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  • DE-83022 Rosenheim
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-174117)

Neubau Sudetendeutsches Museum


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Bauphysiker
    Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: GEORG • SCHEEL • WETZEL ARCHITEKTEN, Berlin (DE)
    Modellbauer: González Modellbau, Berlin (DE)

    Preisgeld
    25.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Dem Verfasser gelingt es auf einfache Weise, über einen abgestuften Baukörper einen klaren Endpunkt des Gebäudeensembles in der Hochstraße zu definieren. Die figürliche Konfiguration wurde gewürdigt, die Höhenentwicklung jedoch kontrovers diskutiert.
    Der Umgang mit der Fassade, bei dem die transparenten Flächen der Treppenhäuser sowie der Vertiefungsräume durch eine Perforation des Ziegelmauerwerkes belichtet werden, wurde vor allem im Hinblick auf die Unterhaltskosten lebhaft diskutiert. Hier besteht nach Ansicht des Preisgerichts die Möglichkeit zu reagieren, ohne die Erscheinung der Fassade zu beeinträchtigen.
    Man betritt das Museum von der Hochstraße aus und gelangt in ein angemessen dimensioniertes Foyer, in dem sich zur Rechten der Empfang befindet. Dann allerdings ist die Wegeführung nicht mehr eindeutig; der Aufzug, der die Besucher an den Anfang der Ausstellung im 3. OG bringt, liegt in ihrem Rücken. Gleichwohl ist der Rundgang von oben nach unten ein interessanter Ansatz, der konsequent durchgehalten wird und die Besucher am Ende mit einer kleinen Drehung in das Bistro bringt. Es liegt ansprechend unter Bäumen zum Auer Mühlbach gewandt und hat damit das Potential, auch unabhängig
    vom Museum zu funktionieren. Der enge Auftakt der Treppe entspricht nicht der Großzügigkeit in den Obergeschoßen.
    Die Ausstellungsräume sind klar und beliebig gestaltbar, in den jeweils zugeordneten Vertiefungsbereichen entsteht eine angenehme Raumqualität. Auch die Nebenräume in den beiden Untergeschoßen sind übersichtlich angeordnet.
    Von Süden her puffert der Verfasser das Gebäude mit einem interessant belichteten Treppenhaus, das als einziger Flucht- und Rettungsweg aber nicht ausreichend ist.
    Die klare Entwurfskonzeption lässt es möglich erscheinen, den Entwurf im vorgegebenen Kostenrahmen zu realisieren.