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  • DE-10409 Berlin
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-177873)

Wohnen an der Michelangelostraße


  • Anerkennung

    Max Nalleweg Architekten, © SenStadt Berlin

    Architekten
    Kim Nalleweg Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Kyung-Ae Kim , Max Nalleweg

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: TDB Landschaftsarchitektur Thomanek Duquesnoy Boemans, Berlin (DE)

    Preisgeld
    7.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit nimmt pragmatisch den Verlauf der Michelangelostraße weitgehend in die Planung auf.

    Das Grundgerüst basiert auf mehreren Typologien:

    - im Westen die signaturhaft angelegten, jedoch in der diffusen Höhenentwicklung nicht überzeugenden Eingangsbauten an der Greifswalder Straße

    - im Süden kräftige blockhafte Körper, die stadträumliche Kraft entwickeln und gleichzeitig vernetzende Bezüge ins nördlich und südlich angrenzende Bestandsquartier entwickeln, jedoch im Blockinneren zum Teil zu engen und schlecht belichteten Wohnsituationen führen

    - im nördlichen Bereich werden Lücken durch indifferent gesetzte Punkthäuser gefüllt, entlang der Michelangelostraße stellen die Verfasser einen „Blockrand“ her, der zwar den Schall abschirmt, aber gleichwohl durch die Höhe der vorgesetzten Schicht von bis zu acht Geschossen unmittelbar südlich des 5-geschossigen Bestandes diesen bei aller rückwärtig gewonnenen Freiraumqualität und Ruhe doch belastet. Dies gilt auch für die solitäre neue Zeile (8 Geschosse) vor der Bestandszeile mit 10 Geschossen.

    Im Osten werden Schule und ein Hochpunkt als Auftakt schlüssig gesetzt.

    Die Arbeit weist die höchste BGF des Teilnehmerfeldes auf. Sie erkauft diese – bei aller Nachvollziehbarkeit der städtebaulichen Setzungen -- durch oft sehr tiefe Grundrisse und bedenkliche Lichtverhältnisse.

    Insgesamt ist die Arbeit differenziert durchgearbeitet bis in die das Quartier in Nord-Süd-Richtung strukturierenden „grünen“ Fugen hinein.

    Etwas weniger Dichte und etwas weniger hochbaulicher „Gestaltungswille“ hätten der Arbeit allerdings gut getan.