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Nichtoffener Wettbewerb | 10/2014

Bildungscampus und Sportpark Freiham

2. Phase / Modell Sportpark © BLK2 Architekten

2. Phase / Modell Sportpark © BLK2 Architekten

2. Preis / - Sportpark

BLK2 Architekten

Architektur

schoppe + partner freiraumplanung, Inhaber Jochen Meyer

Landschaftsarchitektur

wup Modellbau Wiens + Partner GmbH

Modellbau

ErlÀuterungstext

Die Sporthallen und die SpielflĂ€chen bilden den Übergang der stĂ€dtischen Struktur zur Landschaft. Da die SportflĂ€chen nahezu den gesamten Freiraum beanspruchen, wird die GrĂŒnflĂ€che in einem sanften Schwung auf die DĂ€cher der abgesenkten Sporthallen fortgefĂŒhrt, wodurch eine zusĂ€tzliche FreiflĂ€che entsteht, die als natĂŒrliche TribĂŒne oder einfach nur zum Verweilen genutzt werden kann. Die begrĂŒnten DachflĂ€chen der Sporthallen können auch fĂŒr Photovoltaikelemente genutzt werden, wenn diese flach in die FlĂ€che integriert werden, damit die attraktive Dachaufsicht fĂŒr die angrenzenden Wohnungen erhalten bleibt.
Die Sporthallen sind sowohl vom Straßenraum als auch von den SportflĂ€chen ĂŒber gemeinsame Foyers erschlossen mit Anbindung an das Parkhaus. Attraktive Einblicke vom Straßenraum in die Sporthallen machen den Sport zum Teil des urbanen Lebens.
Die VereinsflÀchen sind an zentraler Stelle in die Struktur der Hallen integriert mit einer attraktiven Terrasse zu den SportflÀchen.
Die Halle der Boulderwelt sollte das Profil der Sporthallen ĂŒbernehmen, um einen thematischen und stĂ€dtebaulichen Zusammenhang herzustellen. Aus diesem Hallenbau wĂ€chst ein gestapelter Turm fĂŒr die Kletterhalle, der auch als Markenzeichen dient. Die LĂ€rmschutzwand an der Bodenseestraße wird auch als OutdoorflĂ€che der Boulderwelt genutzt.

Beurteilung durch das Preisgericht

Sportpark
Die vorgeschlagenen Hallen schaffen durch ihre gewölbeartige Dachkonstruktion einen „weichen“ Übergang zum offenen Grünraum nach Westen. Die Öffnung über große GlasflĂ€chen nach Osten und damit interessan-te Einsehbarkeit entlang der Straße, lĂ€dt ein und schafft natürliche Belichtung – müsste allerding hinsichtlich Blendwirkung und Sonnenschutz effizient ausgebildet werden. Das Erfordernis einer Verglasung über die gesamte GebĂ€udehöhe ebenso wie an den Stirnseiten der Hallen wird in Frage gestellt. Insbesondere werden die Auswirkungen einer solchen Lösung auf Nutzung und Konstruktion kritisch bewertet. Die zwischen den Sporthallen „durchgesteckten“ Foyers werden in ihrer rĂ€umlichen Wirkung durch die erforderlichen Treppen und Aufzugsanlagen beeintrĂ€chtigt. Die dargestellte Kombination von Tiefgarage, Schwimmhalle und Ver-einsheim in einem Baukörper erscheint konstruktiv schwierig. Die kompakten abgesenkten Sporthallen sind wirtschaftlich und lassen einen mittleren Energiebedarf erwarten. Allerdings ist die nicht differenzierte Raumhöhenausbildung der Hallen 500 zur Halle 2000 unverstĂ€ndlich.
Im Unterschied zur verglasten Eingangsseite wird der fließende Übergang der Sporthallen zu den FreiflĂ€chen nach Westen durch aufgeschüttete Tribünen betont. Sie sind den FreisportflĂ€chen richtig zugeordnet und stellen dadurch einen engen Bezug zwischen den beiden Bereichen her. Die GebĂ€ude und FreisportflĂ€chen sind funktional richtig angeordnet – auch im Hinblick auf die schulische Nutzung. Die O-W Verbindungen vom Wohnquartier und dem Campus werden konsequent aufgenommen und zum geplanten Landschaftspark weitergeführt. Die gewünschte landschaftliche Vernetzung der Unterführung mit dem Sportpark wird leider nur zum Teil erreicht. Die gestalterische AusprĂ€gung der Kletterhalle in Verbindung mit einer „fünften Halle“ überzeugt nicht. Dagegen wird die Ausbildung der LĂ€rmschutzwand an der Bodenseestraße als Outdoor-Boulderbereich für sehr interessant bewertet.
Lageplan

Lageplan

Sportpark Ansicht West + Ost © BLK2 Architekten

Sportpark Ansicht West + Ost © BLK2 Architekten

Sporthalle / Vereinsheim / Schwimmbad Ansicht SĂŒd © BLK2 Architekten

Sporthalle / Vereinsheim / Schwimmbad Ansicht SĂŒd © BLK2 Architekten