhof und aus in zweiter Reihe liegender amorpher großflächiger Baustrukturen.
    Die mauerartige Bebauung entfaltet eine optische Dominanz, die für die städtebauliche Situation vorstellbar ist. Mit einer Grundfläche von 35 m² erscheinen die Nut-zungsmöglichkeiten der Einzelgebäude zu begrenzt.
    Die amorphen Gebäude mit variablen Holzelementen in den Fassaden ermöglichen flexible Aufteilungen und verschiedenste Wohnungsgrößen. Sie erscheinen insbe-sondere für Baugemeinschaften geeignet. Hierbei könnten die vorgeschlagenen Höfe und Loggien Raum für Gemeinschaft bieten. Die dargestellten Grundrisse schöpfen das Potenzial nicht aus, sondern zeigen viele einseitig belichtete Grundrisse.
    Durch das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Typologien und deren Höhen-entwicklung entstehen kritische Belichtungssituationen.
    Der Park umfließt wie selbstverständlich die sog. Wolken und mündet in platzartigen Aufweitungen vor der „Minimalhouse“-Bebauung. Diese Freiräume reihen sich zwischen den Typologien bis zur Brenzkirche hin auf, finden jedoch dort keinen würdigen Abschluss. Die Einmündung in der Landenberger Straße bleibt unverändert. Ein Verschwenken der Straße wäre nur mit Eingriff in die städtebauliche Struktur möglich.
    Die KiTa ist im Baukörper gegenüber der Brenzkirche sinnvoll platziert.
    Das energetische Konzept ist durchdacht und entspricht dem Stand der Technik.
    Die Vorschläge zur Quartiersmöblierung bestätigen den hohen gestalterischen Anspruch an das Quartier.
    Der Entwurf besticht durch seine starke Konzeption und gestalterische Haltung, empfiehlt sich aufgrund der mit dem Wettbewerbsbeitrag vorgeschlagenen Dimensionierungen der Gebäudestrukturen und den sich daraus ergebenden Problemen für eine Überarbeitung.
    Bei der Überarbeitung sollte die Belichtungssituationen der amorphen Baukörper, insbesondere der hohe Anteil der Nordwohnungen, optimiert werden. Anhang von exemplarischen Grundrissen ist die Leistungsfähigkeit und Nutzungsverteilung des Raumprogramms nachzuweisen. Ebenfalls sollten die Dimensionierungen (Nutzflä-cheneinheiten) der Vorderreihe überdacht werden. Bei dieser Bebauung ist heraus-zuarbeiten, in wieweit die EG-Nutzungen zu einer Belebung des Zwischenraums bei-tragen könnten.
    Zuletzt ist der Platz an der Brenzkirche als neuer Freiraum und Quartiersplatz zu präzisieren. Dabei spielt die Überarbeitung des Baukörpers gegenüber der Brenzkirche eine wichtige Rolle.


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