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Award / Auszeichnung | 10/2009

Architekturpreis Berlin 2009 / Berlin Architectural Award 2009

Atelier Katharina Grosse

DE-10557 Berlin, Lehrter Strasse 57

Auszeichnung

augustinundfrank/winkler ARCHITEKTEN

Architektur

studio dinnebier+blieske

Lichtplanung

PICHLER Ingenieure GmbH

Tragwerksplanung

Projektdaten

  • GebĂ€udetyp:

    BĂŒro-, Verwaltungsbauten

  • ProjektgrĂ¶ĂŸe:

    keine Angabe

  • Status:

    Realisiert

  • Termine:

    Fertigstellung: 12/2008

Projektbeschreibung

Der Atelierneubau befindet sich auf dem EckgrundstĂŒck einer ehemaligen MilitĂ€rschneiderei. Reste der im Krieg zerstörten GebĂ€ude sind entlang der GrundstĂŒcksgrenze bis zur Höhe des Sockelgesimses erhalten und stehen unter Denkmalschutz. Das Atelier ordnet sich in die Bauflucht der NachbargebĂ€ude ein und stĂŒlpt sich ĂŒber den alten GebĂ€udesockel.

In einem kompakten Kubus von 12,5 x 25 x 12,5 m wurde eine „Ateliermaschine“, bestehend aus zwei ArbeitsrĂ€umen mit Oberlicht, einem Lager, BĂŒro- und WohnrĂ€umen und einigen NebenrĂ€umen entwickelt. Differenzierungen im Licht, den Ausblicken und Beziehungen zum Außenraum charakterisieren die einzelnen Raumbereiche so, dass Raumgrenzen im herkömmlichen Sinne ersetzt werden durch Klang und Stimmung der RĂ€ume.

Die Entscheidungen zur Konstruktion und Außenhaut des GebĂ€udes wurden bestimmt durch die Nachbarschaft der preußischen Klinkerbauten und durch die Anforderungen an die OberflĂ€chen der ArbeitsrĂ€ume. Diese sind mit Trockenbauschalen aus Gipskarton als ArbeitsflĂ€chen ausgekleidet. Entstanden ist ein Stahlbetonbau mit InnendĂ€mmung und einer Ă€ußeren Betonschalung aus sĂ€gerauen Brettern als SichtflĂ€che.

Das GrundstĂŒck Lehrter Straße Ecke Kruppstraße 17-18 in Berlin Mitte ist Teilbereich des GelĂ€ndes einer ehemaligen MilitĂ€rschneiderei. Auf dem GrundstĂŒck selbst befand sich das DienstwohngebĂ€ude des Direktors. Von diesem GebĂ€ude, das im Krieg zerstört wurde, ist entlang der Lehrter- und der Kruppstraße das Sockelmauerwerk der AußenwĂ€nde bis zur Höhe des Sockelgesimses erhalten. Diese Restfassade steht unter Schutz und bleibt als Einfriedung des GrundstĂŒcks zu den beiden Straßen bestehen. Entlang der Kruppstraße steht das Atelier in der Bauflucht und stĂŒlpt sich ĂŒber den alten GebĂ€udesockel. GegrĂŒndet ist es auf der vorhandenen TiefengrĂŒndung des VorgĂ€ngerbaues, die als Mauerwerkskonstruktion bis zu 9 Meter hinabreicht.
Mit dem Neubau in der Lehrter Strasse konnte eine „Ateliermaschine“ entwickelt werden, die allen Anforderungen in idealer Weise gerecht wird. Das Raumprogramm besteht aus zwei ArbeitsrĂ€umen mit Oberlicht, einem Lager und Archiv, BĂŒro- und WohnrĂ€umen und einigen NebenrĂ€umen. Es ist mit einem geringen Anteil an ErschließungsflĂ€chen in einem kompakten Kubus von 12,5 x 25 x 12,5 m untergebracht. Differenzierungen im Licht, den Ausblicken und Beziehungen zum Außenraum charakterisieren die einzelnen Raumbereiche so, dass Raumgrenzen im herkömmlichen Sinne ersetzt werden durch Klang und Stimmung der RĂ€ume.
Die Entscheidungen zur Konstruktion und Außenhaut des GebĂ€udes wurden bestimmt durch die Nachbarschaft der preußischen Klinkerbauten mit ihren einfachen Details und Naturstein Intarsien und durch die Anforderungen an die OberflĂ€chen der ArbeitsrĂ€ume. Diese sind mit Trockenbauschalen aus Gipskarton als ArbeitsflĂ€chen ausgekleidet. Entstanden ist ein Stahlbetonbau mit InnendĂ€mmung und einer Ă€ußeren Schalung aus sĂ€gerauen Brettern als SichtflĂ€che. Die AußenwĂ€nde wurden fugenlos in 6 Abschnitten, unter Verwendung gleicher Schalelemente, betoniert. Bei den Fenstern sind die Funktionen Belichtung und BelĂŒftung ĂŒberwiegend getrennt und jeweils eigenstĂ€ndigen Konstruktionen zugeordnet.