Award / Auszeichnung (auch für Studierende) | 11/2025
competitionline CAMPUS Award 2026
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Pavillon
©HFT.Lab
Woodjoints Reloaded
Engere Wahl | Kategorie: Fakultätsprojekte/-konzepte
Architektur
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Jana Hopfenzitz
Architektur
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Erläuterungstext
Woodjoints Reloaded
Im Lehrformat der Hochschule für Technik Stuttgart wurden zimmermannsmäßige Holz - Holzverbindungen untersucht, mit dem Ziel diese in den Kontext des modernen Bauens zu transformieren. Dabei wurden nicht nur Funktion, sondern auch die Geschichte der für das Bauwesen so wichtigen handwerklichen Weiterentwicklungen und Perfektionierung ausgewählter Verbindungen ergründet.
Die Holz - Holzverbindungen wurden zuerst analysiert ud dokumentiert, bevor sie in mehreren Workshops handwerklich angefertigt wurden. Mit rund zwanzig Verbindungen wurden in einem Rundgang die verschiedenen Einsatzzwecke, sowie die Vor- und Nachteile der europäischen und asiatischen Verbindungen visualisiert und im Realmaßstab verglichen.
ABBUND
Im weiteren Verlauf wurden die Verbindungen entsprechend den Ansprüchen einer CNC Fertigung weiterentwickelt und im Demonstrationswerk von Hundegger im Allgäu gefertigt. Dabei wurden die neuen Anforderungen an einen digitalen Fertigungsprozess ersichtlich und erprobt. Ins Besondere ging es hierbei darum, ein Gefühl zu entwickeln für maschinelle Toleranzen, Bezugsseiten und angepasste Werkzeugauswahl für optimierte Bearbeitungsprozesse.
WETTBEWERB
Die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Workshops sollten nun im Rahmen eines internen Wettbewerbs für die Realisierung eines Pavillons als studentische Aufenthaltsfläche auf dem Campus überführt werden.
Der Siegesentwurf überzeugte hierbei ins Besondere durch die den Ansprüchen angepasste Transformation der traditionellen Holzverbindung für eine modulare Erweiterbarkeit in 3 Dimensionen und einer Reduzierung der Bauteillkomplexität auf drei Grundbauteile.
MODULARITÄT
Der erneut transformierte Castle-Joint erlaubt durch einen Stoß innerhalb der Knotenpunkte die gewöhlichen Mehrfeldträger in eine beliebige Feldanzahl zu teilen um so eine freie einwicklung des Systems im Achsraster von 1.5 x 1.5m zu realisieren. Dies ermöglicht eine differenzierte Konfiguration sowie Anpassung an verschiedene Standorte und Bedürfnisse. Die Modularität und Anpassungsfähigkeit stellt neben der räumlichen Erweiterbarkeit des Pavillons auch eine Langlebigkeit des Projekts sicher.
PLANUNG
Wähend einer Blockwoche wurde die Detailplanung auf Ansprüche der Aussteifung, konstruktivem Holzschutz und aufnahme der Windlasten vertieft, sowie die Ausschreibung der benötigten Baumaterialien durchgeführt.
Der Planungsprozess erfolgte hierbei in einem kollaberativen und iterativen Verfahren mit mehreren den Planungsschwerpunkten zugeordneten Fachgruppen der Studierenden.
FERTIGUNG
In einem viertägigen Intensivworkshop wurde, erneut bei Hundegger, die Fertigung aller Abbund - Bauteile von den Studierenden begleitet durchgeführt.
Vor dem Start der seriellen Fertigung wurden letzte Prototypen Bauteile gefertigt und auf Passgenauigkeit und mögliche Anpassungsmaßnahmen geprüft.
Während so die Grundkonstruktion aus Fichtenholz vorproduziert wurde, wurden alle wasserberührten Bauteile aus resistentem Eichenholz von den Studierenden selbst in der Hochschulwerkstatt angefertigt.
BAUPROZESS
Während eines erneuten Intensivworkshops wurde schließlich der Pavillon errichtet. Alle Bauteile wurden hierfür zuerst entsprechend eines Bauteilindexs eindeutig sortiert und katalogisiert. Unter Zunahme eines digitalen Klons konnten so ein effizienter und fehlerfreier Aufbau in kürzester Zeit umgesetzt werden.
Der Pavillon wurde somit verzögerungsfrei fertiggestellt und konnte sich direkt in das Campusleben integrieren.
QUALITÄTSSCHÖPFUNG
Mit der Umsetzung des studentischen Pavillons wurde ein Demonstrationsexxemplar für die Integration traditioneller Handwerkskunst in den zeitgenössischen digitalen Bauprozess von Studierenden für Studierende geschaffen.
PROJEKTTEAM
Lehrende: Sascha Bauer, Daniel Pauli
Studierende: Eric Stoye, Lukas Nemesch, Ines Förnbacher, Johanna Hermann, Jana Hopfenzitz, Nicole Moser, Bernhard Neuwirth, Jan Richter, Maximilian Stein, Tom Weber, Jakob Wetzel, Halit Yalcin
HFT.Lab: Andrea Buch
Detail Knotenpunkt
©HFT.Lab
Detail Dachanschluss
©HFT.Lab
Detail Witterungsschutz
©HFT.Lab
Projektteam
©HFT.Lab
Bauanleitung
©HFT.Lab
Holzverbindung
©HFT.Lab
Explosionszeichnung
©HFT.Lab
Making-of
©HFT.Lab