modgnikehtotsyek
ALLE WETTBEWERBSERGEBNISSE, AUSSCHREIBUNGEN UND JOBS Jetzt Newsletter abonnieren

Award / Auszeichnung | 12/2010

Auszeichnung guter Bauten 2010 - BDA Bochum, Hattingen, Herne, Witten

Foto : Mark Wohlrab architektur-photos.de

Foto : Mark Wohlrab architektur-photos.de

Erweiterung Deutsches Bergbau-Museum

DE-44791 Bochum, Am Bergbaumuseum 28

Auszeichnung

Benthem Crouwel

Architektur

ISRW - Institut f√ľr Schalltechnik, Raumakustik, W√§rmeschutz Dr.-Ing. Klapdor GmbH

Bauphysik

Ingenieurb√ľro Wittbold

Brandschutzplanung

Lichtplanung A. Hartung Planungsb√ľro f√ľr Kunstlicht / Tageslicht

Lichtplanung

Höhler+Partner Architekten und Ingenieure

WINTER Beratende Ingenieure f√ľr Geb√§udetechnik

TGA-Fachplanung

Arup Deutschland GmbH

Tragwerksplanung

GREENBOX Landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

CROSS Architecture

Architektur

architektur-photos.de photodesign mark wohlrab

Fotografie

Projektdaten

  • Geb√§udetyp:

    Museen, Ausstellungsbauten

  • Projektgr√∂√üe:

    1.795m² (geschätzt)

  • Status:

    Realisiert

  • Termine:

    Baubeginn: 08/2008
    Fertigstellung: 12/2009

Projektbeschreibung

Lage des Grundst√ľcks:
Ecke Schillerstra√üe/ Europaplatz, s√ľdlich des Bestandsgeb√§udes.

Umsetzung des im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens am 12.07.2006 ausgezeichneten Entwurfs von BCA (LPh 1-9).

Konzept:
Der Entwurf nimmt unmittelbare Bez√ľge zum Thema Bergbau auf ‚Äď ein massives Volumen, das von G√§ngen, Stollen und Rampen durchzogen ist. Das Museum wirkt wie ein gro√ües Schnittmodell des Bergbaus. Das "Stollensystem" verbindet die gro√üen, aus dem Volumenn herausgearbeiteten Ausstellungsr√§ume. Auf seinem Vordringen durch dieses System befindet sich der Besucher auf einer Art Schatzsuche: er entdeckt die Sch√§tze der Sonderausstellung. Das Thema Bergbau wird sinnlich erfahrbar.

Start Entwurf:
Juli 2006 (1. Preis Wettbewerb)

Start Bau:
August 2008

Fertigstellung:
Dezember 2009

Projektbeschreibung:
Erweiterungsbau f√ľr Sonderausstellungen des Deutschen Bergbau-Museums Bochum

Lage des Grundst√ľcks:
Ecke Schillerstra√üe/ Europaplatz, s√ľdlich des Bestandsgeb√§udes.
Umsetzung des im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens am 12.07.2006 ausgezeichneten Entwurfs von BCA (LPh 1-9).

Konzept:
Der Entwurf nimmt unmittelbare Bez√ľge zum Thema Bergbau auf ‚Äď ein massives Volumen, das von G√§ngen, Stollen und Rampen durchzogen ist. Das Museum wirkt wie ein gro√ües Schnittmodell des Bergbaus. Das "Stollensystem" verbindet die gro√üen, aus dem Volumenn herausgearbeiteten Ausstellungsr√§ume. Auf seinem Vordringen durch dieses System befindet sich der Besucher auf einer Art Schatzsuche: er entdeckt die Sch√§tze der Sonderausstellung. Das Thema Bergbau wird sinnlich erfahrbar.

