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Nichtoffener Wettbewerb | 09/2011

1. Realisierungsabschnitt Freiham Nord - Bearbeitungsbereich A: Schwerpunkt Stadtteilzentrum sowie Schul-und Sportzentrum, Bearbeitungsbereich B: Schwerpunkt Wohnen und Quartierszentrum

Visualisierung

Visualisierung

5. Rang / Bearbeitungsbereich B

AS+P Albert Speer + Partner GmbH

Stadtplanung / Städtebau

ee concept gmbh

Energieplanung

gbm modellbau gmbh

Modellbau

Erläuterungstext

‚ÄĘ St√§dtebauliches Leitbild / Kernidee f√ľr den Stadtteil
‚ÄĘ Integration in die umgebenden Strukturen
‚ÄĘ Quartiersbildung Wohnen
‚ÄĘ Integration in die umgebenden Strukturen
‚ÄĘ Qualit√§t und Gestaltungsansatz √∂ffentlicher Raum und Pl√§tze

Das ausgeschriebene Programm legt sich ‚Äď entlang des Freiham-Neuaubinger Gr√ľnbands ‚Äď an den westlichen Rand des bestehenden st√§dtischen Gef√ľges Neuaubings. Im Sinne einer schl√ľssigen Stadterweiterung wird neben der Ausbildung einer Freiraumfuge vor allem eine r√§umliche Verklammerung des neuen Stadtraumes mit dem Bestand angestrebt. Das wesentliche Merkmal dieser Verklammerung besteht in einem System aus ‚ÄěFreiraumschienen‚Äú, das sich k√ľnftig ‚Äď ausgehend von bestehenden Freir√§umen im √∂stlichen Stadtraum ‚Äď in Ost-West-Richtung √ľber das gesamte Planungsgebiet bis an den √§u√üeren westlichen Landschaftspark erstrecken soll. In variierender Gestaltung und Nutzung stiften diese besonderen Freir√§ume die Identit√§t und den unverwechselbaren Charakter des neuen Stadtteils. Sie f√∂rdern die Begegnung der k√ľnftigen Bewohner mit der bestehenden Nachbarschaft und wirken nicht zuletzt auch als Orientierung gebende, auf den Stadtk√∂rper von Freiham ausgerichtete R√§ume.

Die gro√ür√§umige Gliederung und r√§umliche Einbettung des neuen Stadtteils wird √ľber das Motiv radial verlaufender Gr√ľnfinger erreicht, die den gesamten neuen Stadtteil kammartig mit dem Landschaftsraum verzahnen. Insgesamt entsteht langfristig ein Bild aus gro√üen, clusterartigen Siedlungsfeldern in einem gro√üz√ľgig gr√ľnen, landschaftlichen Kontext.

Erg√§nzt wird das System der in Ost-West-Richtung verlaufenden Verklammerung um eine innere r√§umliche Organisation des linear in Nord-S√ľd-Richtung zugeschnittenen Wettbewerbsgebietes sowohl √ľber die schlaufenartig gef√ľhrte verkehrliche Erschlie√üung als auch √ľber ein weiteres kleinteiliges Wegesystem f√ľr Fu√üg√§nger und Radverkehr erreicht. Dieses nord-s√ľd ausgerichtete System ‚Äěf√§delt‚Äú sowohl alle inneren Quartierspl√§tze (Quartierstreffs) als auch s√§mtliche Wohnfolgeeinrichtungen auf und bildet ein quartiersinternes Erschlie√üungsnetz. Das R√ľckgrat des gesamten neuen Siedlungsk√∂rpers wird die zentrale Quartiersachse in der zuk√ľnftig die Tramlinie gef√ľhrt werden wird.

