loading
  • 2. Preis Hochbaulicher Realisierungsteil

    Modellausschnitt Hochbau, © HAYNER ARCHITEKTEN

    Architekten
    HAYNER SALGERT ARCHITEKTEN, Düsseldorf (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. i.V. Andrea Salgert , Michael Hayner

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: hermanns landschaftsarchitektur umweltplanung, Schwalmtal (DE)

    Preisgeld
    15.600 EUR

    Erläuterungstext
    Mittels dreier Klassenhäuser und einer verbindenden Erdgeschosszone, die sich aus dem südöstlichen Geländeversprung entwickelt, entsteht das neue Gebäudeensemble. Dieses orientiert und öffnet sich zur Bestandsschule. Die Höhen- und Gebäudevolumenausbildung der kompakten Baukörper nimmt Rücksicht in ihrer Maßstäblichkeit sowohl auf die umgebende Bestandswohnbebauung als auch auf die neu entwickelten südwestlich gelegenen Häusergruppen.

    Ausgehend von dem Forum entwickelt sich die innere Erschließung zu den jeweiligen Zentren der Klassenhäuser, die durch die belichteten Atrien gebildet werden. Diese verbinden die Ebenen übergreifend miteinander. Um diese herum
    entsteht über alle Ebenen eine Lernlandschaft, die unterschiedliche Aufenthaltszonen mit kommunikativem Eigenschaften im Übergangsbereich zwischen Nutz- und Verkehrsflächen erzeugt.

    Zielsetzung bei der Entwicklung des Technikkonzeptes ist es, unter Ausnutzung der vorhandenen ökologisch hochwertigen Wärmeversorgung mittels Fernwärme ergänzt durch passive Maßnahmen den Energieverbrauch für die Beheizung des Gebäudes auf ein Minimum zu beschränken. Aufgrund des ruhigen Standortes ist in den Bereichen des allgemeinen Unterrichtes eine mechanische Be- und Entlüftung nicht erforderlich. Stattdessen wurde ein System entwickelt, dass in Verbindung mit den Atrien in den Klassenhäusern, die als „Abluftkanal“ genutzt werden können, eine natürliche Entlüftung unter Ausnutzung der thermischen Auftriebskräfte möglich macht.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die neuen Gebäude für die Stadtteilschule Lurup werden kompakt auf dem zur Verfügung stehenden Grundstück platziert. Im südwestlichen Bereich des Grundstücks wird die umgebende Struktur des kleinteiligen Wohnungsbaus fortgeführt und die Straße Kleinworts Höh wird zur Erschließung der neuen Wohnbauten als Sackgasse fortgeführt.

    Für die Schulerweiterung schlagen die Verfasser drei kubische Baukörper vor, die durch einen Sockel sehr sinnvoll miteinander verbunden werden. Der auf dem Grundstück befindliche Höhenversprung lässt diesen Sockel an einigen Stellen zu einem Teil der Landschaft werden. Die Sporthallen werden in diesem Bereich unauffällig und funktional sinnvoll untergebracht. Von einem durch Treppen differenzierten Pausenhof aus, der gut platziert an der Durchwegung des Schulgebäudes von der Luruper Hauptstraße zur Flurstraße liegt, wird das neue Gebäudeensemble erschlossen. Die Anordnung der Treppen im Pausenhofbereich scheint allerdings etwas unklar und nicht ganz sinnvoll.

    Im Erdgeschoss spannt sich zwischen den drei Kuben eine sehr großzügige, vielfältig nutzbare Fläche auf. Jeder der Kuben beinhaltet einen großzügigen Treppenkern, um den herum über breite, gut belichtete Flure die Klassen- und Fachräume erschlossen werden. Von Seiten der Schule wären hier allerdings differenziertere Flurbereiche mit besser nutzbaren Flächen wünschenswert. Die Positionierung und zusammenhängende Erschließung der Sporthallen wird als sehr positiv bewertet.

    Insgesamt bewertet die Jury den Entwurf als sehr angemessene Lösung für den speziellen Ort und die Anforderungen der Stadtteilschule Lurup.