loading
  • 2. Preis

    © Jonas Strass, Marcel Kipping, Jan Wojtas

    Anzeige


    Projekt
    BER - Burnout-Erholungs-Resort

    Innenarchitekten
    Jonas Strass

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Marcel Kipping
    Architekten: Jan Wojtas

    Preisgeld
    1.500 EUR

    Erläuterungstext
    BER = Wer kriegt´s gebacken?

    Großprojekte wie die Elbphilharmonie in Hamburg, S21 in Stuttgart oder auch der Flughafen in Berlin sind bereits vor der Eröffnung, stark in der Kritik.
    Abgesehen von dem finanziellen Fiasko, stehen diese Projekte sinnbildlich für Größenwahn, Profilierungsgier und Inkompetenz einiger weniger Entscheidungsträger.
    Der Druck der auf den Projektbeteiligten lastet ist enorm. Nicht selten brechen viele durch den immensen Leistungsaufwand zusammen.
    Die Folge: Burnout.

    Das Großbauprojekt Hauptstadtflughafen BER ist diesem Größenwahnsinn zum Opfer gefallen.

    Auf dem Areal entsteht das erste Burnout-Erholungs-Resort, kurz BER, in Lebkuchenbauweise.
    In verschiedenen Themenparks wird dem Patient geholfen sich ganzheitlich zu resozialisieren und den Spaß am Leben wiederzufinden. Sei es bei den mannigfaltigen Angeboten im Bällebad (Start und Landebahn), im Anti-Aggressionszentrum beim Baggerfahren oder in der Disco; der Mensch steht im Mittelpunkt.

    In der, für die Öffentlichkeit zugänglichen Empfangshalle, ist das Museum für umstrittene Bauwerke beheimatet. Die Dauerausstellung zeigt die bekanntesten zeitgenössischen Vertreter ihrer Gattung.
    Das Museum ist eine Persiflage auf sich selbst. Ist doch die Hülle an sich das umstrittenste und zu erhaltenswerteste Exponat der Ausstellung.
    Zudem setzt sich, nach psychologischer Studie, der Patient mit der Materie Großprojekt direkt auseinander und bekommt so eine andere Sichtweise auf seine Probleme.
    Das Ziel des Aufenthaltes im BER ist, sein altes Ego abzustreifen und den Blick auf die wirklich wichtigen Dinge zu richten. So wird ein Ort, der auf politischer, sozialer und medialer Ebene zu trauriger Berühmtheit gelangte, in eine Institution der Freude und Lebenslust transformiert.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Ein Erholungs-Resort für ausgebrannte Manager von gescheiterten Großprojekten, das vor witzigen Ideen nur so sprudelt. Der enorme Ideenreichtum hat die Jury begeistert. Die Detailfülle lädt zu einer Entdeckertour durch die Darstellungen ein. Ein zweiter Blick lohnt sich! Eins wird sofort klar, dieses Modell wurde mit viel Aufwand und viel Spaß gebaut. Ein sehr humorvoller Entwurf, der in seiner collagenhaften Comicästhetik besticht. Kommentar der Jury: „Auf ins Bällebad!“


INFO-BOX

Angelegt am 02.02.2015, 10:44
Zuletzt aktualisiert 31.01.2017, 12:52
Beitrags-ID 4-98161
Seitenaufrufe 1237

Anzeige







Anzeige