Award / Auszeichnung | 07/2026
Bayerischer Landschaftsarchitektur-Preis 2026
Neubau Deutsch-Deutsches Museum
©GrünPlan Landschaftsarchitekten
Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Nominierung | Kategorie: Experimentelle Landschaftarchitektur und Bauen im Detail
Architektur
GrünPlan Landschaftsarchitekten
Landschaftsarchitektur
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Verfasser
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Projektleitung
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Mitarbeit
Ingo Schmidt, Heike Roos, Alexander Münzel, Christoph Penning-Roth
Design, Innenarchitektur
Projektdaten
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Objekttyp:
Museen, Ausstellungsbauten
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Projektgröße:
keine Angabe
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Status:
Realisiert
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Termine:
Baubeginn: 01/2020
Fertigstellung: 01/2025
Projektbeschreibung
In bewusster Abkehr von der einst trennenden Wirkung der Grenze formuliert der Museumsneubau eine versöhnliche, integrierende Haltung: Der Baukörper fügt sich behutsam in die vorhandene Topografie ein und scheint mit der Landschaft zu verwachsen. Ein zentrales Gestaltungselement bildet das große Panoramafenster, das den Blick gezielt auf die Relikte der ehemaligen, originalen Grenzanlage lenkt. Diese bewusste Inszenierung schafft eine visuelle und emotionale Verbindung zwischen Innenraum und historischer Landschaft.
Der Freiraum ist integraler Bestandteil des Museumskonzepts und wird als didaktisch konzipierter Rundweg ausgebildet, der Besucher entlang der historischen Grenzlinie und durch den Ort führt. Ausgangspunkt ist das Museum selbst, von dem aus sich der Pfad zu verschiedenen Themenstationen entwickelt. Diese greifen zentrale Aspekte der deutsch-deutschen Geschichte auf – von Grenzschließung und Mauerbau bis hin zu Überwachung, Flucht und Öffnung – und vermitteln Inhalte über Informationsstelen sowie mediale Formate wie VR-Anwendungen. Die Wege weiten sich an den Stationen gezielt auf, um Raum für Aufenthalt, Austausch und Besuchende zu schaffen.
Die Wegeführung folgt einem klaren dramaturgischen Prinzip und verbindet originale Schauplätze mit neu interpretierten Ausstellungsbereichen. Dabei wird großer Wert auf Barrierefreiheit und Dauerhaftigkeit gelegt: Unterschiedliche Belagsarten wie epoxidharzgebundene Decken oder wassergebundene Wege gewährleisten eine gute Nutzbarkeit für alle Besuchergruppen und fügen sich zugleich zurückhaltend schonend in das Landschaftsbild – auch in Rücksicht auf das dort verlaufende „Grüne Band“ ein. Die Außenausstellung interpretiert die historische Grenzsituation in abstrahierter Form und macht Dimensionen und Strukturen nachvollziehbar, ohne den authentischen Ort zu überformen.
Durch die gezielte Verzahnung von Architektur, Ausstellung und Landschaft entsteht ein vielschichtiges Raumerlebnis, das Geschichte nicht nur vermittelt, sondern körperlich und emotional erfahrbar macht. Das Projekt schafft einen identitätsstiftenden Erinnerungsort, der die Vergangenheit würdigt, den Dialog fördert und gleichzeitig eine nachhaltige, zukunftsorientierte Entwicklung des sensiblen Landschaftsraums ermöglicht.
ehemaliger Grenzübergang, Blick aus Bayern
©GrünPlan Landschaftsarchitekten
Außenausstellung
©GrünPlan Landschaftsarchitekten
Blixk auf Außenausstellung
©David Matthiessen
Blick aus Thüringen auf ehemaligen Grenzverlauf
©David Matthiessen
Überbrückung Tannbach
©GrünPlan Landschaftsarchitekten
Sitzbank
©GrünPlan Landschaftsarchitekten
Themenstation/ Rundweg
©David Matthiesssen
Themenstation / Endpunkt Rundweg
©David Matthiessen
Themenstation / Rundweg
©David Matthiessen
Detail Einfassung
©GrünPlan Landschaftsarchitekten