Award / Auszeichnung | 03/2026
Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2025/26
8
Blick von der Alarmausfahrt
©Constantin Meyer, Köln
Neue Feuerwache Wegberg
DE-41844 Wegberg, Maaseiker Straße 89
Gewinner | Kategorie: Kommunale Gebäude
Scheidt Kasprusch Architekten GmbH
Architektur
Brandschutzplanung, Bauphysik, Tragwerksplanung
BASE Landschaftsarchitekten PartGmbB
Landschaftsarchitektur
Projektdaten
-
Objekttyp:
Feuerwehr, Polizei, Vollzug
-
Projektgröße:
2.860m² (geschätzt)
-
Status:
Realisiert
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Termine:
Fertigstellung: 04/2024
Projektbeschreibung
Die Neue Feuerwache Wegberg ist Preisträger in der Kategorie "Kommunale Gebäude" beim Bundeswettbewerb HolzbauPLUS 2025/26. Der Entwurf von Scheidt Kasprusch Architekten ist typologisch konsequent als Holzbau gedacht und umgesetzt. Die Fassade aus feuerbehandeltem karbonisiertem Holz zeichnet sich neben der ästhetisch ansprechenden Optik durch sehr gute Witterungsbeständigkeit aus. In den Innenräumen des KfW-55-Gebäudes setzen helles Holz und ein roter Linoleumboden einen lebendigen Kontrast. Die Jury würdigte insbesondere, dass alle Materialien unter Berücksichtigung von Recycling- und Kreislauffähigkeit ausgewählt wurden, zudem auf ökologische Qualität geachtet wurde in Form von Nutzung erneuerbarer Energien sowie Dachbegrünung in Kombination mit Photovoltaik. Die ökonomische Qualität wird über wartungsarme Bauteile und Materialien sichergestellt.
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Neue Feuerwache in Wegberg steht als langgestreckter, solitärer Baukörper in einem offenen, landschaftlich geprägten Raum. Der Übungsturm bildet einen Hochpunkt im Gebäudeensemble und verleiht dem Gebäude eine klare gestalterische Identität. Das Gebäude umfasst zwei Geschosse mit einer Bruttogrundfläche von 2.860 m² und einer Nutzfläche von 2.073 m². Die Jury würdigt das Projekt als Preisträger in der Kategorie „Kommunale Gebäude“. Der Entwurf zeigt eine Feuerwehr, die typologisch konsequent als Holzbau gedacht und umgesetzt ist. Die funktionalen Anforderungen werden in überzeugende, schlüssige und klare Strukturen übersetzt, die in Holzrahmenbauweise umgesetzt sind. Die Fassade als prägendes Stilelement wurde bewusst aus feuerbehandeltem karbonisiertem Holz hergestellt und zeichnet sich neben ihrer auffallenden optischen Anmutung zudem durch sehr gute Witterungsbeständigkeit aus. Der Holzbau wird u. a. durch den Einsatz von Zellulosedämmstoffen im Außenwandbereich ergänzt. Alle Materialien wurden unter Berücksichtigung von Recycling- und Kreislauffähigkeit ausgewählt; die Konstruktion ermöglicht Rück- und Umbauoptionen. Die Gebäudehülle, Innenbauteile und Fassadenverkleidungen können getrennt voneinander demontiert und ersetzt werden. Zudem wurden energetische und ökologische Aspekte berücksichtigt. Das Gebäude nutzt erneuerbare Energien, während eine Dachbegrünung in Kombination mit Photovoltaik zur ökologischen Qualität des Projekts beiträgt. Eine Feuerwache als Holzbau mit klarer architektonischer Struktur, der die Anforderungen eines kommunalen Funktionsgebäudes überzeugend in Holzbauweise umsetzt.
Nordwestliche Gebäudeecke
©Constantin Meyer, Köln
nördliche Eingangssituation
©Constantin Meyer, Köln
Fahrzeughalle
©Constantin Meyer, Köln
Eingangshalle
©Constantin Meyer, Köln
Fahrzeughalle
©Constantin Meyer, Köln
Fassadendetail
©Constantin Meyer, Köln
Eingangshalle
©Constantin Meyer, Köln