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Award / Auszeichnung | 07/2025

Beispielhaftes Bauen Rems-Murr-Kreis 2018–2025

Ansicht
5

Ansicht

Soziales Wohnen Gerberstrasse

DE-71364 Winnenden

Auszeichnung

rommel, wagenpfeil architektenpartnerschaft

Architektur

Projektdaten

  • Objekttyp:

    Wohnungsbau

  • Projektgröße:

    keine Angabe

  • Status:

    Realisiert

  • Termine:

    Baubeginn: 03/2020
    Fertigstellung: 01/2022

Projektbeschreibung

Ausgangslage & Zielsetzung
Das Projekt befasst sich mit der Schließung einer städtebaulichen Lücke am Rand der historischen
Altstadt – umgeben von kleinteiligen Fachwerkhäusern.
Ziel war es, sechs Kleinwohnungen (1- bis 2-Zimmer) im Rahmen der sozialen Daseinsvorsorge zu
integrieren – in einem Baukörper, der sich in das gewachsene Umfeld einfügt und gleichzeitig
eigenständig bleibt.
moderne Interpretation historischer Fachwerkhäuser
Im Mittelpunkt steht die architektonische Weiterentwicklung eines typischen Altstadtelements:
Die in den Geschossen leicht versetzten und vorspringenden Baukörperteile greifen das Motiv
der auskragenden Fachwerkgeschosse auf – jedoch abstrahiert und zeitgemäß interpretiert.
So entsteht ein dynamischer Baukörper mit räumlicher Tiefe, der durch seine plastische Staffelung
sowohl auf das Umfeld reagiert als auch eigenständige architektonische Qualität zeigt.
Städtebauliche Einbindung
Durch die stehende Giebelproportion und das gezielte Spiel mit Rücksprüngen fügt sich das Haus
still und selbstverständlich in die Altstadtstruktur ein. Die reduzierten Materialien und klaren
Linien schaffen einen ruhigen, aber präsenten Auftritt im gewachsenen Gefüge.
Erschließung & Gemeinschaft
Die Erschließung erfolgt über einen offenen Laubengang, der vertikal durch das Gebäude führt.
Mehr als nur ein funktionales Element, versteht sich der Laubengang als soziale
Kommunikationszone – ein Ort der Begegnung und des Austauschs unter den Bewohner:innen.
historische Überkragungen
der Geschosse
Der Entwurf versteht sich als sensibler Beitrag zur Weiterentwicklung des Altstadtbildes – keine
Kopie, sondern eine eigenständige Interpretation historischer Prinzipien.
Er verbindet soziale Verantwortung, architektonische Haltung und städtebauliches Feingefühl zu
einem stillen, aber deutlichen Baustein im Stadtraum.

Beurteilung durch das Preisgericht

Auf einem schwierigen Restgrundstück ist ein ansprechendes Gebäude entstanden, das sich harmonisch in eine städtebauliche Lücke am Rande der historischen Altstadt einfügt. Dass es sich um Sozialwohnungen handelt, sieht man dem Bau nicht an. Die Fassade mit leicht versetzten und vorspringenden Geschossen nimmt das Motiv der auskragenden Fachwerkgeschosse in der Nachbarschaft auf, ohne sie plump zu kopieren. Der Entwurf versteht sich als zeitgemäße Interpretation der historischen Vorbilder. Er verbindet soziale Verantwortung, architektonische Haltung und städtebauliches Feingefühl zu einem stillen, aber deutlichen Baustein im Stadtraum. Das offene, großzügig gestaltete Treppenhaus dient als Freisitz und kompensiert fehlende Freiräume auf dem beengten Grundstück. Dadurch wird es zum Ort der Begegnung und des Austauschs für die Bewohnenden.
Zugang

Zugang

Offener Laubengang

Offener Laubengang

Detail Geländer

Detail Geländer

Laubengang

Laubengang