modgnikehtotsyek
ALLE WETTBEWERBSERGEBNISSE, AUSSCHREIBUNGEN UND JOBS Jetzt Newsletter abonnieren
Los 1 8 / 8

Nichtoffener Wettbewerb | 12/2015

Allerinsel - Wohnen am Stadthafen

Los 2 / 3. Rang

Preisgeld: 1.000 EUR

Giesler Architekten

Architektur

HELMA Wohnungsbau GmbH

Investor*in

Beurteilung durch das Preisgericht

In ihrer st├Ądtebaulichen Idee interpretieren die Verfasser den Hafen als gro├čen Freiraum, der von starken Raumkanten gefasst werden soll. In Los 2 wird das Baufeld auf der S├╝dseite als Folge von vier Geb├Ąuderiegeln verstanden, die durch ihre rigide Reihung einen starken Auf-tritt am Wasser erreichen sollen. Die durchg├Ąngige Nutzung des Erdgeschosses mit Dienstleistung und Gastronomie wird von der Jury ÔÇô auch an der ├Âffentlichsten Seite des Stadthafen-Areals ÔÇô als ├╝berzogen gewertet, zumal der Standort weder in Konkurrenz zur Innenstadt treten soll noch ein wirtschaftliche Potential f├╝r diese Fl├Ąchen in Sicht ist. Realistischer w├Ąre es wahrscheinlich, das Erdgeschoss nur in Abschnitten gewerblich zu nutzen. Die Weiterf├╝hrung des Blockrandes Richtung Hafenstra├če ist zwar grunds├Ątzlich nachvollziehbar, will jedoch mit den gew├Ąhlten Haustypologien nicht ├╝berzeugen. So erschlie├čt sich die St├╝ckelung der Stra├čenfront ebenso wenig wie die Ausbildung der Ecken, wo nicht aufgezeigt wird, wie in den Winkelh├Ąusern hochwertige Wohnungsgrundrisse angeboten werden k├Ânnen. Ob der freibleibende sehr Innenhof eine akzeptable Wohnqualit├Ąt, erschlie├čt sich ebenfalls nicht ohne weiteres. Denn der schmale Raum muss viel leisten: Er ist Gemeinschaftsfl├Ąche f├╝r die Bewohner und nimmt die Erschlie├čung der Wohngeb├Ąude auf.
Es werden 120 WE angeboten, die st├Ądtebaulichen Kenndaten liegen oberhalb des Durchschnitts (= 96 WE). Die in Grundrissen nachgewiesenen Geb├Ąude sind als Viersp├Ąnner systematisch ├╝bereinander gestapelt; die Grundrisse bauen aufeinander auf und eine Umwandlung der Erdgeschosse in Wohnungen erscheint deshalb innerhalb der gew├Ąhlten Baustruktur ohne grunds├Ątzliche ├änderungen m├Âglich.
Die kompakte Bauweise und Hinweise auf die Nutzung der Solarenergie und zur Regenwassernutzung halten Spielr├Ąume f├╝r die Umsetzung eines nachhaltigen Wohnkonzepts offen.
Insgesamt bieten die Verfasser ein etwas schematisches, aber durchaus robustes st├Ądtebauliches Konzept an, das sich zu einer st├Ądtischen Hafenkante bekennt. Sowohl eine R├╝cknahme der ├ťberangebote im Bereich Dienstleistung und Gastronomie als auch eine ├änderung der Grundrisstypologien w├Ąren ohne Schaden f├╝r das Gesamtergebnis vorstellbar.
Los 1 8 / 8