Das bauliche Programm verteilt sich auf drei Quartiere mit einem Quartierszentrum. Im Sinne von ‚Äěgeordneter Vielfalt‚Äú sollten diese Quartiere jeweils eine eigenst√§ndige gestalterische Handschrift tragen, die sich sowohl √ľber unterschiedliche st√§dtebauliche und bauliche Strukturen als auch √ľber unterschiedlich ausgebildete Freir√§ume vermittelt. Dieses Prinzip er√∂ffnet auch der langfristigen Entwicklung westlicher ‚ÄěSchlusssteine‚Äú gewisse Spielr√§ume f√ľr Innovation, ohne dabei das zugrundeliegende st√§dtebauliche Prinzip der Cluster und Quartiere aufgeben zu m√ľssen. W√§hrend die im Norden und S√ľden an das Zentrum angelagerten Wohnquartiere als ‚ÄěQuartiere am Anger‚Äú mit Bezug nach Neuaubing ausgebildet werden, stellt das s√ľdlich des Gr√ľnfingers gelegene ‚ÄěQuartier am Park‚Äú eine wohnbauliche Erg√§nzung des Stadtteilzentrums mit eigener zentralen Mitte dar.

Wesentliches und auch gemeinsames Merkmal der Quartiere besteht in der Kleinteiligkeit und Varianz ihrer Baufelder, die eine Entwicklung in √ľberschaubaren Gr√∂√üenordnungen erlaubt. Jedes Quartier soll eine in sich schl√ľssige Mischung aus unterschiedlichen Wohnformen enthalten, die damit auch eine schrittweise Entwicklung unter Wahrung von Vielfalt erm√∂glicht. Die n√∂rdlich und s√ľdlich an das Stadtzentrum angegliederten Wohnquartiere mit den identit√§tspr√§genden gr√ľnen Freiraumschienen (Anger) bilden von West nach Ost unterschiedliche ‚ÄěMikroidentit√§ten‚Äú aus, die der Identit√§tsbildung der Nachbarschaften dienen und unterschiedliche r√§umliche Angebote schaffen. Diese sind charakterisiert durch ihre Diversit√§t in baulichen und freiraumplanerischen Typologien, Nutzungen, Dichten und Wohnformen. Vom ‚Äěst√§dtisch-gemischten Baufeld‚Äú findet von Westen nach Osten in Richtung Freiham-Neuaubinger Gr√ľnband eine Abstufung √ľber das ‚Äěst√§dtisch-gr√ľne Baufeld‚Äú bis hin zum ‚Äěst√§dtisch-suburbanen Baufeld‚Äú statt. Der gew√§hlte Ansatz des solarorientierten St√§dtebaus wird so umgesetzt, dass sich private/gemeinschaftliche breite Innenhofbereiche, schmale Stra√üenquerschnitte und √∂ffentliche gr√ľne Freiraumschienen abwechseln.

Das s√ľdliche ‚ÄěQuartier am Park‚Äú folgt dem st√§dtebaulichen Prinzip, aufgel√∂ste Wohnbl√∂cke auszubilden, die sich um einen inneren ruhigen Wohnhof orientieren. Dabei gilt es ebenfalls eine Vielfalt an Typologien anzubieten. Zentrales Element des Quartiers bildet der Quartierspark, an den sich die Wohnh√∂fe anlegen.

Trotz der Unterschiedlichkeit der Auspr√§gung der Quartiere entfaltet sich die Volumetrie und K√∂rnigkeit der Quartiere gesamthaft homogen und neutral, so dass sich ein ruhiges Gesamtbild mit einer klaren Silhouette ergibt. Dabei k√∂nnen an geeigneten Orten durchaus gem√§√üigte bauliche Hochpunkte entstehen. Beispielsweise w√§ren die Haltestellen des √Ėffentlichen Personennahverkehrs und auch besondere Zug√§nge der Quartiere ‚Äď im Bereich der gr√ľnen Schienen ‚Äď geeignete Standorte st√§dtebaulicher Akzente. W√§hrend im Plangebiet n√∂rdlich des Gr√ľnfingers ein baustruktureller Bezug zu den Hochpunkten Neuaubings aufgebaut wird, formiert sich im ‚ÄěQuartier am Park‚Äú ein eigener Quartiersrahmen mit Betonung der Quartiersmitte. Als √ľbergeordnete Landmarks der Gesamtentwicklung werden entlang der Haupterschlie√üungsachse 8-geschossige bauliche Akzente vorgeschlagen. Hierbei wird ein ausgewogenes und ma√üst√§bliches Gesamtbild angestrebt.