Städtebau:
Der Kubus des Neubaus bildet klare Raumkanten zur Schillerstra√üe und orientiert sich in seiner H√∂he am Bestandsgeb√§ude. Er ist soweit wie m√∂glich an die nordwestlich Grundst√ľcksgrenze ger√ľckt und √ľber zwei Br√ľcken auf den Geschossen +1 und +2 an das Bestandsgeb√§ude angebunden. Die s√ľdliche Begrenzung des Grundst√ľcks wird durch den Bahndamm gebildet, westlich und n√∂rdlich grenzt das Grundst√ľck direkt an die Schillerstra√üe, im Osten grenzt es an ein Grundst√ľck mit einer Neubebauung eines Parkhauses f√ľr die Polizei.
√úber die pr√§gnante Fassade, die sich als Schnitt durch ein Stollensystem darstellt, wird die Funktion des Geb√§udes in den Stadtraum vermittelt. Dieses Spiel bildet sich auch in der Dachfl√§che ab, die durch den Blick vom F√∂rderger√ľst als f√ľnfte Fassade eine wesentliche Ansicht des neuen Museums darstellt.

Nutzungsverteilung:
Im Erdgeschoss des Neubaus befinden sich das Foyer mit Empfangstresen und Garderobe sowie der Raum f√ľr die Dauerausstellung der "Heiligen Barbara". In einer seitlichen Spange sind das Fluchttreppenhaus, die Besucher-Toiletten sowie die Nebenr√§ume (Anlieferung, Lager, Elektrozentrale) und der Lastenaufzug untergebracht.
Im Zwischengeschoss, √ľber den Besucher-Toiletten und den Nebenr√§umen, zug√§nglich √ľber das Fluchttreppenhaus, liegt die Technikzentrale.
In den beiden Obergeschossen befinden sich die jeweils ca. 400 m¬≤ gro√üen Ausstellungsr√§ume mit einer lichten H√∂he von ca. 6 m im ersten Obergeschoss und ca. 4 m im zweiten Obergeschoss. Beide R√§ume sind √ľber einen Deckenausschnitt miteinander verbunden. Aufgrund der gew√ľnschten Nutzungsflexibilit√§t sind beide Ausstellungsr√§ume st√ľtzenfrei ausgef√ľhrt und damit sehr flexibel nutzbar. Im ersten Obergeschoss ist die M√∂glichkeit des Einbaus einer tempor√§ren Trennwand ber√ľcksichtigt, so dass ein tempor√§rer Veranstaltungsbereich f√ľr bis zu 180 Sitzpl√§tze abgetrennt werden kann.

Erschließung:
Im allt√§glichen Gebrauch wird der Neubau √ľber den Altbau erschlossen. Er ist auf beiden Ausstellungsebenen √ľber Br√ľcken in die Wegef√ľhrung im Bestand eingebunden. Es gibt keine Sachgassen; Wege m√ľssen nicht wieder zur√ľckgegangen werden. F√ľr den Besucher des Museums ist die Wegef√ľhrung intuitiv verst√§ndlich. Er tritt immer aus dem Ausstellungsraum in den nach au√üen verglasten "Stollen", der in die n√§chste Ausstellungsebene f√ľhrt.
Im Falle von Sonderveranstaltungen oder der Nutzung des Bauwerks au√üerhalb der Museums√∂ffnungszeiten, wird der Neubau √ľber den "tempor√§ren Eingang" und das Foyer auf Ebene 0 erschlossen. Dann kann die sonst geschlossene Foyerfassade zur Seite gefahren werden und der Blick in den Innenraum wird freigegeben.
Der Neubau verf√ľgt √ľber einen barrierefreien Zugang im Bereich des "tempor√§ren Eingangs". In Verbindung mit dem Aufzug des Foyers und den Br√ľcken zum Bestand ist dies gleichzeitig der neue Behindertenzugang f√ľr das gesamte Haus.
Der erste Fluchtweg aus dem Geb√§ude erfolgt √ľber das innen liegende Treppenhaus mit Anbindung nach au√üen. Der zweite Fluchtweg f√ľhrt aus der untersten Ebene √ľber die Anlieferung direkt ins Freie. Aus den oberen Geschossen f√ľhrt der Fluchtweg √ľber die jeweilige Br√ľcke in das Bestandsgeb√§ude und folgt der dortigen Fluchtwegroute.
Die Anlieferung erfolgt √ľber einen gesonderten Zugang an der Ostseite des Geb√§udes. Die untere der beiden Br√ľcken und die Ausstellungs- und Lagerbereiche sind mit einem Hubwagen (inkl. 3t-Last) befahrbar.

