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Offener Wettbewerb (auch für Studierende) | 04/2025

13. Schlaun-Wettbewerb 2024|2025: Am Metallwerk – Konversion step by step

2

Senne verein(t)

ein 2. Preis / Städtebau & Landschaftsarchitektur

Preisgeld: 2.000 EUR

Fachhochschule Dortmund | FH Dortmund

Universitäten / Hochschulen

Kaan Kamali

Student*in

Kübra Büyükdag

Student*in

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit überzeugt durch eine klare lineare Gliederung des Areals, die aus den vorhandenen räumlichen Strukturen entwickelt wird. So entstehen drei miteinander vernetzte Teilbereiche mit unterschiedlichen Nutzungen. Entlang der vorhandenen Wohnbebauung am Höhenweg wird die Schaffung von neuem Wohnbauflächen vorgeschlagen, deren Maßstäblichkeit sich am Bestand orientiert. Parallel zu diesen Wohnbauflächen soll eine weitläufige Parkanlage als „grüner Rücken“ ausgebildet werden. Auf der verbleibenden Fläche, die an die Bahntrasse angrenzt, ist ein großflächiger Bereich für ein Sport- und Kulturzentrum vorgesehen.

Für die Erschließung wird ein klares und funktionierendes Konzept angeboten. Das Gebiet soll weitgehend PKW-frei bleiben. Eine verbesserte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wird durch zahlreiche Bushaltestellen und einen zentralen Mobilitäts-Hub erreicht, der umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Car-/Bike-Sharing anbietet. Ergänzend dazu werden Tiefgaragen, ein ausgebautes Radwegenetz sowie fußgängerfreundliche Laufstrecken in das Planungskonzept integriert.

Vor dem Hintergrund der erheblichen Altlastenproblematik schlagen die Verfasser eine schrittweise Entwicklung des Gebiets vor. Dabei sind die wesentlichen Schritte die Schaffung von neuem Wohnraum, die Umsetzung des Mobilitätskonzepts und – nach Abschluss der Altlastensanierung – die Entwicklung des Sport- und Kulturzentrums als neue Mitte.

Die Entwurfsideen werden inhaltlich und auch graphisch überzeugend und differenziert ausgearbeitet. Die planerische Konzeption, die von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Ort zeugt, wird klar und konsequent umgesetzt. Kritisch zu hinterfragen sind die Größe und Ausdehnung des Kulturzentrums, das angesichts der Lage und des städtebaulichen Umfelds etwas überdimensioniert erscheint. Insgesamt liefert der Entwurf aber einen wertvollen Beitrag und zeigt, wie die schrittweise Entwicklung und Vernetzung der Flächen des ehemaligen Metallwerks mit dem umgebenden städtebaulichen Bestand gelingen kann.