Das Quartierszentrum √∂ffnet sich mit zwei unterschiedlich gro√üen Platzr√§umen zu seinem korrespondierenden Umfeld. Im Bereich der westlichen Haupterschlie√üungsstra√üe soll der zentrale Stadtplatz des Stadtteils mit einer angrenzenden solargedeckten Parkierungsanlage f√ľr den Einzelhandel entstehen, w√§hrend am √∂stlichen Rand die bestehende Nachbarschaft √ľber einen B√ľrgergarten Zugang zu den Infrastrukturen erh√§lt. Die innere Erschlie√üung des Wettbewerbsabschnitts ist ebenfalls auf eine attraktive Erreichbarkeit des Zentrums ausgerichtet. Das Quartierszentrum mit den Nutzungsschwerpunkten Einzelhandel/Nahversorgung sowie kulturellen, sozialen und religi√∂sen Einrichtungen wird zur Erzielung einer 24-Stunden-Aktivit√§t um Wohnadressen erg√§nzt. Zentral am Stadtplatz liegt die Altenpflegeeinrichtung, √ľber den im Erdgeschoss vorgesehenen Einzelhandelsfl√§chen kann Mehrgenerationenwohnen realisiert werden.


‚ÄĘ Phasenweise Entwicklung / Bildung von Realisierungsabschnitten

Den baulichen Auftakt wird das Quartierszentrum bilden. Dieser Baustein sollte aber auch eine erste Mantelbebauung mit Wohnnutzungen beinhalten. Je nach Entwicklungskonzept f√ľr Bearbeitungsbereich A k√∂nnte simultan, aber ggf. auch zeitlich entkoppelt, ein erster Wohnquartiersbaustein im S√ľden am Stadtteilzentrum entwickelt werden. Zeitgleich muss jedoch zwingend die Haupterschlie√üung realisiert werden. In den folgenden Schritten f√ľllt sich das Ger√ľst der Siedlungsstruktur in seinen Zwischenr√§umen in einer Weise, dass sich stets abgeschlossene Schichten und Nachbarschaften abbilden. Eine Entwicklung in den geplanten Gr√∂√üenordnungen ist dabei ebenso m√∂glich, wie eine allf√§llige Entwicklung in wesentlich kleineren Schritten.


‚ÄĘ Verkehrliche Erschlie√üung

Ausgehend von der in Nord-S√ľd-Richtung verlaufenden Haupterschlie√üung mit Tramtrasse wird das Gebiet f√ľr den motorisierten Individualverkehr √ľber Schlaufen erschlossen. Das Prinzip der inneren Ringerschlie√üung kann analog zu den Siedlungsbausteinen schrittweise entwickelt werden.

Die Tram wird in Nord-S√ľd-Richtung √ľber die Haupterschlie√üungsstra√üe in einem Gleisk√∂rper in Mittellage gef√ľhrt. Drei Haltestellen erschlie√üen die Quartiere in einem Haltestellenabstand von weniger als 300 Metern.

Die randliche Erschlie√üung der Quartiere erfolgt √ľber Wohnwege, die neben der Erschlie√üungsfunktion eine hohe Aufenthaltsqualit√§t und Raum f√ľr Kommunikation bieten.

Der ruhende Verkehr f√ľr Einwohner und gewerbliche Nutzung wird unter den Geb√§uden in blockbezogenen Tiefgaragen untergebracht, die Besucherparkpl√§tze werden im √∂ffentlichen Stra√üenraum angeordnet. Die Stellpl√§tze f√ľr die Bewohner der Reihenh√§user und Townhouses befinden sich auf dem Grundst√ľck bzw. im Haus.


‚ÄĘ Freiraumplanerisches Konzept

Das Entwurfskonzept formt aus den drei Grundelementen Freiham-Neuaubinger Gr√ľnband, Gr√ľnfinger und Freiraumschienen ein zusammenh√§ngendes Freiraumsystem, das f√ľr die Bewohner eine optimale Freifl√§chenversorgung gew√§hrleistet und ein selbstverst√§ndlicher Baustein im Stadtgef√ľge wird, der sich zugleich mit dem Bestand vernetzt.