Gestaltungs- und Materialkonzept:
Das klare und prägnante räumliche Konzept findet im Gebrauch von Materialien und Oberflächen seine Entsprechung.

Fassade:
Der geschlossene Anteil der Fassade besteht aus einer fugenlosen rauen Putzoberfl√§che in schwarzer Farbgebung mit eingeblasenen glitzernden Siliciumcarbid-Splittern. Dies wird durch eine vorgeh√§ngte, hinterl√ľftete Putzfassade mit Tr√§gerplatten aus Bl√§hglasgranulat und entsprechender Armierung m√∂glich. Die Dachfl√§che wird durch farblich an die Putzfassade angeglichene aufgest√§nderte Betonsteine gebildet.
Im Bereich der Stollen und des Foyers gibt es eine Glasfassade als Pfosten-Riegelfassade, in den oberen Bereichen mit absturzsichernder Verglasung.

Innenräume:
Die Oberfl√§chen der Innenr√§ume sind weitestgehend Sichtbetonfl√§chen. Die Wand-, Decken- und Bodenfl√§chen der Erschlie√üungsr√§ume (Stollen, Br√ľcken und Foyer) sind farblich (melonengelb) von den Oberfl√§chen der Ausstellungsr√§ume abgesetzt.
Die melonengelben B√∂den werden durch eine PU-Beschichtung des Betons gebildet, in den √ľbrigen Bereichen bestehen diese aus anthrazitfarbenem Magnesitestrich.
Auf abgehängte Decken und Innenwandverkleidungen wird in den Ausstellungsräumen verzichtet.
Durch ein System von Stromschienen können die Leuchten der Ausstellungsbeleuchtung frei positioniert werden.

Auftraggeber:
DMT Gesellschaft f√ľr Lehre und Bildung mbH

Bauherrenvertretung:
Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Art des Auftrags:
1. Preisträger im Wettbewerb mit anschließender Beauftragung der Leistungsphasen 1-9

Architekt:
Benthem Crouwel GmbH
www.benthemcrouwel.de
Projektteam:
Markus Sporer, Anna Gerlach, Tina Kortmann, Sascha Rullkötter, Cornelius Wens

Statik:
Arup GmbH

TGA:
Winter Ingenieure

Brandschutz:
Ingenieurb√ľro Wittbold

Bauphysik:
ISRW Dr.-Ing. Klapdor GmbH

Landschaftsarchitekt:
Greenbox Landschaftsarchitekten

Lichtplanung:
Lichtplanung Hartung

Kostenermittlung/ Ausschreibung/ Vergabe:
Höhler+Partner

Bauleitung:
Höhler+Partner

Bruttogeschossfläche:
1795 m²

Start Entwurf:
Juli 2006 (1. Preis Wettbewerb)

Start Bau:
August 2008

Fertigstellung:
Dezember 2009

Freiraumgestaltung:
Auch in der Außenraumgestaltung werden Themen aus dem Bereich Bergbau aufgenommen und gestalterisch interpretiert. Geländeschichten werden in eine Abstufung von oben nach unten dunkler werdender Oberflächen freigelegt.
Materialien und Bepflanzung: Basaltpflaster, Basaltsplit, Gabionen mit geschichtetem Bergematerial, Ginkgo Biloba Bäume, Strauchpflanzung (Bestand bzw. Buddleja davidii (Schmetterlingsstrauch).
Die Au√üenfl√§chen werden √ľber eine Versickerungsrigole entw√§ssert.

