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Award / Auszeichnung (auch für Studierende) | 11/2025

competitionline CAMPUS Award 2026

Jugendtreff Ingersheim
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Jugendtreff Ingersheim

IMIAD International Workshop "Stuttgart 210 – Reallabor Ingersheim"

Anerkennung | Kategorie: Fakultätsprojekte/-konzepte

Preisgeld: 250 EUR

Prof. Andreas Kretzer

Architektur

Prof. Stefan Krötsch

Architektur

Roman Kreuzer

Architektur

Katharina Raabe

Architektur

Maximilian Stemmler

Architektur

Erläuterungstext

IMIAD International Workshop "Stuttgart 210 – Reallabor Ingersheim"

Das Projekt „Stuttgart 210“ erforscht das Upcycling von Schalungselementen des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Im Reallabor Ingersheim entstand daraus ein Jugendtreff mit skulpturalem Innenraum und elliptischer Holzhülle als Pionierbau aus vermeintlichem Abfall.

Das Forschungsprojekt „Stuttgart 210 – weiterdenken, weiterbauen!“ ist ein Kooperationsprojekt der Hochschulen Stuttgart, Konstanz und Karlsruhe. Ziel ist es, Schalungselemente des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs stofflich zu erhalten und als Primärkonstruktion neuer Gebäude hochwertig weiterzuverwenden.

Das Reallabor Ingersheim ist das erste von vier geplanten Pilotprojekten und wird künftig als Jugendtreff genutzt. Grundlage des Entwurfs sind Schalungen der Fußgängertunnel, aus denen ein skulpturaler Innenraum entstand. Eine eigenständige, elliptische Gebäudehülle aus Holz schützt die Schalungselemente vor der Witterung und ist Teil der architektonischen Inszenierung: Die besondere Geometrie und die Holzoberflächen erschließen sich erst beim Betreten des Innenraums.

Charakteristisch ist auch der gemeinschaftliche Bauprozess mit breiter Unterstützung aus der Gemeinde, ehrenamtlichem Engagement von Handwerksbetrieben sowie einem zweiwöchigen Workshop mit 43 internationalen Studierenden des Masterstudiengangs Innenarchitektur an der HFT Stuttgart.

Die wiederverwendeten Schalungselemente stehen auf Stahlbetonsockeln, übernehmen wesentliche tragende Funktionen und prägen sämtliche Innenoberflächen. Die äußere Hülle besteht vollständig aus naturbelassenem, reversibel verschraubtem Vollholz. Die Wiederverwendung der aufwendig gefrästen, dreidimensional geschwungenen Schalungen ermöglicht außergewöhnliche Architektur mit einem textil wirkenden Innenraum aus massivem Holz.

beteiligte Studierende: Aslihan Amin, Marcell Barts, Lena Brandt, Jule Dörr, Anna Dolderer, Tim Ganẞleben, Andreea Ghit, Franziska Höpfler, Pauline Kindermann, Amira Klimpel, Lena Kupferschmid, Janina Lamm, Katharina Mayer, Leyla Minks, Pia Müller, Gina Osswald, Lea Piesch, Annika Ramge, Simon Rein, Kirsten Schäfer, Teresa Schedel, Amy-Cheyenne Smith, Luise Störkel, Annabelle Thees, Neda Vackov, Rezzan Ebru Basar, Elif Revna Celik, Yaren Cengiz, Ceren Erdem, Beyza Gunaydin, Ceren Izgi, Elif Ezgi Karatas, Gülnar Ocakdan, Müge Özkan, Ceren Sahin, Ozan Yilmaz, Zeynep Yilmaz, Anisha Bora, Muskan Goyal, Preet Kulkarni, Sakshi Mundada, Sayali Katkar, Devashish Sharma

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit untersucht, wie sich temporäre Bauteile konstruktiv weiterverwenden lassen. Die ursprünglich als Hilfskonstruktion konzipierten Schalungselemente von Stuttgart 21 verarbeitet das Team zu einer neuen, tragenden Primärkonstruktion. Während sich der Baukörper nach außen zurücknimmt, entfaltet der Innenraum durch die gebogenen Elemente eine unerwartete skulpturale Präsenz.

Gerade vor dem Hintergrund des aufwendigen Herstellungsverfahrens bewertet das Preisgericht den Versuch, aus dem nicht mehr gebrauchten Material einen dauerhaften räumlichen und konstruktiven Mehrwert zu generieren, als anerkennenswert. Der damit verbundene Transformationsprozess zeugt von hohem handwerklichem, konzeptionellem und didaktischem Engagement. Positiv benannt werden zudem der interdisziplinäre Ansatz sowie die internationale Zusammenarbeit im Projektverlauf. Entwicklungspotenziale sieht das Preisgericht in der Fügung von Fassade und Innenraum; hier wäre ein stärkeres Zusammenspiel wünschenswert.
Die aufwendig gefertigten Schalungselemente des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs sollten als Sondermüll verbrannt werden. Doch im Rahmen eines Forschungsprojekts wurden sie gereinigt und als Bauteile für den Jugendtreff Ingersheim wiederverwendet.

Die aufwendig gefertigten Schalungselemente des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs sollten als Sondermüll verbrannt werden. Doch im Rahmen eines Forschungsprojekts wurden sie gereinigt und als Bauteile für den Jugendtreff Ingersheim wiederverwendet.

Die ovale Gebäudehülle des Jugendtreffs Ingersheim lässt die Besonderheit des Innenraums nicht erahnen.

Die ovale Gebäudehülle des Jugendtreffs Ingersheim lässt die Besonderheit des Innenraums nicht erahnen.

Niedrige Eingangsbereiche bieten Sitzgelegenheiten und bereiten dramaturgisch auf den hohen und spektakulären Innenraum vor.

Niedrige Eingangsbereiche bieten Sitzgelegenheiten und bereiten dramaturgisch auf den hohen und spektakulären Innenraum vor.

Bänke auf der Südseite laden Kinder, Jugendliche, Spaziergänger, Fahrradfahrer und alle anderen zum Verweilen ein.

Bänke auf der Südseite laden Kinder, Jugendliche, Spaziergänger, Fahrradfahrer und alle anderen zum Verweilen ein.

Der Innenraum ist geprägt von der einzigartigen Geometrie der einstigen Schalungselemente.

Der Innenraum ist geprägt von der einzigartigen Geometrie der einstigen Schalungselemente.

Der Firstversatz der Schalungselemente ist durch ein Oberlichtfenster inszeniert.

Der Firstversatz der Schalungselemente ist durch ein Oberlichtfenster inszeniert.

Die Öffnungen ergeben sich aus der Kombination der Elemente und sind mit einem Lattenschleier verkleidet.

Die Öffnungen ergeben sich aus der Kombination der Elemente und sind mit einem Lattenschleier verkleidet.

Blick zum Sportplatz im Norden

Blick zum Sportplatz im Norden

Innenraum mit Sonne von Süden

Innenraum mit Sonne von Süden

Blick zum Oberlicht

Blick zum Oberlicht

Grundriss

Grundriss

Schnittfiguren in Längs- und Querschnitten

Schnittfiguren in Längs- und Querschnitten

Fassadenschnitt

Fassadenschnitt

Sprengisometrie

Sprengisometrie