Die beiden √ľbergeordneten Gr√ľnz√ľge folgen einem durchgehenden Strukturprinzip: Offene Freizeitwiesen stehen locker baum√ľberstandenen Blumenwiesen gegen√ľber. Die regelm√§√üig gem√§hten Wiesenfl√§chen bieten Raum f√ľr Freizeitaktivit√§ten, w√§hrend man in den extensiv bewirtschaften Blumenwiesen in die Natur eintauchen kann. Gleichzeitig bilden die extensiven Fl√§chen einen Distanzraum zur angrenzenden Bebauung. Im Freiraumband bilden Baumgruppen aus Gold- und Roterle den Saum, im Gr√ľnfinger der sich zum Landschaftspark √∂ffnet f√ľhren Kiefern und Ahorn in die offene Landschaft.
Im Freiham-Neuaubinger Gr√ľnband wird dieses Grundmotiv √ľberlagert von den Freiraumschienen, die den Raum gliedern und den L√§rmschutzwall durchstechen. Die Schienen liegen gegen√ľber den Wiesenfl√§chen leicht erh√∂ht und werden gefasst von Kiesgabionen, die auch den Wall in den Durchstichen abfangen. Der bepflanzte L√§rmschutzwall ist ein beeindruckendes landschaftliches Element und gr√ľnes R√ľckgrat f√ľr das Freiraumband, dennoch bildet er im Moment eine Grenze, die punktuell ge√∂ffnet werden muss. K√ľnftig wird er nicht mehr Siedlungsrand sein, sondern √ľber die aktiven Nutzungszonen in den Durchstichen ein verbindendes Element f√ľr die benachbarten Stadtquartiere sein.

Die Freiraumschienen sind nicht nur bedeutsame Verbindungsr√§ume, sondern auch intensive Kommunikations- und Aktivit√§tszonen. Den Spielbereichen in den Durchstichen liegen in den neuen Quartieren im Norden multifunktionale Nachbarschaftspl√§tze gegen√ľber. Bepflanzte Kiesmulden entlang der Erschlie√üungswege f√ľhren das Regenwasser ab und fassen die innere, flexibel nutzbare Fl√§che r√§umlich. Neben Selbstversorgungsg√§rten, lassen sich auf den offene Rasenfl√§chen zuk√ľnftig ben√∂tigte Freiraumangebote zusammen mit den Bewohnern realisieren. So entsteht in den neuen Nachbarschaften ein gemeinschaftlicher gr√ľner Anger.

Im Quartierszentrum bildet eine steinerne Schiene den zentralen Verbindungsraum nach Neuaubing und die Klammer zwischen den urbanen Pl√§tzen. Dem gro√üz√ľgigen, offenen Platz im Herzen des neuen Stadtteils steht ein eher introvertierter gr√ľner Freiraum am Gr√ľnband gegen√ľber. Eine pr√§gnante Baumspange fasst die beiden R√§ume und bildet den gr√ľnen R√ľcken in der zentralen Schiene. Der gro√üe Stadtplatz bietet ausreichend Platz f√ľr M√§rkte und Veranstaltungen, w√§hrend der gr√ľne B√ľrgergarten florale Abwechslung und schattige Aufenthaltsbereiche schafft.

Im s√ľdlichen Quartier bildet ein kleiner Park die gr√ľne Mitte, die von Baumrahmen und Heckenstreifen umschlossen ist. Eine befestigte Fl√§che mit Sitzelementen im Norden und einem Spielplatz im S√ľden erg√§nzen das Nutzungsangebot. Die Schienen binden nach Osten an die bestehenden Freizeit- und Spielfl√§chen, sowie an den neuen Zugangsbereich der Kinder- und Jugendfarm an.

