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Nichtoffener Wettbewerb | 02/2015

Neubau der Feuer-und Rettungswache mit Leitstelle – Hauptwache Gütersloh

2. Preis

Preisgeld: 17.000 EUR

SUPERGELB ARCHITEKTEN

Architektur

club L94

Landschaftsarchitektur

G-TEC Ingenieure GmbH

TGA-Fachplanung

GATERMANN + SCHOSSIG Architekten | 1984-2020

Architektur

Erläuterungstext

Das Freiraumkonzept für den Neubau der Feuer- und Rettungswache in Gütersloh setzt sich zum Ziel, die Gebäudestruktur und die dazugehörigen Freiflächen als Ganzes erscheinen zu lassen.
Als Grundgerüst dafür dient ein funktionaler Asphaltbelag, über den sich eine rasterartige Bänderung aus roten Linien und Flächen zieht. Diese richtet sich an Gebäudekubatur und -grundriss aus und generiert eine optische Einheit der Freiflächen. Diese rötliche Akzentuierung entlehnt sich aus dem Themenkreis Feuerwehr.
An der Kreuzung von Friedrich-Ebert-Straße und Prekerstraße wird vor dem Empfangsbereich der Feuer- und Rettungswache ein rot unterlegter Eingangsplatz herausgebildet.
Entlang der Straßen und der westlichen Gebäudeflanke werden Gehwege angeboten. Bereits bestehende Baumreihen können weitestgehend erhalten werden und säumen das Grundstück.
Westlich und östlich werden das Gebäude begleitend schmale Grünflächen ausgebildet, die dem steinernen Eindruck der Gesamtfläche entgegenwirken.

Beurteilung durch das Preisgericht

Städtebau
Der Entwurf nimmt die Raumkanten der umgebenden Straßen auf und entwickelt daraus einen annährend Parallelogramm-förmigen Baukörper mit rechteckigem Innenhof.
Der Baukörper springt an der Prekerstraße deutlich zurück und bildet dort an der Ecke zur Friedrich-Ebert-Straße eine öffentlichen Vorfläche, die Haupteingang und Hofausfahrt der Einsatzfahrzeuge umfasst. Dies korrespondiert mit der Baukörperstaffelung, die von einem Geschoss an Vennstraße und Marktplatz bis zur Ecke Prekerstraße / Friedrich-Ebert-Straße auf drei Geschosse ansteigt.

Architektur
Die Verfasser entwickeln eine Hoftypologie, wobei die Baukörper selbstverständlich dem Straßenverlauf folgen. Die Fassaden folgen als komplett durchgehende Bandfassade diesem Verlauf.

Die Betonung der Ecke und die Lage des Foyers mit dem Rücksprung akzentuiert den ansonsten horizontal gegliederten Block. Die komplett durchgezogene Bandfassade erscheint fragwürdig, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Räume nicht überall dazu passen. Die Transparenz des Baukörpers zur Friedrich-Ebert-Straße ermöglicht spannende Einblicke.

Funktionalität
Die Ruheräume zum Innenhof sind zwar gut ausgerichtet, aber zu klein bemessen. Das große Foyer mit Empfang wird als entbehrlich betrachtet.

Wirtschaftlichkeit
Die Bauwerkkosten liegen im Mittelfeld der Wettbewerbsteilnehmer. Von den Lebenszykluskosten ist der Entwurf über dem Durschnitt anzuordnen, wobei der Energieverbrauch als durchschnittlich zu bewerten ist. In den Baumassen weist der Entwurf eine mittlere Bruttogrundfläche und eine überdurchschnittliche Außenwandfläche im Teilnehmerfeld auf.