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  • DE-56346 St. Goarshausen
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-172973)

Neugestaltung des Loreley-Plateaus im Welterbe Oberes Mittelrheintal


  • 1. Preis Zuschlag


    Visualisierer
    rendertaxi architecture.visualisation, Aachen (DE), Barcelona (ES) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: baukonsult-knabe Architekten-Ingenieure-Gesamtplaner GmbH, Erfurt (DE)
    Landschaftsarchitekten: plandrei Landschaftsarchitektur GmbH, Erfurt (DE)
    Stadtplaner: Stadtplanungsbüro Wilke, Erfurt (DE)
    Architekten: Pohl Architekten, Erfurt (DE), Suttgart (DE)

    Preisgeld
    28.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Preisgericht begrüßt den klaren Ansatz des Entwurfes, der die Potentiale des Standorts (Felsen, Panorama und Topographie) sowie die Mystik der Loreley überzeugend transportieren kann.
    Positiv wird die Haupterschließung betrachtet, die bis zu einer zentralen Empfangszone, dem Besucher- und Kulturzentrum, führt. Das nördlich hiervon begleitende Parkplatzband ist harmonisch im Gehölz integriert.
    Von der Empfangszone bis zur Spitze des Loreley-Plateaus werden die Besucher über eine Felsspalte geführt, die den Schiefer mit einem Weg zerschneidet und sich langsam bis zum Ende, dem Felsenplateau, zuspitzt. Dort öffnet sich ein breites Rheintalpanorama.
    Ruhe, Kontemplation und Mythos werden im mittig angeordneten Landschaftspark durch einen sich mäandernden Weg erfahrbar gemacht. Dieser verbindet verstreut angeordnete, kristallförmige, gebaute Elemente, die Tag und Nacht unerwartete Überraschungen bieten. Südlich vom Landschaftspark fügt sich ein auf den Ort abgestimmter gelungener Hotelentwurf als Erweiterung der Weinbergsterrassen sensibel in den Hang ein.
    In der verkehrlichen Organisation bei Großveranstaltungen weist die Arbeit Schwachpunkte auf. Auch ist die Anzahl der Besucherparkplätze knapp bemessen.
    Im Sinne einer touristischen Inwertsetzung ist diese Arbeit sehr gelungen. Es ist der mit Abstand mutigste Entwurf, der allein durch seine gestalterische Ausformung hohe mediale Aufmerksamkeit und Besuchsimpulse auslösen wird (Risiko der Abflachung des Erlebnisses bei Wiederholungsbesuchern). Die Kristalle sind hinsichtlich Anzahl/Standort, Funktion, Inhalt, etc. kritisch zu hinterfragen.