Das Vegetationskonzept leitet sich aus vier Grundprinzipien ab:
- eine vierreihige Allee aus säulenförmigen Bäumen entlang der zentralen Erschließungsachse (z.B. Spitzahorn),
- Baumreihen aus kleinkronigen Bl√ľtenb√§umen (z.B. Prunus, Sorbus) entlang der Ost-West Verbindungen,
- Gr√ľne Raumkanten aus gro√ükronigen, lichten B√§umen (z.B. Gleditschie, G√∂tterbaum) an der zentralen Baumspange und dem Baumrahmen im s√ľdlichen Quartier und
- wegebegleitenden Heckenstreifen in Nord-S√ľd Richtung.


‚ÄĘ √Ėkologisches Konzept / Nachhaltigkeit / Energie

Allgemein
Kompakte Bauk√∂rper, g√ľnstige Ausrichtungen, sinnvolle Nutzungsverteilung und gro√üz√ľgige Abst√§nde erleichtern die Minimierung von Energieverlusten und die Maximierung von passiven solaren Gewinnen. Die gew√§hlte Anordnung der Bauk√∂rper unterschiedlicher Typen erm√∂glicht eine optimale, kosten- und verlustreduzierte Verteilung der regenerativ gewonnenen W√§rme im geplanten Nahw√§rmenetz.

Regenerative Stromerzeugung durch Photovoltaik kann auf nahezu allen Dachfl√§chen sinnvoll eingesetzt werden und dar√ľber hinaus an klar definierten Stellen des Quartiers an Fassaden und als √úberdachung von Au√üenr√§umen zur Identit√§tsbildung beitragen.

Dachfl√§chen und Au√üenr√§ume k√∂nnen gr√∂√ütenteils begr√ľnt werden und somit den Regenwasserhaushalt sowie das Mikroklima g√ľnstig beeinflussen. Dies geschieht nicht auf Kosten, sondern einhergehend mit abwechslungsreichen st√§dtischen R√§umen hoher Nutz- und Aufenthaltsqualit√§t.

Hohe bauliche Dichte und solarenergetische Optimierung
Alle Bauk√∂rper weisen gem√§√ü ihrer Bautypologie eine hohe Kompaktheit auf, ein Gro√üteil dar√ľber hinaus auch eine Ausrichtung nach S√ľden mit leichter Auslenkung nach Osten. In allen Bereichen sind die Abst√§nde der Bauk√∂rper zueinander optimiert, ohne dabei die Anforderungen an die notwendige und sinnvolle bauliche Dichte aus den Augen zu verlieren.

Im n√∂rdlichen Teil wird der h√§ufig ungel√∂ste Konflikt von solaroptimierten Abst√§nden und sich abwechselnden breiten Innenhofr√§umen und schmalen Stra√üenr√§umen durch eine Aufweitung der Stra√üenr√§ume zu den gr√ľnen Schienen sinnf√§llig gel√∂st. Neben einem gro√üz√ľgigen Abstand der Bauk√∂rper untereinander bilden die Anger auch zentrale R√§ume f√ľr die Erschlie√üung und Identit√§tsbildung von Nachbarschaften.

Ein besonderes Element stellen auch die Hochpunkte entlang der Haupterschlie√üungsachse dar. Trotz ihrer H√∂he beeintr√§chtigen sie aber keine umgebenden Geb√§ude, da sie immer s√ľdlich von Freifl√§chen angeordnet sind und auch nur diese verschatten.


Optimierung Wärmeversorgung
Das geplante Niedertemperatur-Nahw√§rmenetz wird aus dem Geothermie-Heizkraftwerk im S√ľden des Planungsgebietes gespeist und die Haupttrasse voraussichtlich dem Verlauf der Nord-S√ľd-gerichteten Haupterschlie√üungsachse folgen. Die vorgeschlagene st√§dtebauliche Struktur erm√∂glicht eine optimale Verteilung der regenerativ erzeugten W√§rme.

