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  • DE-72124 Pliezhausen
  • 01/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-187292)

Neubau Kinderhaus im Ortsteil Gniebel


  • 1. Preis

    Piktogramm

    Architekten
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Anthony Carimando, Jan Gienau

    Preisgeld
    12.000 EUR

    Erläuterungstext
    Mit dem Neubau des Kinderhauses wird die räumliche Situation am östlichen Ortsrand von Gniebel arrondiert, der Übergang zum angrenzenden Landschaftsraum definiert und der vorhandene Schulstandort gestärkt.

    Im Kontext von Grundschule, Sportanlage und schulischen Freiflächen entstehen Synergien zu den neuen 40 Kleinkinderplätzen. Losgelöst von dem angrenzendem Wohngebiet wird das Kinderhaus von Osten erschlossen.
    Ein großzügiger Platzbereich, eine attraktive Vorzone bildet die Eingangssituation, die Adresse des Neubaus. In dieser Situation sind baumüberstanden die erforderlichen Stellplätze geplant.
    Konzeptioneller Ansatz ist es, eingeschossig die Nutzungen und Funktionen um einen zentralen „inneren“ Platzbereich zu gruppieren.
    Die Umsetzung auf einer Ebene ermöglicht flexible Raum- und Nutzungszuordnungen und bietet für die zukünftigen Nutzer ein breites Spektrum an Raumsynergien und innenräumlichen Bezügen.
    Die eingestellten Innenhofsituationen schaffen differenzierte, geschützte Raumqualitäten.
    Innen- und Außenraum verweben sich in dem Entwurf.
    Alle vier Gruppenräume orientieren sich gleichwertig zu den südlich vorgelagerten, in Teilbereichen überdachten Spiel- und Freizeitflächen.
    Es entstehen lebendige Außenräume und Gartenhöfe, die Ruhe ausstrahlen.
    Zu dem „inneren“ Platz, der Mitte des Kinderhauses sind alle Gruppenräume mit ihren Garderobenbereichen zugeordnet. Spielbereiche, Sitzgruppen, Infobereiche ergänzen diesen Ort.
    Multifunktionsraum und Schulungsraum sind zu dieser Mitte orientiert und ermöglichen ein Einbeziehen des Foyers, des Platzes für die geplanten Veranstaltungen und Nutzungsüberlegungen.
    Aufgrund der angedachten externen Nutzungsmöglichkeit des Schulungsraums wurde dieser in den Bereich des Eingangs, in räumlicher Nähe des vorgelagerten Platzes verortet, um ein ungestörtes Nebeneinander zu gewährleisten.
    Die konzeptionellen Tandemgruppen sind auch architektonisch ablesbar, erlebbar umgesetzt.

    Aus der zentralen Mitte des Kinderhauses entstehen Licht- und Blickbezüge in die angrenzenden Frei- und Landschaftsräume. Die offenen und geschlossenen Fassadenstrukturen spiegeln diese inneren Funktionen nach außen.
    Die Außenfassaden werden in teilelementierter Holz-Rahmen-Bauweise vorgeschlagen. Neben der Haupteingangssituation wird für die geplante Vorbereitungsküche ein Nebeneingang von Norden ermöglicht.
    Die gewählten Baumstandorte neben der, den Ort prägenden dominanten Linde stellen das neue Kinderhaus unter ein parkartiges Baumdach. Die drei Bäume in den Innenhöfen, im Bereich der überdachten Spielterrassen ermöglichen diese Verzahnung von Landschaftsraum und Gebäudestruktur.
    Die, den Gartenhöfen zugeordneten Ruheräume schaffen für diese einen geschützten Außenraum.
    Energetisch wird ein Verbund mit der Heizzentrale der Grundschule vorgeschlagen, die durch eine thermische Solaranlage auf Teilbereichen des begrünten Daches ergänzt wird.

    Die entwerferische Entscheidung ein Kinderhaus auf einer Ebene, in Verzahnung zu den angrenzenden Landschafts- und Freiräumen zu entwickeln schafft eine Grundlage für vielfältige, flexible Nutzungs- und Raumsynergien der zukünftigen Nutzer, der Erzieherinnen und Kinder.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 19.12.2014, 12:18
Zuletzt aktualisiert 12.01.2015, 12:03
Beitrags-ID 4-96958
Seitenaufrufe 515