Konstruktion:
Der geplante Neubau funktioniert in Hinblick auf die Stabilität im Prinzip als eine Steife Box, wobei die Außenwände und die Kernwände die vertikal aussteifenden Tragelemente darstellen und die Deckenscheiben die horizontale Kopplung dieser Wände sicherstellen.
Der Entwurf zeichnet sich durch gro√üe, st√ľtzenfrei √ľberspannte Bereiche in den Ausstellungsr√§umen aus.
Aufgrund der komplexen Lastabtragung werden die tragenden W√§nde aus Stahlbeton hergestellt. Die Einschnitte f√ľr die sog. Stollen f√ľhren zudem dazu, dass die Au√üen- und Innenw√§nde in vielen Bereichen als wandartige Tr√§ger ausgebildet werden m√ľssen, um den vertikalen Lastabtrag zu gew√§hrleisten.
Die Decken √ľber 1. OG und 2. OG bestehen zum gr√∂√üten Teil aus Stahlbeton-Hohlk√∂rperdecken (System Cobiax), die Decke √ľber EG und Zwischengeschoss aus Stahlbetonflachdecken.
Die Br√ľcken sind als Stahlbetontr√∂ge mit Stahlaufsatzkonstruktion ausgebildet. Auflager bilden die W√§nde des Neubaus und auf der Seite des
Bestandsgeb√§udes jeweils eine V-St√ľtze.
Die Gr√ľndung des gesamten Geb√§udes besteht aus Streifenfundamenten und ca. 40 Bohrpf√§hlen.

TGA Konzept:
F√ľr den gesamten Ausstellungsbereich wird ein Klima mit m√∂glichst konstanter relativer Luftfeuchtigkeit bei einer Akzeptanz von Schwankungen der Lufttemperatur √ľber das Jahr hergestellt (52,5% +/- 5%, 20¬įC +/- je nach Au√üenklima).
Die L√ľftungsanlage als integrierte Zu- und Abluftanlage stellt einen 1-fachen Luftwechsel her. Die L√ľftungszentrale mit den thermodynamischen Funktionen Heizen, K√ľhlen, Befeuchten, Entfeuchten und W√§rmer√ľckgewinnung befindet sich im Zwischengeschoss.
Die Verteilung im Geb√§ude geschieht √ľber zwei vertikale Steigsch√§chte. Als Zuluftausl√§sse dienen Schlitzausl√§sse im Boden der Ausstellungsbereiche, Schlitzausl√§sse in den Vitrinensockeln des Ausstellungsbereiches im EG und Drallausl√§sse in den Nebenr√§umen. Die Abluft wird jeweils direkt am Schacht abgesaugt.
Das Geb√§ude wird √ľber Betonkerntemperierung von W√§nden und Decken geheizt und gek√ľhlt. Nebenr√§ume erhalten, soweit erforderlich, zus√§tzlich Heizk√∂rper.
Die ben√∂tigte W√§rme wird dem Geb√§ude √ľber Fernw√§rme der Stadtwerke Bochum bereitgestellt.
Die R√ľckk√ľhlung des K√ľhlwassers der K√§ltemaschine erfolgt mittels des au√üen aufgestellten R√ľckk√ľhlers.
Das Gebäude ist mit einer Brandmeldeanlage mit Rauchmeldern und Rauch- und Wärmeabzugsanlage mit Dunkelklappen im Dach ausgestattet.
F√ľr das Geb√§ude wird eine Geb√§udeleittechnik eingebaut, die der √úberwachung, Steuerung und Regelung der betriebstechnischen Anlagen im Geb√§ude dient.
Der Erweiterungsbau ist mit einer Sicherheitsbeleuchtung und zentraler Notstromversorgung und einer Einbruchmeldeanlage ausgestattet.
Fotos: Udo Kowalski, Gerhard Hagen, Guido Erbring

Fotos: Udo Kowalski, Gerhard Hagen, Guido Erbring

Foto: Udo Kowalski

Foto: Udo Kowalski

Foto: Udo Kowalski

Foto: Udo Kowalski

Foto: Gerhard Hagen

Foto: Gerhard Hagen

Foto: Gerhard Hagen

Foto: Gerhard Hagen

Foto: Gerhard Hagen

Foto: Gerhard Hagen

Foto: Guido Erbring

Foto: Guido Erbring

Foto: Udo Kowalski

Foto: Udo Kowalski

Foto: Guido Erbring

Foto: Guido Erbring

Foto: Guido Erbring

Foto: Guido Erbring