Die bauliche Dichte nimmt von S√ľden nach Norden und von der Haupterschlie√üungsachse ausgehend zum Freiham-Neuaubinger Gr√ľnband hin ab und somit auch die zu erwartende Abnahmedichte mit zunehmendem Abstand vom Heizkraftwerk. Dar√ľber hinaus k√∂nnen die von der Hauptleitung abgehenden Stichleitungen gr√∂√ütenteils in den zu errichtenden Tiefgaragen gef√ľhrt werden. Dies reduziert sowohl die Investitionskosten als auch die W√§rmeverluste im laufenden Betrieb.

Die am nord√∂stlichen Rand des 1.Realisierungsabschnitts gelegenen drei Baufelder mit √ľberwiegend Einfamilienhausbebauung weisen die geringste bauliche Dichte und damit auch die geringsten zu erwartenden Abnahmedichte auf. Gleichzeitig sind sie am weitesten vom Heizkraftwerk entfernt. Hier wird vorgeschlagen den Passivhaus-Standard f√ľr die zu errichtenden Geb√§ude vorzugeben und die W√§rmeversorgung dezentral und regenerativ √ľber innovative L√∂sungen zu sichern. Konzepte dazu k√∂nnten die Nutzung von Solarthermie, Geothermie oder auch der im R√ľcklauf des NT-Nahw√§rmenetzes vorhandenen Restw√§rme beinhalten. Da auf diesen Baufeldern alle geforderten Wohnbautypologien versammelt sind, w√§re eine Passivhaus- oder sogar Energieplushaus-Mustersiedlung denkbar, in der die Konzepte und technischen M√∂glichkeiten f√ľr alle drei Wohnbautypologien gezeigt werden k√∂nnen.


Regenerative Stromerzeugung und Integration von Photovoltaik
Ein Gro√üteil aller Dachfl√§chen ist f√ľr eine Photovoltaiknutzung geeignet, da sie nicht oder nur geringf√ľgig durch Bebauung oder Bepflanzung verschattet werden. Dabei m√ľssen die Elemente regenerativer Stromproduktion nicht zwangsl√§ufig zum Nutzungskonflikt mit Gr√ľnd√§chern und Dachterrassen f√ľhren sondern k√∂nnen sinnvoll angeordnet einen zus√§tzlichen Mehrwert erzielen, beispielsweise als √úberdachung und Verschattung.

√úber die Dachfl√§chen hinaus kann Photovoltaik auch an klar definierten Stellen des Quartiers zur Identit√§tsbildung beitragen, beispielsweise an den s√ľdausgerichteten Treppenhausfassaden der 6-geschossigen Punkth√§user westlich des Gr√ľnbandes, oder als √úberdachung und Sonnenschutz des Parkplatzes vor dem Einzelhandelszentrums. Die f√ľr eine 100%-Deckung des Strombedarfs notwendigen Photovoltaikfl√§chen von etwa 38.000 m2 finden gr√∂√ütenteils auf den gro√üen zusammenh√§ngenden Dachfl√§chen der Nichtwohngeb√§ude und Geschosswohnungsbauten Platz. Diese Fl√§chen sind auch f√ľr Investoren interessant und nicht nur f√ľr die Eigent√ľmer der Geb√§ude, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit der tats√§chlichen Errichtung der Photovoltaikanlagen erh√∂ht.

Werden auch auf den Dachfl√§chen der Einfamilienh√§user weitere Photovoltaikanlagen errichtet, so kann unter Umst√§nden im gesamten Quartier sogar mehr Strom produziert werden, als zur Deckung des eigenen Verbrauchs notwendig ist ‚Äď und Freiham Nord wird damit zum Plusenergiequartier.
Städtebaulich-freiraumplanerisches Entwicklungskonzept

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Konzept - Quartiersidentitäten

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Konzeptidee

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Nachhaltigkeitsprinzipien

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Städtebauliche Konzeption

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Verkehr - Freiraum - Quartiersschnitt

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Visualisierung

Visualisierung

Realisierungsabschnitt - Wohntypologien

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Detail Quartierspark

Detail Quartierspark

Visualisierung Quartierspark

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Detail Quartier am Anger

Detail Quartier am Anger

Mikro Identitäten

Mikro Identitäten

Visualisierung Quartier am Anger

Visualisierung Quartier am Anger