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Award / Auszeichnung (auch für Studierende) | 11/2025

competitionline CAMPUS Award 2026

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REUSE HARBOUR / Transformation des Raiffeisenturms

Engere Wahl | Kategorie: Master- und Diplomarbeiten

Marvin Simons

Architektur

Erläuterungstext

REUSE HARBOUR / Transformation des Raiffeisenturms

Das Projekt in einem Satz
Umnutzung eines Siloturms am Dortmunder Hafen zu einem Reuse-Hub für Forschung, Lehre und Praxis.

Warum ist das Projekt besonders einzigartig?
Die Transformation wird ausschließlich durch wiederverwendbare Materialien umgesetzt, die am Hafen gefunden wurden.

Projektbeschreibung
Die Geschichte des Dortmunder Hafens, seine Mikrogesellschaften aus Hafenarbeitern, Schiffsfahrern und temporären Gemeinschaften, erzählen von einem Ort, der sich nicht als Komposition, sondern als Improvisation lesen lässt. Mit den Mitteln, die gerade zur Verfügung standen, entstand eine Struktur, die sich ständig veränderte, angepasst wurde, provisorisch war und gerade dadurch lebendig blieb.

Die Transformation der Bestandstruktur erfolgt diagrammatisch, durch das Sammeln, Zerlegen und Neuanordnen von Materialien, die der Hafen zur Verfügung stellt und wird zur Grundlage eines offenen Materialkreislaufs. Ein Prozess, der sich der Methodik der Bricolage bedient, bei dem mit den vorhandenen Ressourcen improvisiert und neue Verknüpfungen geschaffen werden. Gelagert wird, was ausgebaut, aussortiert oder gefunden wurde. In Werkstätten und auf offenen Flächen wird damit weitergearbeitet, angepasst, neu gedacht. Der Ort wird zum Werkzeug für gemeinsames Lernen und Bauen. Forschung, Lehre und Praxis greifen ineinander, nicht als starres System, sondern als beweglicher Prozess, der sich ständig verändern darf.

Der Ort dient nicht nur dem Bauen und Forschen, sondern ermöglicht auch neue Formen der Nutzung. Zwischen den Werkstätten, dem Lager und dem Wasser entstehen Zonen, die Menschen selbst gestalten können. Orte, an denen angeeignet, ausprobiert und temporär gebaut wird. Auch das Wasser wird dabei wieder Teil des alltäglichen Raums. Was entsteht, ist ein Ort der kollektiven und urbanen Praxis. Eine architektonische Antwort auf das, was früher in intimen Momenten zwischen Hafenbaracke, Union-Vorstadt und Mittagspause stattfand.