loading
  • DE-95326 Kulmbach
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-181316)

Zentralparkplatz und Tiefgarage


  • Anerkennung

    Detail

    Architekten
    Bathke Geisel Architekten, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: fischer heumann landschaftsarchitekten, München (DE)
    Verkehrsplaner: Tögelplan, Ludwigsburg (DE)
    Tragwerksplaner: merz kley partner, Dornbirn (AT), Altenrhein (CH)
    Visualisierer: bruderdesign. 3D-Visualisierung und Entwurf, München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Dem Verfasser gelingt eine zweckmäßige Aufteilung des Zentralplatzes in verschiedene Funktionsbereiche. Die Konzentration der Parkfläche mit Zufahrt von der Sutte aus ermöglicht eine Flanierzone vor den Läden und Gastronomieeinrichtungen sowie eine großzügige multifunktionale Freifläche an der Grabenstraße. Hier gelingt die Verbindung zwischen Altstadt und Stadthalle für Fußgänger – eine eindeutige Wegeführung mit guter Orientierungsmöglichkeit. Die Aufenthaltsqualität dieses Platzbereiches könnte allerdings besser ausformuliert werden. Bei den Bodensprudlern, die den Platz beleben, sind wirtschaftliche Aspekte zu bedenken.

    Ein großer Nachteil dieses konzeptionellen Ansatzes ist die Konzentration des Verkehrs auf die Sutte. In Verbindung mit nur einer Tiefgaragenzufahrt – nämlich der bestehenden an der Stadthalle – entsteht hier eine hohe Verkehrsdichte, die die trennende Wirkung zur Stadthalle eher verstärkt. Es wird bezweifelt, dass breite Zebrastreifen diesen Effekt mildern.

    Die Touristenbusse sind im Hinblick auf die Altstadt abseits platziert. Dennoch bleibt der Straßenraum der Klostergasse unnötig breit. Aus verkehrsplanerischer Sicht wird der Knotenpunkt Sutte/Kronacher Straße/Webergasse nicht funktional gegliedert.

    Der Vorschlag, am Gelenk Klostergasse/Grabenstraße ein pavillonartiges Gebäude zu errichten wird positiv bewertet. Allerdings lässt sich die Zweigeschossigkeit lediglich städtebaulich begründen. Die Kriterien der Barrierefreiheit sind weitgehend erfüllt.

    Die Positionierung des Bierzeltes ist problemlos möglich. Die Chancen, attraktive Freischankflächen anzubieten, wurden allerdings nicht ausgeschöpft. Flucht- und Rettungswege sind vorgabegemäß nachgewiesen. Die WC-Anlagen sind deutlich unterdimensioniert.

    Die Tiefgarage ist klar und zweckmäßig organisiert. Der Verfasser plant eine grundlegende Sanierung mit Ausnahme der Nebenräume. Es wird eine punktgestützte Platte mit dem Raster 16 m x 7,50 m vorgeschlagen, um die Aufbauhöhe zu reduzieren. Die Wirtschaftlichkeit dabei ist nicht klar. Es fehlen die Schleusen zu den Treppenaufgängen. Die Zufahrt nur über die Stadthallentiefgarage ist ein schwer wiegender Nachteil.