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  • DE-70619 Stuttgart
  • 01/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-177519)

Ersatzneubau Sporthalle Werkrealschule Heumaden


  • 3. Preis

    Lageplan, © LIMA* architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: LIMA architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    1. Städtebauliche und freiräumliche Qualität
    Die Anordnung des Gebäudes an der Nord-Ost-Ecke des Grundstückes bietet eine Markierung des Straßenraumes bei gleichzeitigem Erhalt des Baumbestandes. Der Eingang ist auch für fremde Besucher eindeutig erkennbar und ist durch eine großzügige Überdachung mit Sitzgelegenheiten im Freien ausgearbeitet.
    Die überdachten Fahrradstellplätze sind baulich in der Gebäudeform enthalten. Der Pausenhof und das Spiel- und Sportfeld sowie die Weitsprunganlage wurden in ihrer Größe im Vergleich zum Bestand reduziert.

    2. Architektonische und gestalterische Qualität
    Die klare Gliederung eines Gesamtbaukörpers mit ablesbaren Nutzungen lässt auch im Innenraum eine klare Gliederung erkennen und erlaubt eine leichte Orientierung.
    Positiv fallen der Bezug sowie die Zugängigkeit vom gemeinsamen, von der Größe her angemessenen Foyer zur Sporthalle und Schwimmhalle auf.
    Die Baukörper aus Sichtbetonfertigteilen, die eine verkürzte Bauzeit zulassen, kommen auf einem gläsernen Sockel zum Liegen. Die durchgehende Transparenz im Sockel lässt das Gebäude leicht erscheinen, die „schweren“ Baukörper Schwimmhalle, Sporthalle sowie die Dachplatten scheinen zu schweben.

    3. Das Raumprogramm ist erfüllt, die Anordnung der Bereiche Sporthalle, Schwimmhalle und „Service“, der das Foyer, die Teeküche und etc. beinhaltet, funktionieren sehr gut zueinander. Alle Nutzungen sind vorbildhaft auf einer Ebene angeordnet, die Schwimmbadtechnik befindet sich richtigerweise im Untergeschoss. Lediglich die Teeküche hat nur eine indirekte Anbindung über das Foyer und die Umkleideschleusen zur Sporthalle, was als nachteilig bewertet wird. Durch die Belichtung von oben erhält das Foyer trotz der inneren Lage ausreichend natürliche Belichtung, lässt jedoch einen Außenbezug vermissen.
    Die Sporthalle ist durch ausformulierte Umkleideschleusen erschlossen, bietet einen Ausblick und eine Korrespondenz mit dem Festplatz. Durch die großen Verglasungen auf der Sportplatzseite ist jedoch die Nutzungstauglichkeit der Sporthalle, sowie die Anbringung von Turngeräten eingeschränkt. Der Nebeneingang funktioniert gut als Zugang zum Außenspielfeld, jedoch funktioniert der Lehrerraum nicht als Regiefunktion.
    Die Schwimmhalle funktioniert ebenfalls sehr gut in der Funktionalität, durch ebenfalls schleusenartig angeordnete Umkleidebereiche. Die Schwimmhalte ist nach Westen transparent, jedoch genügen von der Straße abgerückt, was eher wie wünschenswert, Ausblicke als Einblicke zulässt.
    Positiv wird auch die Anordnung des Außengeräteraums und des Hausmeisterlagers bewertet.

    4. Von der Wirtschaftlichkeit her liegt dieser Entwurf im mittleren Bereich und ist durchaus als kompakt einzuordnen.

    5. Das energetische Konzept hilft, die Folgekosten niedrig zu halten.

    Insgesamt fällt dieser Entwurf positiv auf, durch seine städtebauliche Präsenz, seine Kompaktheit, die innere Ordnung und Funktionalität. Es ist ein ansprechender Beitrag zur gestellten Bauaufgabe.